Cyclocross-Weltmeisterschaften 1965

Die Cyclocross-Weltmeisterschaften 1965 wurden am 14. Februar im italienischen Cavaria ausgetragen. Es gab ein Rennen in der offenen Kategorie, also für Profis und Amateure gleichermaßen.

Ablauf

Italien war im März 1963 vom Kongress des Radsport-Weltverbands UCI mit der Ausrichtung beauftragt worden.[1] Im September 1964 wurde dann Cavaria als Austragungsort bekanntgegeben.[2] Damit fand die Veranstaltung nur wenige Kilometer nördlich von Crenna statt, das 1954 Gastgeber der Weltmeisterschaften gewesen war. Schauplatz waren die höheren Lagen des Orts westlich der Eisenbahnlinie, der Start erfolgte in der Via Monte Grappa. Es waren sieben jeweils 3,4 km lange Runden mit 105 Höhenmetern an Steigungen zu fahren, zusammen mit Start- und Zielstrecke betrug die Gesamtlänge 24,6 km. Ein knappes Drittel der Entfernung wurde auf Straßen zurückgelegt, der Rest im Gelände oder auf naturnahen Wegen. Als „neue Masche“ bezeichneten manche Beobachter die eingestreuten Hürden und Gräben entlang der Strecke.[3]

Es waren 12 Mannschaften zugegen, was einen neuen Rekord bedeutete. Wie im Vorjahr kamen Mannschaften aus Algerien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien und der Tschechoslowakei; außerdem beteiligte sich erstmals Bulgarien mit einem Fahrer.

Renato Longo und Rolf Wolfshohl, die in den letzten sechs Weltmeisterschaften je dreimal gewonnen hatten, setzten sich bereits in der ersten Runde von der Konkurrenz ab und gewannen bis zu anderthalb Minuten Vorsprung. In der letzten Laufpassage, ungefähr 1 km vor dem Ziel, konnte Longo sich den entscheidenden Abstand verschaffen und gewann um 13 Sekunden. Amerigo Severini wurde Dritter. Das Rennen wurde vor Ort von etwa 20.000 Zuschauern verfolgt.

38 von 41 gestarteten Fahrern erreichten das Ziel. Die belgischen Fahrer, die ohne Medaille geblieben waren, gewannen dank geschlossener Leistung dennoch das Länderklassement vor Italien und Frankreich.

Ergebnisse

Platz Name Zeit (min)
1 Italien Renato Longo 58:23
2 Deutschland Rolf Wolfshohl + 0:13
3 Italien Amerigo Severini + 1:21
4 Belgien Roger De Clercq + 2:09
5 Spanien Amelio Mendijur + 3:06
6 Belgien Albert Van Damme + 3:32
7 Frankreich Pierre Bernet + 3:45
8 Belgien Leon Scheirs + 3:46
9 Frankreich Joseph Mahé + 3:50
10 Niederlande Huub Harings + 4:26

Einzelnachweise

  1. Der Bund, Ausgabe vom 4. März 1963, Seite 15 (Digitalisat)
  2. Neue Zürcher Zeitung, Ausgabe vom 24. September 1964, Seite 15 (Digitalisat)
  3. Luxemburger Wort, Ausgabe vom 13. Februar 1965, Seite 19 (Digitalisat)

Koordinaten: 45° 41′ 51″ N, 8° 47′ 55″ O