Rave In2 the Joy Fantastic (Album)

Rave In2 the Joy Fantastic
Remixalbum von Prince

Veröffent-
lichung

29. April 2001

Aufnahme

Anfang 1999Anfang 2000

Label(s) NPG Records

Format(e)

CD, Doppel-LP, Download

Genre(s)

Contemporary R&B, Funk, Pop, Rock

Titel (Anzahl)

14

Länge

1:04:26

Besetzung

s. Mitwirkende

Produktion

Prince

Studio(s)

Electric Lady Studios (New York City)
O’Henry Sound Studios (Burbank)
Paisley Park Studio (Chanhassen)

Chronologie
The Versace Experience (Prelude 2 Gold)
(1995)
Rave In2 the Joy Fantastic
Singleauskopplung
keine

Rave In2 the Joy Fantastic (englisch für Schwärmen in der fantastischen Freude) ist ein Remixalbum des US-amerikanischen Musikers Prince, der alle Songs arrangierte, komponierte und produzierte. Es erschien am 29. April 2001 über Prince’ eigenes Label NPG Records und war ausschließlich über seine damalige Website erhältlich. nhaltlich basiert es auf dem 23. Studioalbum Rave Un2 the Joy Fantastic (1999) und enthält mit Beautiful Strange einen zuvor unveröffentlichten Song. Obwohl Prince im Mai 2000 seinen Künstlernamen wieder angenommen hatte, veröffentlichte er das Album unter seinem unaussprechbaren Symbol als Pseudonym.

Musikalisch lässt sich das Album den Genres Contemporary R&B, Funk, Pop und Rock zuordnen. Als Gastmusiker wirken erneut Ani DiFranco, Chuck D, Clare Fischer, Eve, Gwen Stefani, Maceo Parker und Sheryl Crow mit.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung befand sich Prince auf Tournee, betrieb jedoch keine nennenswerte Musikpromotion für Rave In2 the Joy Fantastic. Da das Album nicht in den internationalen Musikcharts geführt wurde, konnte es keinen Gold- oder Platinstatus erreichen. Das mediale Interesse war gering; Rezensionen erschienen überwiegend erst nach Prince’ Tod im April 2016 und fielen mehrheitlich negativ aus.

Am 26. April 2019 veröffentlichte The Prince Estate („Der Prince Nachlass“) das Album erneut. Infolge der Wiederveröffentlichung konnte sich das Album vereinzelt in internationalen Hitparaden platzieren.

Entstehung

Prince kündigte das Remixalbum am 9. November 1999, dem Erscheinungstag von Rave Un2 the Joy Fantastic, an. Ursprünglich war eine Veröffentlichung zum 9. März 2000 über das Major-Label Arista Records vorgesehen, bei dem Prince zu diesem Zeitpunkt unter Vertrag stand. Aus Verärgerung über Clive Davis verschob Prince den Termin und veröffentlichte das Album schließlich erst im April 2001 über sein eigenes Label NPG Records.[1][2][3]

Die Arbeiten an den Songs erfolgten zwischen Anfang 1999 und Anfang 2000 im Paisley Park Studio in Chanhassen (Minnesota). Als erstes Stück entstand Tangerine; zuletzt fertiggestellt wurden die vier Remixversionen von Hot Wit U (Nasty Girl Remix), Man ‘O’ War (Remix), Rave In2 the Joy Fantastic und Undisputed (The Moneyapolis Mix).

Das zuvor unveröffentlichte Stück Beautiful Strange nahm Prince Mitte 1998 im Paisley Park Studio auf und veröffentlichte diese Fassung im August 1999 auf dem gleichnamigen Videoalbum. Ende 1999 überarbeitete er den Song und veröffentlichte eine leicht veränderte Fassung auf dem Remixalbum.[4]

Die Tracks Everyday Is a Winding Road und Strange but True sowie die Übergangsstücke segue, segue (1 800 New Funk Advertisement) und segue (Miles Davis 199?) sind auf Rave In2 the Joy Fantastic nicht enthalten.

Gestaltung des Covers

Der Artdirector und Fotograf Steve Parke (* 1963) war erneut für das Albumdesign verantwortlich. Das Frontcover ähnelt stark dem von Rave Un2 the Joy Fantastic; lediglich der Albumtitel wurde von „Un2“ in „In2“ geändert, und Prince blickt – anders als auf dem Studioalbum – direkt in die Kamera. Das Rückcover ist – abgesehen von der abgedruckten Tracklist – mit dem von Rave Un2 the Joy Fantastic identisch.

Im Gegensatz zu Rave Un2 the Joy Fantastic ist Rave In2 the Joy Fantastic mit einem Booklet ausgestattet. Das Booklet umfasst 20 Seiten und enthält sieben Fotografien von Prince. Darunter befindet sich ein dem Poster sehr ähnliches Foto, bei dem Prince’ Hände – anders als dort – nicht nachträglich digital bearbeitet wurden; zudem ist sein Kopf leicht geneigt. Ein weiteres Foto zeigt Prince auf einer von Bäumen umgebenen Bank im botanischen Garten „Minnesota Landscape Arboretum“ in Chanhassen, aufgenommen von Parke. Laut Parke äußerte Prince während der Fertigstellung Bedenken hinsichtlich der Bildhelligkeit, woraufhin dieser scherzhaft eine Wette vorschlug; letztlich hellte Parke das Foto „zur Sicherheit“ geringfügig auf.[5]

Ferner enthält das Booklet ein Foto der Tänzerin Desray Junca, die im Musikvideo zu Hot Wit U (Nasty Girl Remix) auftritt und nach Prince’ Tod angab, von 1999 bis 2001 eine Affäre mit ihm gehabt zu haben. Zudem sind sämtliche Liedtexte abgedruckt; zusätzliche Textpassagen einzelner Songs fehlen jedoch.

In den Liner Notes dankt Prince erneut Mayte Garcia, von der er zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits seit elf Monaten geschieden war.[6] Darüber hinaus bedankt er sich bei Manuela Testolini (* 1976), die er im Dezember 2001 heiratete. Ebenfalls enthalten ist ein Hinweis von Prince auf die Tötung von Lämmern im Zusammenhang mit dem menschlichen Wunsch nach weicher Wollkleidung.

Das Copyrightzeichen auf Booklet und CD ist auf das Jahr 2000 datiert,[7] obwohl das Remixalbum erst im April 2001 erschien.

Musik und Liedtexte

Musikalisch ist das Album den Genres Contemporary R&B, Funk, Pop und Rock zuzuordnen. Die fünf Songs Hot Wit U (Nasty Girl Remix), Man ‘O’ War (Remix), Rave In2 the Joy Fantastic, The Greatest Romance Ever Sold und Undisputed (The Moneyapolis Mix) spielte Prince mit zusätzlichen musikalischen Elementen neu ein, die in den entsprechenden Fassungen auf Rave Un2 the Joy Fantastic nicht enthalten sind.[8] Abgesehen von vereinzeltem zusätzlichem Liedtext entsprechen die übrigen Stücke den Versionen des Studioalbums. Die meisten Songs singt Prince melodisch; lediglich Undisputed trägt er im Sprechgesang vor. Neben seinem charakteristischen Falsett nutzt er auch tiefere Stimmlagen.

  1. Rave In2 the Joy Fantastic
    Das Titelstück unterscheidet sich deutlich von der Originalversion und besitzt einen von Techno beeinflussten Beat. Prince änderte zudem den Liedtext, kürzte einzelne Textpassagen und fügte Rap-Elemente ein. Beispielsweise singt er nun: „Alles, was du brauchst, ist ein DJ und der Drang, dich zu bewegen (Bist du bereit?). Wir können die Party starten, willst du nicht grooven?“ anstelle der entsprechenden Textzeile der Albumversion.
  2. Undisputed (The Moneyapolis Mix)
    Für diesen Remix nahm Prince seinen Gesang neu auf und ergänzte weitere Rap-Passagen. Der ursprüngliche Refrain „NPG, get rowdy now“ entfiel; stattdessen fügte Prince neue Textzeilen ein. Die Rap-Parts von Chuck D blieben unverändert.
  3. The Greatest Romance Ever Sold
    Die verlängerte Fassung ist im Wesentlichen ein Zusammenschnitt der Albumversion und des Adam & Eve Remix mit Eve. Der Groove orientiert sich zunächst am Remix und wechselt anschließend zur Albumversion. Ab Minute 4:20 ergänzte Prince neue Gesangsparts, einen geringfügig veränderten Liedtext sowie punktuell modifizierte musikalische Elemente.
  4. Hot Wit U (Nasty Girl Remix)
    Auch diesen Remix nahm Prince neu auf und ergänzte zusätzlichen Liedtext, darunter Passagen aus dem von ihm geschriebenen Song Nasty Girl, der 1982 von seinem Nebenprojekt Vanity 6 veröffentlicht worden war. Der Groove orientiert sich ebenfalls an Nasty Girl; die Rap-Parts von Eve blieben unverändert.
  5. Tangerine
    Auf Rave Un2 the Joy Fantastic endet das von Jazz beeinflusste Stück nach 1:31 Minuten. Auf dem Remixalbum ist hingegen die ursprüngliche Fassung enthalten, die ab diesem Zeitpunkt um ein zusätzliches 42-sekündiges Instrumental ergänzt wird.[9]
  6. So Far So Pleased
    Das Duett mit Gwen Stefani entspricht vollständig der Version auf Rave Un2 the Joy Fantastic.
  7. The Sun, the Moon and Stars
    Das Stück unterscheidet sich nur geringfügig von der Albumversion und enthält am Ende ein um drei Sekunden verlängertes, durch Synthesizer erzeugtes Meeresrauschen.[10]
  8. Man ‘O’ War (Remix)
    Der Remix enthält mit der neu hinzugefügten Textzeile „How did Lenny say: I got to get away, I got to get away“ eine Anspielung auf den Song Fly Away (1998) von Lenny Kravitz. Zudem fügte Prince eine Rap-Passage ein, in der er Donatella Versace erwähnt.
  9. Baby Knows (x-tended)
    Der Song beginnt wie die Albumversion mit dem Mundharmonikaspiel von Sheryl Crow und ist bis Minute 1:49 identisch. Anschließend sind für etwa zehn Sekunden dezente Backing Vocals von Kip Blackshire über Prince’ Gitarrenspiel zu hören. Nach dem regulären Songende kehrt das Stück nach einer kurzen Pause zurück und endet mit einem zusätzlichen 30-sekündigen Instrumental, erneut begleitet von zurückhaltendem Hintergrundgesang Blackshires.[8]
  10. Eye Love U, but Eye Don’t Trust U Anymore
    Die von Prince gespielte Klavierballade mit dezentem Gitarrenspiel von Ani DiFranco blieb unverändert.
  11. Beautiful Strange
    Der einzige neue Titel des Remixalbums ist eine zurückhaltende, klagende Komposition ohne ausgeprägte Melodie. Prince verwischt die Grenzen zwischen R&B-Ballade und Rocksong und kombiniert expressive Gitarrenparts mit einer spärlichen Instrumentierung aus Drumcomputer-Pattern, Synthesizerbass und gezupften Bassgitarren. Der obskure, spirituell geprägte Liedtext thematisiert die Suche nach Antworten sowie die Begrenztheit von Sprache. Im Vergleich zur Version auf dem gleichnamigen Videoalbum unterscheidet sich der Song nur geringfügig; diese enthält ein etwas längeres Gitarren-Intro.[8] Die Veröffentlichung von Madonnas Song Beautiful Stranger (Mai 1999) veranlasste Prince zu einem augenzwinkernden Kommentar auf seiner damaligen Website: „Und sagt dem Mädchen, sie soll aufhören, meine Titel zu stehlen! :)“.[11]
  12. Silly Game
    Die ruhige, von Saiteninstrumenten geprägte Soul-Pop-Komposition entspricht der Albumversion.
  13. Wherever U Go, Whatever U Do
    Auch dieser melodische, gitarrenbetonte Midtempo-Song aus dem Bereich Easy Listening blieb unverändert.
  14. Prettyman
    Der als Hidden Track platzierte Funk-Song ist bis Minute 4:24 identisch mit der Albumversion. Anschließend kehrt der Groove für 1:12 Minuten zurück; Maceo Parker steuert mehrere Saxophonsoli bei. Das Stück endet nach einem Fadeout mit dem Geräusch einer zerbrechenden CD.

Titelliste und Veröffentlichungen

# Titel Dauer „Un2“
1 Rave In2 the Joy Fantastic 5:14 4:19
2 Undisputed (The Moneyapolis Mix) (feat. Chuck D) a 5:45 4:20
3 The Greatest Romance Ever Sold (x-tended) (feat. Eve) b 8:07 5:29
4 Hot Wit U (Nasty Girl Remix) (feat. Eve) 4:23 5:11
5 Tangerine (x-tended) 2:13 1:31
6 So Far, So Pleased (feat. Gwen Stefani) 3:24 identisch
7 The Sun, the Moon and Stars (x-tended) 5:18 5:15
8 Man ‘O’ War (Remix) 5:12 5:14
9 Baby Knows (x-tended) (feat. Sheryl Crow) 3:53 3:18
10 Eye Love U, but Eye Don’t Trust U Anymore (feat. Ani DiFranco) 3:36 identisch
11 Beautiful Strange 4:55 n.v.
12 Silly Game 3:30 identisch
13 Wherever U Go, Whatever U Do 3:17 identisch
14 Prettyman (x-tended) (feat. Maceo Parker) (Hidden Track) 5:36 4:24
Spieldauer: 64:26 Minuten
Autor aller Songs ist Prince
a 
Autor: Prince und Chuck D
b 
Autorin vom Rap: Eve

Rave In2 the Joy Fantastic wurde am 29. April 2001 von Prince veröffentlicht.[8] Das Remixalbum erschien ausschließlich auf CD und war nur vorübergehend über Prince’ damalige Website NPG Music Club.com erhältlich,[12] weshalb die Originalausgabe als Sammlerstück gilt. Auf der Rückseite des Albums befindet sich ein Druckfehler: Der Titel Undisputed (The Moneyapolis Mix) ist dort fälschlich als Undisputed (The Moneyopolis Mix) aufgeführt. Singles wurden aus dem Album nicht ausgekoppelt.

2015 wurde das Album zudem über den Musikstreaming-Dienst Tidal als Download veröffentlicht. Am 26. April 2019 veröffentlichte The Prince Estate das Boxset Ultimate Rave, das sowohl Rave In2 the Joy Fantastic als auch Rave Un2 the Joy Fantastic als Doppel-LP auf lilafarbenem Vinyl enthält. Ergänzt wird das Set durch die Live-DVD Rave Un2 the Year 2000.

Musikvideos

Prince produzierte zwei Musikvideos zu Titeln des Albums: Beautiful Strange und Hot Wit U (Nasty Girl Remix). Das Musikvideo zu Beautiful Strange ist auf dem gleichnamigen Videoalbum enthalten, das am 24. August 1999 ausschließlich auf VHS erschien. Es beginnt mit der Abfahrt von Melanie B in einer schwarzen Stretch-Limousine vom Typ Lincoln Town Car vom Paisley Park Studio, wo sie Prince zuvor interviewt hatte. Obwohl im eigentlichen Video keine Personen zu sehen sind, ergibt sich aus dem Kontext des Videoalbums, dass das Interview beendet ist. Anschließend wird das Video ausschließlich grafisch mittels Computeranimation umgesetzt: Graue Wolken ziehen über einen konstant blauen Himmel, in dessen Verlauf ein Sonnenaufgang erscheint; der Liedtext wird synchron zum Gesang eingeblendet.

Das Musikvideo zu Hot Wit U (Nasty Girl Remix) drehte Prince Ende 1999 im Paisley Park Studio und führte dabei selbst Regie.[13][14] Erneut wirkt die Tänzerin Desray Junca mit, die bereits im Video zu The Greatest Romance Ever Sold zu sehen war. Die Premiere erfolgte am 24. Mai 2000 über den Streamingdienst RealNetworks – rund ein Jahr vor der Veröffentlichung des Remixalbums und wenige Tage nach Prince’ Rückkehr zu seinem ursprünglichen Künstlernamen. Nach der Erstausstrahlung wurde das Video nicht weiter öffentlich verbreitet. Seit 2018 ist es über den offiziellen YouTube-Kanal von The Prince Estate wieder zugänglich.

Coverversionen

Von Titeln des Remixalbums sind vier Coverversionen bekannt;[15][16][17] Maceo Parker veröffentlichte 2000 auf seinem Album Dial: M-A-C-E-O Instrumentalversionen von Baby Knows und The Greatest Romance Ever Sold. 2006 nahm Molly Johnson eine Coverversion von Tangerine auf. Der norwegische Saxophonist Håkon Kornstad veröffentlichte 2008 ebenfalls eine Instrumentalfassung von The Greatest Romance Ever Sold.

Mitwirkende

Musiker

Alle Songs wurden von Prince arrangiert, komponiert, produziert und gesungen. Er spielte zudem sämtliche Musikinstrumente selbst ein; die folgenden Musiker ergänzten die Aufnahmen:[18]

  • Ani DiFrancoAkustische Gitarre in Eye Love U, but Eye Don’t Trust U Anymore
  • Chuck D – „rhyme animal“ in Undisputed (The Moneyapolis Mix)
  • DJ Brother Jules (* 1971; † 2021) – Scratchen in Hot Wit U (Nasty Girl Remix), Prettyman (x-tended), Undisputed (The Moneyapolis Mix)
  • Eve – „rhyme“ in Hot Wit U (Nasty Girl Remix), The Greatest Romance Ever Sold (x-tended)
  • Gwen Stefani – Co-Leadsängerin in So Far, So Pleased
  • Hornheads – Baritonsaxophon, Posaune, Saxophon, Trompete in Hot Wit U (Nasty Girl Remix), Man ‘O’ War (Remix)
  • Kip Blackshire – Backing Vocals in Baby Knows (x-tended), Rave In2 the Joy Fantastic; Vocoder Vox in Undisputed (The Moneyapolis Mix)
  • Kirk Johnson – Schlagzeug in So Far, So Pleased; zusätzliche Perkussions in Man ‘O’ War (Remix)
  • Maceo Parker – Saxophon in Prettyman (x-tended)
  • Marva King – Backing Vocals in Beautiful Strange, So Far, So Pleased
  • Michael Bland – Schlagzeug in Baby Knows (x-tended)
  • Mike Scott – Rhythmusgitarrist in Beautiful Strange, The Greatest Romance Ever Sold (x-tended)
  • Rhonda Smith – Akustische Bassgitarre in Tangerine (x-tended); E-Bass in So Far, So Pleased
  • Sheryl Crow – Co-Leadsängerin und Mundharmonika in Baby Knows (x-tended)

Technisches Personal

  • Prince – Arrangements der Hörner, Mixing, Programming der Drumcomputer, Toningenieur
  • Arne Frager – Toningenieur für The NPG Orchestra
  • Clare Fischer – Arrangements und Dirigieren von The NPG Orchestra in Man ‘O’ War (Remix), Silly Game, The Sun, the Moon and Stars (x-tended)
  • Daniel Krieger (als „Kr“) – Lacquer Cut-Mastering der Vinyl-Ausgabe 2019
  • Femi Jiya – Toningenieur-Assistenz im Song Rave In2 the Joy Fantastic
  • Hans-Martin Buff – Bearbeitung, Mixing, Toningenieur und zusätzliche Special FX im Song Rave In2 the Joy Fantastic
  • Jeff Shannon – Toningenieur-Assistenz für The NPG Orchestra
  • Kirk Johnson – Programming der Drumcomputer in Beautiful Strange, Hot Wit U (Nasty Girl Remix), Man ‘O’ War (Remix), Prettyman (x-tended), The Greatest Romance Ever Sold (x-tended), Undisputed (The Moneyapolis Mix)
  • Michael B. Nelson – Arrangements der Hörner
  • Steve Mandel – Toningenieur-Assistenz in Baby Knows (x-tended) und So Far, So Pleased
  • Steve Parke – Albumdesign, Artdirector, Fotografie
  • Victor Carrillo – Toningenieur-Assistenz für The NPG Orchestra

Tournee

Hit N Run Tour 2001
von Prince
Präsentationsalbum keines
Anfang der Tournee 14. April 2001
Ende der Tournee 6. Mai 2001
Konzerte insgesamt
(nach Kontinent)
1 in Nordamerika
Konzerte insgesamt 13
Show Acts Milenia
Chronologie
New Power Soul Tour
(1998)
Hit N Run Tour 2001 A Celebration (2001)

Prince setzte seine Hit-N-Run-Tour am 14. April 2001 im Atlanta Civic Center in Atlanta (Georgia) fort und beendete sie am 6. Mai 2001 im Sacramento Memorial Auditorium in Sacramento (Kalifornien). Die ausschließlich in den Vereinigten Staaten durchgeführte Tournee umfasste 13 Konzerte; die Zuschauerkapazität der Veranstaltungsorte lag zwischen 1.500 und 8.000 Plätzen.[19]

Als Vorgruppe trat zunächst für etwa 20 Minuten die aus vier Schwestern bestehende Girlgroup „Milenia“ auf, die auch Backing Vocals auf dem Album The Rainbow Children (2001) beigesteuert hatte. Anschließend spielte für rund 40 Minuten die Funkband „Fonky Bald Heads“, deren Schlagzeuger Kirk Johnson sowohl Gründungs- als auch damaliges Mitglied von The New Power Generation war. Prince folgte mit einem 90- bis 120-minütigen Auftritt, präsentierte jedoch keine Songs aus Rave In2 the Joy Fantastic. Seine Begleitband bestand aus folgenden Musikern:[19]

  • Geneva (* 3. Januar 1977 als Tomasina Parrott in Calabasas (Kalifornien), seit 2006 mit Larenz Tate verheiratet) – Backing Vocals, Tänzerin
  • John Blackwell (* 1973; † 2017) – Schlagzeug
  • Kip Blackshire – Backing Vocals, Keyboard
  • Mike Scott – Backing Vocals, Rhythmusgitarrist
  • Milenia (Malikah White, Mikki White, Niyoki White und Tia White) – Backing Vocals
  • Morris Hayes – Backing Vocals, Keyboard
  • NajeeFlöte, Saxophon
  • Rhonda Smith – Backing Vocals, E-Bass

Während der Tour absolvierte Prince zwei Aftershows. Die erste fand am 26. April 2001 im Club Bricks in Salt Lake City (Utah) statt; als Gastmusiker trat Maceo Parker auf. Die zweite Aftershow spielte Prince drei Tage später – am Erscheinungstag von Rave In2 the Joy Fantastic – im Fillmore Auditorium in San Francisco (Kalifornien). Als musikalische Gäste wirkten Larry Graham, Rosie Gaines und Sheila E. mit.[12] Der Auftritt markierte den letzten gemeinsamen Liveauftritt von Gaines und Prince.

Rezensionen

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im Jahr 2001 stieß Rave In2 the Joy Fantastic auf nur geringes Interesse der Massenmedien, da das Remixalbum nicht regulär im freien Handel erhältlich war. Zwar wird es in mehreren Publikationen über Prince erwähnt, ausführliche Rezensionen sind dort jedoch selten. Erst nach Prince’ Tod im April 2016 wurde das Album vereinzelt von Musikkritikern besprochen und überwiegend negativ bewertet.

Iman Lababedi von der Website Rock NYC.com vergab die Note „B“ (bei „A“ als Bestnote). Er bezeichnete die Veröffentlichung des Remixalbums als „keine schlechte Idee“, da es seiner Ansicht nach überzeugender als Rave Un2 the Joy Fantastic sei. Insbesondere die Fassungen von Baby Knows (x-tended) und Man ‘O’ War (Remix) würden das Tempo steigern; Beautiful Strange wertete er als „gelungene Ergänzung“. Gleichzeitig äußerte Lababedi Zweifel daran, dass das Album von Hörern als „Meisterwerk“ wahrgenommen werde.[20]

Der britische Musikjournalist und Prince-Biograf Jason Draper äußerte sich zurückhaltend positiv. Er bezeichnete das Album als „geringfügig interessanter“ als Rave Un2 the Joy Fantastic und beschrieb Beautiful Strange als eine „düstere Klanglandschaft“, die an einige der experimentelleren Momente von Come (1994) erinnere.[21]

Kritischer äußerte sich der britische Musikjournalist und Prince-Autor Matt Thorne. Zwar hob er Beautiful Strange als einen der stärkeren Prince-Titel hervor, dessen Wirkung vor allem auf dem Gitarrenspiel beruhe. Die verlängerte Version von The Greatest Romance Ever Sold sowie der Remix von Hot Wit U überzeugten ihn hingegen nicht. Das Titelstück bezeichnete Thorne als „grauenvoll“, da es seiner Ansicht nach „die Magie des Originals zerstöre“. Zudem äußerte er Enttäuschung darüber, dass Prince seine Coverversion von Everyday Is a Winding Road nicht in die Titelliste aufgenommen hatte.[22]

Kommerzieller Erfolg

Chartplatzierungen

Im Jahr 2001 erreichte Rave In2 the Joy Fantastic keine Platzierungen in den internationalen Musikcharts, da das Remixalbum ausschließlich über Prince’ damalige Website NPG Music Club.com vertrieben wurde. Erst im Zuge der erneuten Veröffentlichung im Jahr 2019 konnte sich das Album in mehreren Hitparaden platzieren; unter anderem erreichte es Rang 91 in Belgien. In der erweiterten Fassung als Bestandteil des Boxsets Ultimate Rave erreichte es Platz 57 in Spanien, Platz 85 in den Niederlanden sowie Rang 155 in Frankreich.

Musikverkäufe

Die weltweiten Verkaufszahlen von Rave In2 the Joy Fantastic werden auf rund 20.000 Exemplare geschätzt.[23]

Literatur

  • Alex Hahn: Besessen – Das turbulente Leben von Prince. Hannibal Verlag, Höfen 2016, ISBN 978-3-85445-610-0.
  • Benoît Clerc: Prince – Alle Songs: Die Geschichten hinter den Tracks. Delius Klasing Verlag; 1. Auflage 2023, ISBN 978-3-667-12537-8.
  • Jason Draper: Prince – Life & Times (Revised & Updated Edition). Chartwell Books, New York 2016, ISBN 978-0-7858-3497-7.
  • Matt Thorne: Prince – Die Biografie. Edel Germany GmbH, Hamburg, 2017, ISBN 978-3-8419-0523-9.
  • Mayte Garcia: The Most Beautiful Girl: Mein Leben mit Prince. mvg Verlag Originalausgabe 2017, München 2018, ISBN 978-3-86882-897-9.
  • Ronin Ro: Prince – Inside the Music and the Masks. St. Martin’s Press, New York 2011, ISBN 978-0-312-38300-8.
  • Steve Parke: Picturing Prince. Cassell Octopus Publishing Group Ltd, London 2017, ISBN 978-1-84403-959-3.
  • Uptown: The Vault – The Definitive Guide to the Musical World of Prince. Nilsen Publishing, Linköping 2004, ISBN 91-631-5482-X.

Einzelnachweise

  1. Uptown (2004), S. 244.
  2. Ro (2016), S. 304.
  3. Hahn (2016), S. 321.
  4. Clerc (2023), S. 388.
  5. Parke (2017), S. 196.
  6. Garcia (2017), S. 353–354.
  7. Begleitheft der CD Rave In2 the Joy Fantastic, NPG Records, 1999/2000
  8. a b c d Uptown (2004), S. 416.
  9. Tangerine. In: princevault.com. 10. Oktober 2024, abgerufen am 6. Februar 2025 (englisch).
  10. The Sun, the Moon and Stars. In: princevault.com. 10. Oktober 2024, abgerufen am 6. Februar 2025 (englisch).
  11. Beautiful Strange. In: princevault.com. 10. Oktober 2024, abgerufen am 6. Februar 2025 (englisch).
  12. a b Uptown (2004), S. 263.
  13. Uptown (2004), S. 250.
  14. Uptown (2004), S. 250.
  15. Prince auf Cover.Info
  16. [https://secondhandsongs.com/artist/437 Prince] auf SecondHandSongs
  17. Prince auf WhoSampled
  18. Begleitheft der CD Rave In2 the Joy Fantastic von Prince, NPG Records, 2001
  19. a b Uptown (2004), S. 262.
  20. Iman Lababedi: Prince’s Rave In2 The Joy Fantastic Reviewed. In: rocknyc.live. 3. November 2016, abgerufen am 6. Februar 2025 (englisch).
  21. Draper (2016), S. 149.
  22. Thorne (2017), S. 356.
  23. Guillaume Vieira: Part 3 – EPs, Lives, Boxes, Non-traditional Studio albums. In: chartmasters.org. 4. Oktober 2018, abgerufen am 12. März 2025 (englisch).