Leiten (Gemeinde Frauenstein)

Leiten (Zerstreute Häuser)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Frauenstein  (KG Leiten, Pfannhof)
Koordinaten 46° 50′ 47″ N, 14° 20′ 27″ Of1
Höhe 800 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 26 (1. Jän. 2025)
Gebäudestand 12 (1. Jän. 2021f1)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01448

Stöffale, Leiten Nr. 9
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS
f0
f0
26

Leiten ist ein Ort im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Heute versteht man darunter nur die Ortschaft der Gemeinde Frauenstein mit 26 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025[1]); früher wurden auch einige Höfe benachbarter Gemeinden zu dem Ort gezählt.

Lage

Die Ortschaft liegt im Norden der Gemeinde Frauenstein, in den Wimitzer Bergen, auf dem Gebiet der Katastralgemeinden Leiten und Pfannhof. Die Streusiedlung erstreckt sich über eine Länge von etwa 4 Kilometern und liegt überwiegend auf steilen, sonnseitigen Hängen über der Wimitz.

An der Auffahrt von der Wimitz nach Pirka liegen die Höfe Klösch (oder Klesch; Haus Nr. 3), Höflinger (Nr. 6), Jackel (Nr. 5) und Haus Nr. 4; die letztern beiden gehörten bis 2009 zur Gemeinde Mölbling. Am Abhang südsüdöstlich von Pirka befindet sich in Einzellage ein landwirtschaftliches Nebengebäude, das von Drasenberg aus erreichbar ist; hier befand sich früher das Haus Brückler (Nr. 2).

Über eine Zufahrt, die von der Ortschaft Wimitz in der Nähe des Wimitzwirts auf die Leiten führt, sind die Häuser Stöffale (früher Asel; Nr. 9), Steinbauer (Nr. 11), Keuschenbauer (Nr. 12), Haus Nr. 13 und Wurmitzer (Nr. 16) erreichbar. Nahe an der Straße, die aus dem Tal der Wimitz nach Gwadnitz und Zabersdorf führt, liegen nebeneinander die Häuser Raus (Nr. 14) und Nr. 15. Nur vom zur Gemeinde Mölbling gehörenden Ort Ringberg aus erreichbar ist das Haus Neuraiter (Nr. 24). Schattseitig, weiter im Norden, vom Bergwerksgraben her erreichbar, ist das Haus Putterer (Nr. 20).

Geschichte

Viele der Einwohner der kleinen Keuschen waren im 19. Jahrhundert in der Eisenindustrie in der Wimitz beschäftigt.[2] Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam die heutige Ortschaft Leiten an die Gemeinde Pfannhof. Nach deren Auflösung 1899 gehörte der Großteil des Orts zur Gemeinde Kraig. Ein kleiner Teil des Orts kam damals an die Gemeinde Meiselding. Nachdem 1925 die Gemeinde Kraig Gebiete an die Gemeinde Pisweg abgetreten hatte, wies auch die Gemeinde Pisweg eine Ortschaft Leiten aus; diese umfasste die schattseitig oberhalb des Bergwerksgrabens gelegenen (ehemaligen) Höfe Grimelbauer und Draxler.[3] Der Pisweger (seit 1973 zur Gemeinde Gurk gehörende) Anteil an Leiten fiel der Land- und Höhenflucht zum Opfer, hier bestehen schon seit Jahrzehnten keine Höfe mehr. Der Meiseldinger Anteil an Leiten kam 1973 an die Gemeinde Mölbling, wurde dort aber als Teil der Ortschaft Pirka geführt.

2009 wurde die Grenze zwischen den Katastralgemeinden Meiselding und Pfannhof bzw. zwischen den Gemeinden Mölbling und Frauenstein geändert: 2 Häuser (bis dahin Pirka Nr. 5 und 6) mit 8 Einwohnern, die bis dahin zur Mölblinger Ortschaft Pirka gehört hatten, kamen dadurch an die Gemeinde Frauenstein und werden dort seither wieder als Teil der Ortschaft Leiten (Leiten Nr. 4 und 5) geführt.[4]

Bevölkerungsentwicklung

  • 1869: 28 Häuser, 171 Einwohner (Gde. Pfannhof)[5]
  • 1880: 30 Häuser, 136 Einwohner (Gde. Pfannhof)[6]
  • 1890: 23 Häuser, 162 Einwohner (Gde. Pfannhof)[7]
  • 1900: 19 Häuser, 123 Einwohner (Gde. Pfannhof)[8]
  • 1910: 22 Häuser, 139 Einwohner (Gde. Kraig: 21 Häuser, 132 Einwohner; Gde. Meiselding: 1 Haus, 7 Einwohner)[9]
  • 1923: 22 Häuser, 108 Einwohner (Gde. Kraig: 20 Häuser, 94 Einwohner; Gde. Pisweg: 1 Haus, 10 Einwohner; Gde. Meiselding: 1 Haus, 4 Einwohner)[10]
  • 1934: 109 Einwohner (Gde. Kraig: 100 Einwohner; Gde. Pisweg: 7 Einwohner; Gde. Meiselding: 2 Einwohner)[11]
  • 1961: 15 Häuser, 65 Einwohner (Gde. Kraig: 13 Häuser, 61 Einwohner; Gde. Pisweg: 1 Haus, 3 Einwohner; Gde. Meiselding: 1 Haus, 1 Einwohner)[12]
  • 2001: 11 Gebäude (davon 9 mit Hauptwohnsitz) mit 11 Wohnungen; 36 Einwohner und 1 Nebenwohnsitzfall; 10 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 8 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (Gde. Frauenstein)[13]
  • 2011: 12 Gebäude, 33 Einwohner, 12 Haushalte, 2 Arbeitsstätten (Gde. Frauenstein)[14]
  • 2021: 12 Gebäude, 30 Einwohner, 13 Haushalte, 5 Arbeitsstätten (Gde. Frauenstein)[15]

Die Ergebnisse sind in den letzten Jahrzehnten nur bedingt miteinander vergleichbar: durch eine Änderung der Gemeindegrenzen wuchs die Ortschaft 2009 um 2 Häuser mit 8 Einwohnern.

Commons: Leiten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Anton Wieser: Frauenstein: Kultur, Geschichte, Brauchtum. Kraig, 2011. S. 88.
  3. Versteigerungsedikt. In: Klagenfurter Zeitung, 21. Oktober 1933, S. 4 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/kfz
  4. Statistik Austria: Änderungen in der Verwaltungsgliederung 2002 bis 2011.
  5. K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 75.
  6. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 59.
  7. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 59.
  8. K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 78.
  9. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 40.
  10. Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 15, 16, 17.
  11. handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 15, 16, 17.
  12. Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 255, 256.
  13. Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 98.
  14. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 39.
  15. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 34.