Katastralgemeinde Pfannhof
| Pfannhof (Katastralgemeinde) | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | St. Veit an der Glan (SV), Kärnten | |
| Gerichtsbezirk | Sankt Veit an der Glan | |
| Pol. Gemeinde | Frauenstein | |
| Koordinaten | 46° 49′ 25″ N, 14° 23′ 6″ O | |
| Fläche d. KG | 2,27 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Katastralgemeindenummer | 74521 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS | ||
Die Katastralgemeinde Pfannhof ist eine von acht Katastralgemeinden der Gemeinde Frauenstein im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten, Österreich. Sie hat eine Fläche von 227,22 ha (Stand 31. Dezember 2023[1]) und umfasst somit lediglich ein Vierzigstel der Fläche der Gemeinde Frauenstein. Am 1. Jänner 2024 lebten in der Katastralgemeinde 34 Personen, das entsprach weniger als 1 % der Einwohnerzahl der gesamten Gemeinde.[2]
Die Katastralgemeinde gehört zum Sprengel des Vermessungsamtes Klagenfurt.
Lage
Die Katastralgemeinde Pfannhof liegt am Ostrand der Gemeinde Frauenstein, im St. Veiter Hügelland. Die Katastralgemeinde grenzt im Norden an die Katastralgemeinde Meiselding, im Osten an die Katastralgemeinde Dielach, im Süden und Westen an die Katastralgemeinde Kraig und im Nordwesten an die Katastralgemeinde Leiten.
Ortschaften
Auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Pfannhof liegen die Ortschaften Pfannhof und Weidenau sowie Teile der Ortschaften Leiten und Breitenstein, vor 2009 auch ein Teil von Drasenberg.
Am 1. April 2020 umfasste die Katastralgemeinde 13 Adressen.[3]
Vermessungsamt-Sprengel
Die Katastralgemeinde Pfannhof gehört seit 1. Jänner 1998 zum Sprengel des Vermessungsamtes Klagenfurt. Davor war sie Teil des Sprengels des Vermessungsamtes St. Veit an der Glan.
Geschichte
Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Kärntner Steuergemeinden (später: Katastralgemeinden) gebildet und Steuerbezirken zugeordnet. Die Steuergemeinde Pfannhof wurde Teil des Steuerbezirks Karlsberg.
Die Größe der Katastralgemeinde Pfannhof wurde 1854 mit 435 Österreichischen Joch und 662 Klaftern (ca. 2,51 km², also etwa ein Zehntel größer als heute) angegeben; damals lebten 101 Personen auf dem Gebiet der Katastralgemeinde.[4]
Im Zuge der Reformen nach der Revolution 1848/49 wurden in Kärnten die Steuerbezirke aufgelöst und Ortsgemeinden bzw. politische Gemeinden gebildet, die jeweils das Gebiet einer oder mehrerer Steuergemeinden umfassten. Die Katastralgemeinde Pfannhof kam an die politische Gemeinde Pfannhof. 1899 wurde die Gemeinde Pfannhof aufgelöst; die Katastralgemeinde Pfannhof kam an die damals neu gegründete Gemeinde Kraig. 1973, bei Auflösung der Gemeinde Kraig, kam die Katastralgemeinde Pfannhof an die Gemeinde Frauenstein.
Mit Wirkung vom 1. Jänner 2009 kam es zu einem Gebietstausch zwischen den Gemeinden Frauenstein und Mölbling bzw. zwischen den Katastralgemeinden Pfannhof und Meiselding: 2 Häuser (bis dahin Pirka Nr. 5 und 6) mit 8 Einwohnern, die zur Mölblinger Ortschaft Pirka gehört hatten, kamen dadurch an die Katastralgemeinde Pfannhof und werden seither als Teil der Ortschaft Leiten (Leiten Nr. 4 und 5) geführt. Andererseits wurden Teile der Katastralgemeinde Pfannhof an die Katastralgemeinde Meiselding abgetreten, so dass seither der gesamte Ort Drasenberg zur Gemeinde Meiselding gehört.[5]
Die Katastralgemeinde Pfannhof gehörte ab 1850 zum politischen Bezirk St. Veit an der Glan und zum Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan. 1854 bis 1868 gehörte sie zum Gemischten Bezirk St. Veit. Seit der Reform 1868 ist sie wieder Teil des politischen Bezirks St. Veit an der Glan und des Gerichtsbezirks St. Veit an der Glan.[6]
Einzelnachweise
- ↑ Regionalinformation 31.12.2023.zip, bev.gv.at (1.119 kB, 0003450398_100_Verwaltungseinheiten_KG_2023.csv); abgerufen am 20. Jänner 2025
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 01.01.2024 nach Katastralgemeinden.
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Landes-Regierungsblatt für das Kronland Herzogthum Kärnten. Jahrgang 1854, 2. Abteilung, IV. Stück. Klagenfurt 1854. S. 25.
- ↑ Statistik Austria: Änderungen in der Verwaltungsgliederung 2002 bis 2011.
- ↑ Joachim Adolf Walter: Die territoriale Entwicklung der Gerichtsbarkeit und Verwaltung in Kärnten, Krain und dem Küstenland zwischen 1848 und 2013. Graz, Univ., Dipl.-Arb., 2013.