Katastralgemeinde Steinbichl

Steinbichl (Katastralgemeinde)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Frauenstein
Koordinaten 46° 48′ 2″ N, 14° 13′ 11″ Of1
Fläche d. KG 23,53 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Katastralgemeindenummer 74532
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS

Die Katastralgemeinde Steinbichl ist eine von acht Katastralgemeinden der Gemeinde Frauenstein im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten, Österreich. Sie hat eine Fläche von 2.352,75 ha (Stand 31. Dezember 2023[1]) und umfasst somit ein Viertel der Fläche der Gemeinde Frauenstein. Am 1. Jänner 2024 lebten in der Katastralgemeinde 191 Personen, das entsprach nur 5 % der Einwohnerzahl der gesamten Gemeinde.[2]

Die Katastralgemeinde gehört zum Sprengel des Vermessungsamtes Klagenfurt.

Lage

Die Katastralgemeinde Steinbichl liegt im äußersten Westen der Gemeinde Frauenstein, in den Wimitzer Bergen. Sie grenzt im Norden an die Katastralgemeinden Wullroß und Gruska, im Osten an die Katastralgemeinde Dörfl, im Süden an die Katastralgemeinden Schaumboden, Sörgerberg, Rasting und Zirkitz und im Westen an die Katastralgemeinden Hafenberg und Neusteuerberg.

Ortschaften

Auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Steinbichl liegen die Ortschaften Grua, Innere Wimitz, Kreuth, Stammerdorf und Steinbichl, der Großteil der Ortschaft Predl und ein kleiner Teil der Ortschaft Gray.

Am 1. April 2020 umfasste die Katastralgemeinde 101 Adressen.[3]

Vermessungsamt-Sprengel

Die Katastralgemeinde Steinbichl gehört seit 1. Jänner 1998 zum Sprengel des Vermessungsamtes Klagenfurt. Davor war sie Teil des Sprengels des Vermessungsamtes St. Veit an der Glan.

Geschichte

Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Kärntner Steuergemeinden (später: Katastralgemeinden) gebildet und Steuerbezirken zugeordnet. Die Steuergemeinde Steinbichl wurde Teil des Steuerbezirks Kraig und Nußberg. Die Größe der Katastralgemeinde Steinbichl wurde 1854 mit 4044 Österreichischen Joch und 740 Klaftern (ca. 23,27 km², also etwa ¼ km² weniger als die heutige Größe) angegeben; damals lebten 381 Personen auf dem Gebiet der Katastralgemeinde.[4]

Im Zuge der Reformen nach der Revolution 1848/49 wurden in Kärnten die Steuerbezirke aufgelöst und Ortsgemeinden bzw. politische Gemeinden gebildet, die jeweils das Gebiet einer oder mehrerer Steuergemeinden umfassten. Die Katastralgemeinde Steinbichl kam an die politische Gemeinde Schaumboden. Seit der Auflösung der Gemeinde Schaumboden 1973 gehört die Katastralgemeinde Steinbichl zur Gemeinde Frauenstein.

Die Katastralgemeinde Steinbichl gehörte ab 1850 zum politischen Bezirk St. Veit an der Glan und zum Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan. 1854 bis 1868 gehörte sie zum Gemischten Bezirk St. Veit. Seit der Reform 1868 ist sie wieder Teil des politischen Bezirks St. Veit an der Glan und des Gerichtsbezirks St. Veit an der Glan.[5]

Einzelnachweise

  1. Regionalinformation 31.12.2023.zip, bev.gv.at (1.119 kB, 0003450398_100_Verwaltungseinheiten_KG_2023.csv); abgerufen am 20. Jänner 2025
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 01.01.2024 nach Katastralgemeinden.
  3. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. Landes-Regierungsblatt für das Kronland Herzogthum Kärnten. Jahrgang 1854, 2. Abteilung, IV. Stück. Klagenfurt 1854. S. 25.
  5. Joachim Adolf Walter: Die territoriale Entwicklung der Gerichtsbarkeit und Verwaltung in Kärnten, Krain und dem Küstenland zwischen 1848 und 2013. Graz, Univ., Dipl.-Arb., 2013.