Steinbichl (Gemeinde Frauenstein)

Steinbichl (Zerstreute Häuser)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Frauenstein  (KG Steinbichl)
Koordinaten 46° 48′ 28″ N, 14° 13′ 55″ Of1
Höhe 1070 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 87 (1. Jän. 2025)
Gebäudestand 34 (1. Jän. 2021f1)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01676

Steinbichl
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS
f0
f0
87

Steinbichl ist eine Ortschaft in der Gemeinde Frauenstein im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts bestand der Ort aus zwei Ortschaften. Steinbichl hat 87 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025[1]).

Lage

Die Ortschaft liegt in den Wimitzer Bergen, im Nordwesten der Gemeinde Frauenstein, in der Katastralgemeinde Steinbichl, am nördlichen Abhang des Schneebauerbergs.

Mit der Pfarrkirche bildeten der Pfarrhof (Haus Nr. 1) und die Häuser Krammerkeusche (Nr. 2), Trattenkeusche (Nr. 4) und Lindner (Nr. 40) einen kleinen Weiler. Durch neuere Bauten (Ehrenheim, Nr. 21; Volksschule, Nr. 26; Neuwirt, Nr. 42; Neusiedler, Nr. 44; Nr. 38, 39, 48, 50) ist dieser Kirchweiler nach Norden hin mit den Höfen Wernighube (Nr. 5), Uhle (Nr. 6) und Keuschenpeter (Nr. 11) zusammengewachsen. Etwas weiter nördlich liegen Auswarthube (Nr. 7) und Pogatschnighube (Nr. 8). Abseits davon, im Graben an der Wimitz, ist die Karlhube (auch Josl in der Wimitz, Nr. 20).

Westlich des Ortskerns, in Richtung Zojach, liegen in Streulage Gruberhube (Nr. 12), Greyerhube (Nr. 14), Joslhube (Nr. 15) und Greier-Eden (auch Edner, Nr. 17). Etwa ½ km südwestlich der Kirche befindet sich eine Siedlung aus neueren Bauten, teils Ferienhäusern (Retzbauer, Nr. 22; Nr. 24, 32, 43, 46, 49).

Östlich des Ortskerns sind in Streulage die Höfe Talheimer (Nr. 16), Werzerhübl (Nr. 30), Gurhube (Nr. 35), Bartlhube (Nr. 36). Schusterkeusche (Nr. 37, daneben Nr. 25 und 45) und Waldheim (Nr. 41).

Weiter im Osten gehörte früher der Eggenbauer zu Steinbichl (als Nr. 31), gehört mittlerweile jedoch zur Ortschaft Stammerdorf. Auch die Höfe Buchmann, Piere und Maritschnig gehörten früher zu Steinbichl, heute jedoch zur Ortschaft Predl. Einzig die Pollawitzerhube wird in dieser Gegend immer noch zur Ortschaft Steinbichl (Nr. 33) gezählt.

Geschichte

Steinpuchel wird 1249 urkundlich erwähnt. Von einer im ausgehenden Mittelalter genannten Burg sind keine Reste mehr übrig. Die Pfarrkirche wird erst im 15. Jahrhundert genannt; der Bau ist aber deutlich älter.

Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam Steinbichl an die Gemeinde Schaumboden. Der Ort bestand damals aus zwei Ortschaften: Steinbichl und Steinbichl in Einzelnen Häusern im Osten. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird nur mehr e i n e Ortschaft geführt.

Seit der Kärntner Gemeindestrukturreform von 1973 gehört Steinbichl zur Gemeinde Frauenstein. Ende des 20. Jahrhunderts wurden einige Häuser im Osten von Steinbichl an die Ortschaften Stammerdorf und Predl übertragen.

Bevölkerungsentwicklung

Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:

  • 1869: 36 Häuser, 234 Einwohner
    • Ortschaft Steinbichl 25 Häuser, 154 Einwohner; Ortschaft Steinbichl Zerstreute Häuser 11 Häuser, 80 Einwohner[2]
  • 1880: 37 Häuser, 220 Einwohner
    • Ortschaft Steinbichl (Dorf) 26 Häuser, 138 Einwohner; Ortschaft Steinbichl (Rotte) 11 Häuser, 82 Einwohner[3]
  • 1890: 35 Häuser, 199 Einwohner
    • Ortschaft Steinbichl (Dorf) 24 Häuser, 132 Einwohner; Ortschaft Steinbichl (zerstreute Häuser) 11 Häuser, 67 Einwohner[4]
  • 1900: 37 Häuser, 217 Einwohner
    • Ortschaft Steinbichl Dorf 26 Häuser, 149 Einwohner; Ortschaft Steinbichl 11 Häuser, 68 Einwohner[5]
  • 1910: 35 Häuser, 209 Einwohner
    • Ortschaft Steinbichl; davon Weiler 4 Häuser, 22 Einwohner, Streusiedlung 31 Häuser, 187 Einwohner[6]
  • 1923: 34 Häuser, 218 Einwohner[7]
  • 1934: 199 Einwohner[8]
  • 1961: 37 Häuser, 180 Einwohner
    • Ortschaft Steinbichl; davon Weiler 3 Häuser, 3 Einwohner, Streusiedlung 34 Häuser, 177 Einwohner[9]
  • 2001: 37 Gebäude (davon 37 mit Hauptwohnsitz) mit 37 Wohnungen; 72 Einwohner und 11 Nebenwohnsitzfälle; 27 Haushalte; 1 Arbeitsstätte, 15 land- und forstwirtschaftliche Betriebe[10]
  • 2011: 35 Gebäude, 78 Einwohner, 27 Haushalte, 2 Arbeitsstätten[11]
  • 2021: 34 Gebäude, 83 Einwohner, 27 Haushalte, 8 Arbeitsstätten[12]
Commons: Steinbichl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 77.
  3. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 60.
  4. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 61.
  5. K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 82.
  6. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 43.
  7. Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 18.
  8. handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 18.
  9. Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 257.
  10. Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 99.
  11. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 39.
  12. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 34.