Steinbrücken (Gemeinde Frauenstein)
| Steinbrücken (Rotte) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | St. Veit an der Glan (SV), Kärnten | |
| Gerichtsbezirk | Sankt Veit an der Glan | |
| Pol. Gemeinde | Frauenstein (KG Kraig) | |
| Koordinaten | 46° 47′ 54″ N, 14° 23′ 25″ O | |
| Höhe | 520 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 5 (1. Jän. 2025) | |
| Gebäudestand | 3 (1. Jän. 2021) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 01454 | |
| Steinbrücken, Nr. 1 und 2 | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS | ||
Steinbrücken ist eine Ortschaft in der Gemeinde Frauenstein im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat 5 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025[1]). Bis 1973 gehörte ein Teil des Orts zur Gemeinde St. Georgen am Längsee.
Lage
Die Ortschaft liegt am Ostrand der Gemeinde Frauenstein, in der Katastralgemeinde Kraig, an der Wimitz, etwa 2 ½ km südöstlich des Gemeindehauptorts Kraig, und knapp 5 km nordöstlich des Zentrums der Bezirkshauptstadt St. Veit an der Glan.
Zum Ort gehören die Häuser Wirth (Steinbruckenwirt, Haus Nr. 1), Pörlinghofersäge (Nr. 2), und ehemalige Nebengebäude des zum Nachbarort Wimitzstein gehörenden Schlösschens, das auch Kumitschhof genannt wurde (Nr. 3 und 4).
Geschichte
Zumindest ab dem frühen 18. Jahrhundert gab es in Steinbrücken ein Wirtshaus und eine Brauerei.
Die Grenze zwischen den Katastralgemeinden Kraig und Goggerwenig verlief zunächst entlang der Wimitz mitten durch Steinbrücken. So kam bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts der rechts der Wimitz liegende Teil des Orts an die Gemeinde Pfannhof (und bei deren Auflösung 1899 an die Gemeinde Kraig), der links der Wimitz liegende Teil des Orts kam an die Gemeinde St. Georgen am Längsee. 1895 wurde ein neues Brauereigebäude errichtet. Der Brauereibetrieb wurde 1927 eingestellt, auch wenn die Brauerei 1930 von Gösser aufgekauft wurde.[2] Auch der Betrieb der Pörlinghofersäge wurde schon vor dem Zweiten Weltkrieg eingestellt.
Im Zuge der Gemeindestrukturreform 1973 ging die Gemeinde Kraig in der neuen Gemeinde Frauenstein auf. Gleichzeitig wurde im Bereich des Orts Steinbrücken die Gemeindegrenze von der Wimitz gerade so weit nach Osten hin verlegt, dass seither der gesamte Ort zur Gemeinde Frauenstein gehört.
Bevölkerungsentwicklung
Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:
- 1869: 4 Häuser, 35 Einwohner
- Gde. Pfannhof: 1 Haus, 15 Einwohner; Gde. St. Georgen am Längsee: 3 Häuser, 20 Einwohner[3]
- 1880: 5 Häuser, 42 Einwohner
- Gde. Pfannhof: 1 Haus, 25 Einwohner; Gde. St. Georgen am Längsee: 4 Häuser, 17 Einwohner[4]
- 1890: 4 Häuser, 30 Einwohner
- Gde. Pfannhof: 1 Haus, 19 Einwohner; Gde. St. Georgen am Längsee: 3 Häuser, 11 Einwohner[5]
- 1900: 3 Häuser, 40 Einwohner
- Gde. Kraig: 1 Haus, 22 Einwohner; Gde. St. Georgen am Längsee: 2 Häuser, 18 Einwohner[6]
- 1910: 4 Häuser, 30 Einwohner
- Gde. Kraig: 1 Haus, 19 Einwohner; Gde. St. Georgen am Längsee: 3 Häuser, 11 Einwohner[7]
- 1923: 4 Häuser, 26 Einwohner
- Gde. Kraig: 1 Haus, 13 Einwohner; Gde. St. Georgen am Längsee: 3 Häuser, 13 Einwohner[8]
- 1934: 31 Einwohner
- Gde. Kraig: 16 Einwohner; Gde. St. Georgen am Längsee: 15 Einwohner[9]
- 1961: 3 Häuser, 15 Einwohner
- Gde. Kraig: 1 Haus, 6 Einwohner; Gde. St. Georgen am Längsee: 2 Häuser, 9 Einwohner[10]
- 2001: 4 Gebäude (davon 2 mit Hauptwohnsitz) mit 3 Wohnungen; 8 Einwohner und 1 Nebenwohnsitzfall; 2 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 2 land- und forstwirtschaftliche Betriebe[11]
- 2011: 3 Gebäude, 8 Einwohner, 3 Haushalte, 0 Arbeitsstätten[12]
- 2021: 3 Gebäude, 5 Einwohner, 2 Haushalte, 2 Arbeitsstätten[13]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Achtzig Jahre Gösser Bier. In: Neues Wiener Tagblatt. Demokratisches Organ / Neues Wiener Abendblatt. Abend-Ausgabe des („)Neuen Wiener Tagblatt(“) / Neues Wiener Tagblatt. Abend-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes / Wiener Mittagsausgabe mit Sportblatt / 6-Uhr-Abendblatt / Neues Wiener Tagblatt. Neue Freie Presse – Neues Wiener Journal / Neues Wiener Tagblatt, 21. Dezember 1940, S. 11 (online bei ANNO).
- ↑ K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 71, 75.
- ↑ K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 57, 59.
- ↑ K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 58, 59.
- ↑ K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 76, 78.
- ↑ Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 40, 42.
- ↑ Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 16, 18.
- ↑ handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 16, 18.
- ↑ Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 256, 257.
- ↑ Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 99.
- ↑ Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014.
- ↑ Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 34.