Graßdorf (Gemeinde Frauenstein)

Graßdorf (Dorf)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Frauenstein  (KG Grasdorf)
Koordinaten 46° 45′ 46″ N, 14° 19′ 15″ Of1
Höhe 620 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 195 (1. Jän. 2025)
Gebäudestand 73 (1. Jän. 2021f1)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01559

Ortskern von Graßdorf
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS
f0
f0
195

Graßdorf, früher auch Grasdorf, ist eine Ortschaft in der Gemeinde Frauenstein im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat 195 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025[1]).

Lage

Graßdorf liegt großteils in der Katastralgemeinde Grasdorf, nur ein paar Häuser am nordöstlichen Ortsrand an der Dornhofer Straße befinden sich in der Katastralgemeinde Obermühlbach. Der Ort liegt etwa 2 bis 3 km westlich des Zentrums des Bezirkshauptorts St. Veit an der Glan, südlich des Lorenzibergs.

Das kleine Ortszentrum an der L93a Sörger Straße wird aus den Häusern Latmanig (Nr. 1), Neubauer (Nr. 2) und Binder (Nr. 3) gebildet, um die herum einige neuere Bauten entstanden; etwas nördlich davon liegt Skriller (Nr. 9).

Etwa ¾ km westlich davon an der Sörger Straße lag früher die kleine Siedlung Unterirschen (auch Untergritschen), zu der unter anderem die Pirkerhube (damals Nr. 5) gehörte. Diese Siedlung ist im 20. Jahrhundert abgekommen. Von hier aus führt ein Fahrweg zur Brunnbauerkeusche (Nr. 15) samt zwei neueren Bauten, sowie etwas weiter nach Norden hin zur etwa 150 Höhenmeter über dem Dorfzentrum liegenden Siedlung Pogla (früher auch Bogla), bestehend aus Mente (Nr. 6) und Felfernig (Nr. 7).

Etwa ¾ km östlich des Ortszentrums entstand nördlich angrenzend an Treffelsdorf in lockerer Verbauung eine ausgedehnte Einfamilienhaussiedlung. Hausnamen, die großteils auf ältere Vorgängerbauten zurückgehen, tragen hier nur die Wirtskeusche (Dornhofer Straße 3), Tischlerkeusche (Dornhofer Straße 8), Kreuzwegkeusche (Dornhofer Straße 12), Pfefferkeusche (Sörgerstraße 7) und Lichtenhofer (Lichtenhoferweg 5).

Geschichte

1230 wird der Ort als Crassindorf urkundlich genannt.

Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam Graßdorf an die Obermühlbach. Seit der Kärntner Gemeindestrukturreform von 1973 gehört der Ort zur Gemeinde Frauenstein.

Bevölkerungsentwicklung

Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:

  • 1869: 20 Häuser, 129 Einwohner[2]
  • 1880: 19 Häuser, 117 Einwohner[3]
  • 1890: 20 Häuser, 114 Einwohner
    • davon Pogla 3 Häuser, 21 Einwohner, Unterirschen 2 Häuser, 6 Einwohner[4]
  • 1900: 19 Häuser, 114 Einwohner
    • davon Pogla 3 Häuser, 25 Einwohner, Unterirschen 2 Häuser, 4 Einwohner[5]
  • 1910: 18 Häuser, 104 Einwohner
    • davon Pogla 3 Häuser, 9 Einwohner[6]
  • 1923: 18 Häuser, 97 Einwohner
    • davon Pogla 3 Häuser, 21 Einwohner[7]
  • 1934: 128 Einwohner[8]
  • 1961: 24 Häuser, 140 Einwohner[9]
  • 2001: 68 Gebäude (davon 63 mit Hauptwohnsitz) mit 82 Wohnungen; 217 Einwohner und 19 Nebenwohnsitzfälle; 77 Haushalte; 4 Arbeitsstätten, 9 land- und forstwirtschaftliche Betriebe[10]
  • 2011: 69 Gebäude, 198 Einwohner, 77 Haushalte, 9 Arbeitsstätten[11]
  • 2021: 73 Gebäude, 192 Einwohner, 80 Haushalte, 11 Arbeitsstätten[12]

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 74.
  3. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 58.
  4. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 59.
  5. K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 80.
  6. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 41.
  7. Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 17.
  8. handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 17.
  9. Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 256.
  10. Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 98.
  11. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 38.
  12. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 33.