Hammergraben (Gemeinde Frauenstein)

Hammergraben (Zerstreute Häuser)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Frauenstein  (KG Obermühlbach)
Koordinaten 46° 46′ 26″ N, 14° 20′ 48″ Of1
Höhe 540 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 17 (1. Jän. 2025)
Gebäudestand 9 (1. Jän. 2021f1)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01560

Hammergraben Nr. 6 und Nr. 10
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS
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17

Hammergraben, im 19. Jahrhundert Obermühlbachergraben, ist eine Ortschaft in der Gemeinde Frauenstein im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat 17 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025[1]).

Lage

Die Ortschaft liegt in der Katastralgemeinde Obermühlbach, am und oberhalb des Mühlbachs, unterhalb von Obermühlbach und Hintnausdorf und oberhalb des Vitusparks der Stadt St. Veit an der Glan.

Die Häuser Hammergraben Nr. 1, 8 (Radinger, ehemals Gasthaus, früher Patscheneg) und 9 (Radingervilla) liegen an der L93 Steinbichler Straße unmittelbar an der Stadtgrenze zu St. Veit an der Glan, etwa 500 m oberhalb des Krankenhauses St. Veit. 500 m nördlich davon befinden sich die Häuser Hammergraben Nr. 6 und 10 rechtsseitig oberhalb des Mühlbachs, erreichbar über eine Zufahrt von der L93 aus. Ihnen gegenüber stehen linksseitig oberhalb des Mühlbachs die Häuser Riegelkeusche (Hammergraben Nr. 3), Wurzerkeusche (Nr. 4) und Rainkeusche (Nr. 5), die von der Ortschaft Zensweg aus über die Obermühlbacher Straße erreichbar sind.

Geschichte

Der Ort wurde im Franziszeischen Kataster und bei der Veröffentlichung der Volkszählungsergebnisse von 1869 und 1880 als Obermühlbachgraben bezeichnet; von Veröffentlichung der Volkszählungsergebnisse von 1890 an heißt er Hammergraben.

Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam Hammergraben an die Gemeinde Obermühlbach.

Im Graben gab es früher ein Hammerwerk, als dessen Nachfolgebetrieb wurde Anfang des 20. Jahrhunderts eine Rindenstämpfe geführt sowie bis zum Zweiten Weltkrieg ein Sägewerk. Bis in die 1950er-Jahre gab es hier auch eine Schlosserei.

Seit der Kärntner Gemeindestrukturreform 1973 gehört Hammergraben zur Gemeinde Frauenstein.

Mit 1. Jänner 2015 wurde die Grenze zwischen den Katastralgemeinden Obermühlbach und St. Veit an der Glan bzw. zwischen den Gemeinden Frauenstein und St. Veit an der Glan so geändert, dass die nur von St. Veit aus erreichbare Nagelschmiede, früher Hammergraben Nr. 2, seither als Haus Parkgasse Nr. 30 zur Stadtgemeinde St. Veit an der Glan gehört.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:

  • 1869: 8 Häuser, 46 Einwohner[3]
  • 1880: 8 Häuser, 40 Einwohner[4]
  • 1890: 9 Häuser, 47 Einwohner[5]
  • 1900: 11 Häuser, 58 Einwohner[6]
  • 1910: 8 Häuser, 63 Einwohner[7]
  • 1923: 8 Häuser, 72 Einwohner[8]
  • 1934: 61 Einwohner[9]
  • 1961: 6 Häuser, 35 Einwohner[10]
  • 2001: 10 Gebäude (davon 9 mit Hauptwohnsitz) mit 11 Wohnungen; 28 Einwohner und 1 Nebenwohnsitzfall; 11 Haushalte; 1 Arbeitsstätte, 2 land- und forstwirtschaftliche Betriebe[11]
  • 2011: 9 Gebäude, 20 Einwohner, 7 Haushalte, 2 Arbeitsstätten[12]
  • 2021: 9 Gebäude, 15 Einwohner, 7 Haushalte, 1 Arbeitsstätte[13]
Commons: Hammergraben (Frauenstein) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. RIS: Verordnung der Kärntner Landesregierung vom 17. Juni 2014
  3. K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 74.
  4. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 58.
  5. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 59.
  6. K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 80.
  7. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 41.
  8. Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 17.
  9. handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 17.
  10. Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 256.
  11. Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 98.
  12. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 38.
  13. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 34.