Innere Wimitz

Innere Wimitz (Zerstreute Häuser)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Frauenstein  (KG Steinbichl)
Koordinaten 46° 49′ 30″ N, 14° 15′ 46″ Of1
Höhe 710 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 32 (1. Jän. 2025)
Gebäudestand 16 (1. Jän. 2021f1)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01669

Innere Wimitz Nr. 4, 20 und 19
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS
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32

Innere Wimitz ist eine Ortschaft in der Gemeinde Frauenstein im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat 32 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025[1]).

Lage

Die Ortschaft liegt in den Wimitzer Bergen, im Graben der Wimitz, im Norden der Gemeinde Frauenstein, auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Steinbichl, knapp 10 km Luftlinie oder etwa 15 bis 18 Straßenkilometer nordwestlich der Bezirkshauptstadt St. Veit an der Glan.

Die Ortschaft Innere Wimitz besteht, in Fließrichtung der Wimitz betrachtet, aus folgenden Häusern: Simon (Haus Nr. 1) links im Graben; Winklbauerkeusche (Nr. 15) schattseitig rechts etwas oberhalb der Wimitz; Untere Eder (Nr. 9) und Obere Eder (auch Hochedner, Nr. 10) sonnseitig links über dem Graben; Hubenbauer (Nr. 11 und 12) und Hubenschmiede (Nr. 13) rechts im Graben; Nr. 3 (gegenüber bestand früher ein Hammerwerk) und Sabaunig (früher Schmiedkeusche, Nr. 8; gegenüber befand sich der Winklhammer) links im Graben; Elser (Nr. 4), 20 und 19 links im Graben; und Unterer Sumpritzer (Nr. 7), Schwalbenbauer (Nr. 5), Sonnegger (Nr. 17) und Nr. 18 sonnseitig links oberhalb des Grabens.[2]

Als Landschaftsbezeichnung wird Innere Wimitz auch für die Gegend weiter flussaufwärts, bis unterhalb des Goggausees gebraucht. Doch zwei Häuser, die 1 ½ bis 2 km flussaufwärts der oben beschriebenen Ortschaft Innere Wimitz liegen, werden zu anderen Ortschaften gezählt: die Granigschmiede bildet die Ortschaft Grua, und Karl gehört zur Ortschaft Steinbichl.

Geschichte

Während der Ort heute beidseits der Wimitz in der Katastralgemeinde Steinbichl liegt, verlief die Grenze zwischen den Katastralgemeinden Steinbichl und Gruska früher entlang der Wimitz. Dadurch wurde die Innere Wimitz bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts geteilt: jene Häuser, die links (sonnseitig) der Wimitz damals noch in der Katastralgemeinde Gruska lagen, kamen an die Gemeinde Pisweg; die Häuser rechts der Wimitz in der Katastralgemeinde Steinbichl kamen an die Gemeinde Schaumboden.

Im Elser gab es vor dem Ersten Weltkrieg ein Lebensmittelgeschäft; benachbart befanden sich ein Sägewerk und der Krappingerhammer.[2] Beim Hubenschmied (Nr. 13) wurde 1927 ein Lebensmittelgeschäft eröffnet.[3] 1937 brannte das Gebäude ab.[4]

In dem kleinen, abgelegenen Ort ereignete sich ein schwerer Fall von Kindesmisshandlung,[5] ein Mordfall[6][7] und ein Waldbrand, der ein Todesopfer forderte.[8]

Im Zuge der Kärntner Gemeindestrukturreform 1973 wurde die Katastralgemeinde Steinbichl so nach Norden, auf die linke Seite der Wimitz, erweitert, dass seither der gesamte Ort Innere Wimitz in der Katastralgemeinde Steinbichl liegt. So kam der gesamte Ort damals an die neu gegründete Gemeinde Frauenstein.

Bevölkerungsentwicklung

Für den Ort ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:

  • 1869: 18 Häuser, 91 Einwohner
    • Gde. Pisweg: 14 Häuser, 64 Einwohner (Wimitz); Gde. Schaumboden: 4 Häuser, 27 Einwohner (Inner-Wimiz)[9]
  • 1880: 17 Häuser, 111 Einwohner
    • Gde. Pisweg: 13 Häuser, 85 Einwohner (Innere Wimitz); Gde. Schaumboden: 4 Häuser, 26 Einwohner (Wimitz)[10]
  • 1890: 17 Häuser, 91 Einwohner
    • Gde. Pisweg: 11 Häuser, 68 Einwohner (Inner-Wimitz); Gde. Schaumboden: 6 Häuser, 23 Einwohner (Inner-Wimitz)[11]
  • 1900: 19 Häuser, 98 Einwohner (ab nun einheitlich Innere Wimitz genannt)
    • Gde. Pisweg: 12 Häuser, 63 Einwohner; Gde. Schaumboden: 7 Häuser, 35 Einwohner[12]
  • 1910: 18 Häuser, 86 Einwohner
    • Gde. Pisweg: 12 Häuser, 61 Einwohner; Gde. Schaumboden 6 Häuser, 25 Einwohner[13]
  • 1923: 15 Häuser, 89 Einwohner
    • Gde. Pisweg: 10 Häuser, 69 Einwohner; Gde. Schaumboden: 5 Häuser, 20 Einwohner[14]
  • 1934: 82 Einwohner
    • Gde. Pisweg: 63 Einwohner; Gde. Schaumboden: 19 Einwohner[15]
  • 1961: 14 Häuser, 80 Einwohner
    • Gde. Pisweg: 10 Häuser, 58 Einwohner; Gde. Schaumboden: 4 Häuser, 22 Einwohner[16]
  • 2001: 15 Gebäude (davon 12 mit Hauptwohnsitz) mit 15 Wohnungen; 46 Einwohner und 1 Nebenwohnsitzfall; 13 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 10 land- und forstwirtschaftliche Betriebe
    • Gde. Frauenstein; davon 10 Häuser mit 29 Einwohnern im Bereich der ehemaligen Gde. Pisweg, 5 Häuser mit 17 Einwohnern im Bereich der ehemaligen Gde. Schaumboden[17]
  • 2011: 16 Gebäude, 45 Einwohner, 16 Haushalte, 1 Arbeitsstätte[18]
  • 2021: 16 Gebäude, 37 Einwohner, 16 Haushalte, 1 Arbeitsstätte[19]
Commons: Innere Wimitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. a b Anton Wieser: Frauenstein: Kultur, Geschichte, Brauchtum. Kraig, 2011. S. 83.
  3. Pisweg (Neues Geschäft). In: Kärntner Landbote / Kärntner Landbote. Ein katholisches Wochenblatt für das Volk Kärntens. Organ des „Katholisch-politischen Volksvereines für Kärnten“ / Kärntner Bauernbote. (Früher „Kärntner Landbote“.) / Kärntner Bauernbote. Bundesorgan des christlichen/Christlichen Bauernbundes für/in Kärnten, 3. September 1927, S. 6 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/klb
  4. Pisweg (Brand). In: Kärntner Zeitung / Kärntner Tagblatt, 27. Februar 1937, S. 3 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/knz
  5. Beispiellose Roheit einer Mutter. In: Grazer Volksblatt, 18. April 1932, S. 4 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/gre
  6. Mord in der Bachmatlkeusche gesühnt. In: Die neue Zeit / Die neue Zeit. Organ des schaffenden Volkes von Kärnten, 27. November 1948, S. 4 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nzv
  7. Aus der Strafhaft entlassen. In: Die neue Zeit / Die neue Zeit. Organ des schaffenden Volkes von Kärnten, 14. Jänner 1950, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nzv
  8. Ein Mann Opfer der Flammen. In: Die neue Zeit / Die neue Zeit. Organ des schaffenden Volkes von Kärnten, 3. Juli 1952, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nzv
  9. K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 77.
  10. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 59, 60.
  11. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 60, 61.
  12. K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 80, 82.
  13. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 36, 43.
  14. Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 15, 18.
  15. handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 15, 18.
  16. Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 255, 257.
  17. Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 98.
  18. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 39.
  19. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 34.