Katastralgemeinde Grasdorf (Gemeinde Frauenstein)

Grasdorf (Katastralgemeinde)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Frauenstein
Koordinaten 46° 46′ 1″ N, 14° 19′ 4″ Of1
Fläche d. KG 5,48 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Katastralgemeindenummer 74510
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS

Die Katastralgemeinde Grasdorf ist eine von acht Katastralgemeinden der Gemeinde Frauenstein im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten, Österreich. Sie hat eine Fläche von 547,86 ha (Stand 31. Dezember 2023[1]) und umfasst somit gut 5 % der Fläche der Gemeinde Frauenstein. Am 1. Jänner 2024 lebten in der Katastralgemeinde 405 Personen, das entsprach gut 11 % der Einwohnerzahl der gesamten Gemeinde.[2]

Die Katastralgemeinde gehört zum Sprengel des Vermessungsamtes Klagenfurt.

Lage

Die Katastralgemeinde Grasdorf liegt in den Wimitzer Bergen. Sie grenzt im Norden an die Katastralgemeinde Schaumboden, im Osten an die Katastralgemeinden Obermühlbach und St. Veit an der Glan, im Süden an die Katastralgemeinde Hörzendorf und im Westen an die Katastralgemeinden Rosenbichl und Sörg.

Ortschaften

Auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Grasdorf liegen die Ortschaften Fachau, Graßdorf und Lorenziberg, der Großteil der Ortschaft Treffelsdorf und der Frauensteiner Anteil an den durch Gemeindegrenzen geteilten Orten Beißendorf und Kraindorf.

Am 1. April 2020 umfasste die Katastralgemeinde 168 Adressen.[3]

Vermessungsamt-Sprengel

Die Katastralgemeinde Grasdorf gehört seit 1. Jänner 1998 zum Sprengel des Vermessungsamtes Klagenfurt. Davor war sie Teil des Sprengels des Vermessungsamtes St. Veit an der Glan.

Geschichte

Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Kärntner Steuergemeinden (später: Katastralgemeinden) gebildet und Steuerbezirken zugeordnet. Die Steuergemeinde Grasdorf wurde Teil des Steuerbezirks Kraig und Nußberg. Die Größe der Katastralgemeinde Grasdorf wurde 1854 mit 976 Österreichischen Joch und 1357 Klaftern (ca. 5,62 km², also etwa 14 ha mehr als die heutige Größe) angegeben; damals lebten 256 Personen auf dem Gebiet der Katastralgemeinde.[4]

Im Zuge der Reformen nach der Revolution 1848/49 wurden in Kärnten die Steuerbezirke aufgelöst und Ortsgemeinden bzw. politische Gemeinden gebildet, die jeweils das Gebiet einer oder mehrerer Steuergemeinden umfassten. Die Katastralgemeinde Grasdorf kam an die politische Gemeinde Obermühlbach. Seit der Auflösung der Gemeinde Obermühlbach 1973 gehört die Katastralgemeinde Grasdorf zur Gemeinde Frauenstein. Gleichzeitig kamen damals östlich von Mailsberg etwa 12 ha Fläche von der Katastralgemeinde Grasdorf an die Katastralgemeinde Rosenbichl und etwa 20 ha Fläche bei Kraindorf von der Katastralgemeinde Rosenbichl an die Katastralgemeinde Grasdorf. Mit 1. Jänner 2015 wurden etwa 6 ha Fläche am Südostrand der Katastralgemeinde Grasdorf an die Katastralgemeinde St. Veit an der Glan abgetreten.

Die Katastralgemeinde Grasdorf gehörte ab 1850 zum politischen Bezirk St. Veit an der Glan und zum Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan. 1854 bis 1868 gehörte sie zum Gemischten Bezirk St. Veit. Seit der Reform 1868 ist sie wieder Teil des politischen Bezirks St. Veit an der Glan und des Gerichtsbezirks St. Veit an der Glan.[5]

Einzelnachweise

  1. Regionalinformation 31.12.2023.zip, bev.gv.at (1.119 kB, 0003450398_100_Verwaltungseinheiten_KG_2023.csv); abgerufen am 20. Jänner 2025
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 01.01.2024 nach Katastralgemeinden.
  3. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. Landes-Regierungsblatt für das Kronland Herzogthum Kärnten. Jahrgang 1854, 2. Abteilung, IV. Stück. Klagenfurt 1854. S. 25.
  5. Joachim Adolf Walter: Die territoriale Entwicklung der Gerichtsbarkeit und Verwaltung in Kärnten, Krain und dem Küstenland zwischen 1848 und 2013. Graz, Univ., Dipl.-Arb., 2013.