Pörlinghof

Pörlinghof (Rotte)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Frauenstein  (KG Kraig)
Koordinaten 46° 47′ 43″ N, 14° 22′ 42″ Of1
Höhe 600 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 139 (1. Jän. 2025)
Gebäudestand 49 (1. Jän. 2021f1)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01450

Pörlinghof
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS
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139

Pörlinghof ist eine Ortschaft in der Gemeinde Frauenstein im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat 139 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025[1]).

Lage

Die Ortschaft liegt im Osten der Gemeinde Frauenstein, in der Katastralgemeinde Kraig, knapp 2 km südlich des Gemeindehauptorts Kraig und etwa 3 ½ km nordnordöstlich des Zentrums der Bezirkshauptstadt St. Veit an der Glan.

Das historisch bedeutendste Gebäude des Orts ist der ehemalige Edelmannsitz Pörlinghof (Haus Nr. 3), südwestlich im Bereich seiner ehemaligen Nebengebäude stehen die Häuser Nr. 4 und 5.

Nordwestlich davon standen früher zwei Keuschen: die Maurerkeusche (heute Waldhofer, Nr. 1) und die Schusterkeusche (heute Kohlführer, Nr. 2). Eine Einfamilienhaussiedlung, die zum Nachbarort Überfeld gehört, dehnte sich in Gestalt des Waldrandwegs und der Dorfstraße bis zu diesen beiden Häusern aus.

Etwa 400 m nordöstlich des Pörlinghofs befindet sich an einem nach Breitenstein führenden Weg die Teichkeusche (Nr. 6); die Jägerkeusche zwischen Pörlinghof und Teichkeusche ist verfallen.

Gut einen Kilometer nördlich des Pörlinghofs liegen auf einer Lichtung die Häuser Kriebl (oder Griebelnig, Nr. 7) und Krieblkeusche (Nr. 8); diese Ansiedlung wird auch Krübel genannt.

Etwa ½ km westsüdwestlich des Pörlinghofs befand sich früher die Schusterkeusche, auch Schmiedpaule. Hier entstand im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts eine Einfamilienhaussiedlung, die heute den größten Teil der Ortschaft darstellt.

Geschichte

1278 wird Pörolich urkundlich genannt. Der Name kommt aus dem Slowenischen: porovljica bedeutet Siedlung über dem Graben.[2]

Der denkmalgeschützte Pörlinghof wurde im 16. Jahrhundert errichtet.

Bei Gründung der Ortsgemeinden 1850 kam Pörlinghof an die Gemeinde Pfannhof, bei deren Auflösung 1899 an die Gemeinde Kraig. Seit der Kärntner Gemeindestrukturreform 1973 gehört der Ort zur Gemeinde Frauenstein. Um diese Zeit kam der Ortsteil Krübel von der Ortschaft Überfeld an die Ortschaft Pörlinghof.

Bevölkerungsentwicklung

Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:

  • 1869: 6 Häuser, 67 Einwohner[3]
  • 1880: 6 Häuser, 62 Einwohner[4]
  • 1890: 6 Häuser, 64 Einwohner[5]
  • 1900: 6 Häuser, 51 Einwohner[6]
  • 1910: 6 Häuser, 56 Einwohner[7]
  • 1923: 6 Häuser, 60 Einwohner[8]
  • 1934: 68 Einwohner[9]
  • 1961: 6 Häuser, 42 Einwohner[10]
  • 2001: 48 Gebäude (davon 46 mit Hauptwohnsitz) mit 67 Wohnungen; 173 Einwohner und 5 Nebenwohnsitzfälle; 63 Haushalte; 4 Arbeitsstätten, 5 land- und forstwirtschaftliche Betriebe[11]
  • 2011: 49 Gebäude, 166 Einwohner, 63 Haushalte, 7 Arbeitsstätten[12]
  • 2021: 49 Gebäude, 133 Einwohner, 55 Haushalte, 7 Arbeitsstätten[13]

Die Zahlen bis 1961 enthalten nicht den Ortsteil Krübel, der damals noch zum Nachbarort Überfeld gezählt wurde.

Commons: Pörlinghof (Frauenstein) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Anton Wieser: Frauenstein: Kultur, Geschichte, Brauchtum. Kraig, 2011. S. 92.
  3. K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 75.
  4. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 59.
  5. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 59.
  6. K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 78.
  7. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 40.
  8. Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 16.
  9. handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 16.
  10. Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 256.
  11. Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 99.
  12. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 39.
  13. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 34.