Pfannhof (Ortschaft)

Pfannhof (Zerstreute Häuser)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Frauenstein  (KG Pfannhof)
Koordinaten 46° 49′ 21″ N, 14° 23′ 32″ Of1
Höhe 540 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 17 (1. Jän. 2025)
Gebäudestand 6 (1. Jän. 2021f1)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01449

Spitz (Pfannhof Nr. 8), mit Elektrizitätswerk
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS
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Pfannhof ist eine Ortschaft in der Gemeinde Frauenstein im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat 17 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025[1]).

Lage

Die Ortschaft Pfannhof liegt am Ostrand der Gemeinde Frauenstein, in der Katastralgemeinde Pfannhof, 1 bis 2 Kilometer nordöstlich des Gemeindehauptorts Kraig, an oder nahe der Wimitz.

Zum Ort gehören folgende Häuser:

  • Spitz (Haus Nr. 8). Daneben befindet sich seit 1923 ein Elektrizitätswerk. Bis zum Zweiten Weltkrieg befand sich hier ein Sägewerk, bis in die 1950er-Jahre eine Mautmühle und eine Obstpresse.
  • Pfannhofermühle (Nr. 2). Hier wurde bis in die 1930er-Jahre eine Mautmühle betrieben. 200 m nordwestlich der Mühle befinden sich links der Wimitz überwucherte Reste der Ruine des Schlosses Pfannhof. 300 westlich der Pfannhofermühle gab es rechts der Wimitz früher das Hammerwerk Winkelhammer und die bis in die 1970er-Jahre bewohnte Viktlkeusche.
  • Buchbauer (Nr. 4) samt Nebengebäuden (Nr. 5, 6). Nordwestlich davon lag früher links der Wimitz das Hammerwerk Buchhammer. Ebenfalls links der Wimitz lagen auf halbem Weg zwischen Pfannhofermühle und Buchbauer früher das Hammerwerk Fasanhammer und die bis in die 1970er-Jahre bewohnte Schinoglkeusche.
  • Haus Nr. 12 beim Zuckmandlkreuz, unweit von Dielach.

Geschichte

Schloss Pfannhof wurde im 15. Jahrhundert von Simon Pfanner erbaut. Ab 1682 gelangten Schloss und Hammerwerk in den Besitz der Familie Goëss. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Schloss aufgegeben, nach einem Brand 1930 verfiel es rasch.

Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam der Ort Pfannhof an die Gemeinde Pfannhof, bei deren Auflösung 1899 an die Gemeinde Kraig. Seit der Gemeindestrukturreform von 1973 gehört Pfannhof zur Gemeinde Frauenstein.

Bevölkerungsentwicklung

Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:

  • 1869: 10 Häuser, 130 Einwohner[2]
  • 1880: 11 Häuser, 118 Einwohner[3]
  • 1890: 7 Häuser, 81 Einwohner[4]
  • 1900: 8 Häuser, 57 Einwohner[5]
  • 1910: 10 Häuser, 76 Einwohner[6]
  • 1923: 8 Häuser, 48 Einwohner[7]
  • 1934: 50 Einwohner[8]
  • 1961: 7 Häuser, 29 Einwohner[9]
  • 2001: 7 Gebäude (davon 4 mit Hauptwohnsitz) mit 6 Wohnungen; 17 Einwohner und 0 Nebenwohnsitzfälle; 5 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 4 land- und forstwirtschaftliche Betriebe[10]
  • 2011: 5 Gebäude, 25 Einwohner, 7 Haushalte, 2 Arbeitsstätten[11]
  • 2021: 6 Gebäude, 19 Einwohner, 8 Haushalte, 1 Arbeitsstätte[12]
Commons: Pfannhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 75.
  3. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 59.
  4. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 59.
  5. K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 78.
  6. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 40.
  7. Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 16.
  8. handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 16.
  9. Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 256.
  10. Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 99.
  11. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 39.
  12. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 34.