Comberanche-et-Épeluche

Comberanche-et-Épeluche
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Périgueux
Kanton Ribérac
Gemeindeverband Communes du Périgord Ribéracois
Koordinaten 45° 16′ N, 0° 17′ O
Höhe 50–120 m
Fläche 3,93 km²
Einwohner 165 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 42 Einw./km²
Postleitzahl 24600
INSEE-Code 24128

Bürgermeisteramt (Mairie)

Comberanche-et-Épeluche (Aussprache [kɔ̃ˈbʁɑ̃ʃ e epˈlyʃ]; okzitanisch Combairencha e Espelucha) ist eine französische Gemeinde mit 165 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Périgueux und zum Gemeindeverband Communauté de communes du Périgord Ribéracois. Die Bewohner werden Comberanchois und Comberanchoises oder Épluchois und Épluchoises genannt.

Geografie

Comberanche-et-Épeluche liegt etwa 41 Kilometer südwestlich von Nontron, etwa 35 Kilometer westnordwestlich von Périgueux und etwa 50 Kilometer nordnordwestlich von Bergerac am nordwestlichen Rand des Départements. Die Gemeinde befindet sich in der Région naturelle des Ribéracois, Teil des touristisch benannten Périgord vert und liegt im Einzugsgebiet der Dordogne. Sie besitzt zwei dörfliche Zentren, Comberanche und Épeluche, die rund 900 Meter Luftlinie von einander getrennt liegen mit einem äquidistanten Bürgermeisteramt. Ihr Gebiet wird entwässert von der Dronne, vom Atier (oder Astier) de Comberanche, einer Abzweigung der Dronne, sowie von verschiedenen kleineren Fließgewässern.

Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser ehemalige Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Comberanche-et-Épeluche liegt auf der dritten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus heterogenem Kalkstein aus der Kreidezeit.[1] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär, datierend aus dem Känozoikum sowie Sedimentgesteinen aus dem Mesozoikum.

Das Relief des Gemeindegebiets weist eine fast baumlose Hügellandschaft nördlich der breiten Schwemmebene der Dronne auf, die von dieser schroff emporragt. Der topografisch höchste Punkt befindet sich mit 120 m Höhe im äußersten Nordosten in der Nähe des Lieu-dit Clermont an der Grenze zur Nachbargemeinde Allemans. Der tiefste Punkt befindet sich im äußersten Westen mit 50 m Höhe beim Austritt der Dronne aus dem Gemeindegebiet. Die Zentren liegen am rechten Ufer oberhalb der Dronne auf etwa 70 m bzw. auf etwa 78 m Höhe.

Rund 94 % der Fläche der Gemeinde werden landwirtschaftlich genutzt, rund 6 % sind bewaldet.[2]

Umgeben wird Comberanche-et-Épeluche von den vier Nachbargemeinden:

Allemans
Bourg-du-Bost
Vanxains Ribérac

Natürliche Risiken

Naturrisiken manifestieren sich in Comberanche-et-Épeluche als

In den Jahren 1982, 1983, 1993, 2003 und 2009 kam es aufgrund erhöhter Niederschläge zu Überschwemmungen, größeren Bodenbewegungen und Rutschungen. Deshalb wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugenden Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehört u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.

In einigen Gebieten im Norden, Südosten und Südwesten besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Plicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräten und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.[3]

Wie die Risikokarte zeigt, sind Flächen des Gemeindegebiets oberhalb des Dronne-Tals von einer mittleren, vor allem aber starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperioden in den Jahren 1989, 1997, 2008, 2012 und 2024 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden.

Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt. Das Gemeindegebiet ist einer geringen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 zugeordnet.[4]

Etymologie und Geschichte

In Comberanche gab es eine Kommende des Templerordens mit einer Furt über die Dronne, die dem Dorf seine erstmalige Erwähnung im 13. Jahrhundert in der Form L’Espital de Cumba Ayzencha lieferte. Die beiden Namensteil sind seit dem 14. Jahrhundert zusammengewachsen, wie in Combayrencha (1373) und Combayranchia (1380). Die heutige Schreibweise datiert aus dem 19. Jahrhundert. Der Name ist zusammengesetzt aus dem okzitanischen comba (deutsch kleines Tal) und aisencha, entsprechend dem nordokzitanischen aisança (deutsch Gewandheit, Wohlstand). Comba führt das gallische °cumba fort, das zweite Element stammt aus dem lateinischen adiacentia (deutsch Umgebung, Umgegend). Mit Aisance wurde im Mittelalter die Nebengebäude eines Hauses bezeichnet. Die Bezeichnung für den Nutzwert eines Raumes erschien in späterer Zeit.

Épeluche erschien seit dem Beginn des 12. Jahrhunderts in den Schriften in der erstmaligen Schreibweise Speluca (1109), das ein Jahrhundert später zu (Castrum d’) Espelucha (1209) wurde. Der Zusatz des initialen e-, das die Aussprache erleichtert, kommt häufig vor. In einer Schrift des 14. Jahrhunderts wurde Espelucha zu Plucha reduziert (1365). Der Name in der ersten Schreibweise Speluca führt das lateinische spelunca (deutsch Höhle, Grotte) (im örtlichen okzitanischen espelucho) fort, einem Wort, das aus dem altgriechischen spēlaion übernommen wurde und uns den Begriff Speläologie lieferte.

Das Gebiet der Gemeinde ist schon in frühen Zeiten besiedelt, wie die archäologischen Funde von Sarkophagen und Gebeinen am Lieu-dit la Vicomté belegen. Der Untergrund hat ebenfalls künstlich in Fels gehauene Höhlen oder einen Felsunterschlupfe preisgegeben, die zu einem Verteidigungssystem gehörten. Die Geschichte von Comberanche wird von einer Kommenden des Templerordens bestimmt, der im Mittelalter eingerichtet wurde, um die Furt über die Dronne zu kontrollieren. Sie empfing auch Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Es scheint, dass im 13. Jahrhundert die Ritter des Malteserordens von Comberanche die reichsten in der Region waren. Épeluche war ebenfalls seit der gallorömischen Zeit besiedelt und war im 12. Jahrhundert Sitz einer Vicomté.[5]

Im Jahre 1820 haben sich die Gemeinden Comberanche und Épeluche zur Gemeinde Comberanche-et-Épeluche zusammengeschlossen.[6]

Einwohnerentwicklung

Comberanche-et-Épeluche: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020
Jahr  Einwohner
1793
  
219
1800
  
199
1806
  
190
1821
  
331
1831
  
367
1836
  
344
1841
  
329
1846
  
340
1851
  
339
1856
  
334
1861
  
301
1866
  
309
1872
  
271
1876
  
292
1881
  
288
1886
  
251
1891
  
268
1896
  
249
1901
  
241
1906
  
233
1911
  
237
1921
  
213
1926
  
219
1931
  
201
1936
  
222
1946
  
190
1954
  
169
1962
  
177
1968
  
161
1975
  
142
1982
  
128
1990
  
130
1999
  
120
2006
  
169
2013
  
164
2020
  
164
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[7] INSEE ab 2006[8][9][10]
Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Saint-Jean-Baptiste in Comberanche

Das Gebäude war ursprünglich die Kapelle der Kommenden des Malteserordens, die sich ein wenig nördlicher befand. Die Johannes dem Täufer geweihte Kirche wurde am Ende des 12. oder zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichtet. Nach den Kreuzzügen wurde Comberanche ein wichtiger Etappenort für Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Als 1854 die Dicke der Südwand vermindert wurde, wurden fünf massive Strebepfeiler errichtet. Die beiden ursprünglichen Strebepfeiler an den Gebäudeecken wurden gleichzeitig in das neue Mauerwerk integriert. Das rechteckige Langhaus mit einem Hauptschiff ist vollständig mit einem Tonnengewölbe ausgestattet, das auf abgeschrägten Kämpfern ruht. Das Eingangsportal auf der Westseite ist spitzbogenförmig und zeigt keinerlei Verzierung. Darüber ist eine sehr schmale Öffnung in der Fassade zu sehen, auf der gleichen Vertikalachse darüber wiederum eine längliche Öffnung, die eine Glocke birgt. Die flache Apsis besitzt vier rundbogenförmige Fensteröffnungen mit Gewänden. Drei Fenster sind horizontal in einer Reihe angeordnet, das vierte oberhalb des mittleren Fensters. Die Südfassade wird auf der rechten Seite ebenfalls durch ein Fenster mit doppeltem Gewände unterbrochen. Unter dem Dach, das mit Hohlziegeln gedeckt ist, befindet sich ein Raum, der zur Verteidigung gedient haben könnte. An der Nordseite ist ein Wohngebäude mit einem Pultdach angebaut. Seit dem 11. Mai 1981 ist die Kirche als Monument historique eingeschrieben. Ein Kelch aus Silber ist ebenfalls seit dem 6. Mai 1982 als Monument historique klassifiziert.[11][12][13]

Ehemalige Kommende von Comberanche

Ihre Existenz ist in den Schriften seit dem 13. Jahrhundert bestätigt, und im 14. Jahrhundert wird sie öfter erwähnt. In der Folgezeit gelangte die wichtige Einrichtung bis zum 16. Jahrhundert in den Besitz des Malteserordens. Anschließend wurde die Kommende ab dem 18. Jahrhundert an lokale Honoratioren verpachtet, die den Titel Seigneur Commandeur trugen. Von der Kommenden ist die Kapelle übrig geblieben, die heute die Pfarrkirche ist, sowie diverse architektonische Elemente an den Wohnhäusern, die an der Straße liegen, die durch das Zentrum von Comberanche führt. Vermutlich gehörte die Wassermühle von Comberanche dazu, die sich südwestlich am Atier de Comberanche und in der Nähe einer Furt über die Dronne befindet. Die Kommende unterstand der von Condat-sur-Vézère und der Grand prieuré de Toulouse. Sie besaß zwei Zweigniederlassungen, eine in Chambeuil, einem Weiler von Vanxains, und eine in Pheliet, einem Weiler von Bertric-Burée, sowie Grundstücke auf dem Gebiet der Gemeinde Cherval.[14]

Eines dieser Wohnhäuser, das die Hospitaliter und anschließend die Ritter des Malteserordens beherbergte, besitzt bestimmte Elemente, die bis in das Ende des 12. Jahrhunderts zurückgehen. Es wurde im 15. Jahrhundert und vor allem im 17. Jahrhundert umgebaut, als eine Galerie angebaut wurde. Sein Grundriss ist rechteckig mit einem abgewinkelten Flügel. Auf der Südseite befindet sich die Dachgalerie in Höhe des ersten Geschosses. Sie ruht auf drei Pfeiler aus Werksteinen. Die Gebäudeecken sind mit zwei Pavillons mit Mansarddächern verziert, die mit Flachziegeln gedeckt sind. Der Haupttrakt besitzt hingegen ein Satteldach mit Hohlziegeln. Der abgewinkelte Flügel hat ein Erd- und ein Dachgeschoss. Etwas entfernt vom Wohnhaus befindet sich ein halbrunder Taubenschlag.[15]

Ein weiteres Haus der ehemaligen Kommenden befindet sich nördlich der Straße, die das Zentrum von Comberanche durchzieht. Auch dieses, vermutlich im 14. Jahrhundert errichtete Gebäude diente zunächst den Hospitaliter, später den Rittern des Malteserordens als Unterkunft. Im Laufe der Jahrhunderte wurde es mehrfach umgebaut, vor allem im 17. und im 19. Jahrhundert, als ein Teil der Fassade verändert wurde. Der Wohntrakt besteht aus hintereinander liegenden Zimmern entlang einer südöstlichen/nordwestlichen Achse. Die verputzten Wände bestehen aus Bruchstein aus Kalkstein mit Ecksteinen aus Werksteinen. Das Haus ist mit einem Satteldach mit Falzziegeln gedeckt. Im Norden ist das Gebäude vom Garten durch einen Wolfsprung getrennt, einen mit steilen Wänden ausgemauerten Grenzgraben.[16]

Die Mühle der ehemaligen Kommenden besteht aus zwei Gebäuden mit unterschiedlichen Funktionen. Die Jahreszahl „1801“ steht auf dem Sturz einer Tür, aber der Ursprung liegt wahrscheinlich früher zurück. Das kleinere Gebäude steht mitten auf dem Fluss und könnte als Mühle zur Erzeugung von Nussöl gedient haben. Sein Aufbau besteht aus Werksteinen für den Unterbau und teilweise verputztem Bruchstein aus Kalkstein für die Wände. Sein Satteldach ist mit Hohlziegeln gedeckt. Das Wasserrad ist nicht mehr vorhanden. Hinter den Absperrschiebern ist heute nur noch eine Vorrichtung zum Fangen von Aalen zu sehen. Der größere Bau, der vermutlich zum Mahlen von Weichweizen diente, befindet sich auf dem rechten Ufer gegenüber der kleineren Mühle. Sein Aufbau ist analog mit Werksteinen für den Unterbau und Bruchstein für die teilweise verputzten Wände realisiert. Sein Krüppelwalmdach ist mit Falzziegeln gedeckt. Er birgt neben der eigentlichen Anlage zum Mahlen einen Viehstall mit Scheune, eine Scheune und einen Wohnbereich. Das Wasserrad mit Radschaufeln ist hier noch vorhanden ebenso wie eine zweite Einrichtung zum Fischfang.[17]

Ehemalige Pfarrkirche Notre-Dame in Épeluche

Die Kirche wurde im 12. Jahrhundert erbaut und in verschiedenen Jahrhunderten umgebaut, insbesondere gegen Ende des Hundertjährigen Krieges oder zu Beginn des 16. Jahrhunderts, als ein Kreuzgewölbe über dem Chor gebaut wurde. Seit dem Jahre 1960 wird die Kirche nicht mehr für den Gottesdienst genutzt, da die Kirche in Comberanche als Pfarrkirche seit der Vereinigung der beiden Gemeinden gilt. Sie dient heute vielmehr zur Unterbringung von Materialien des Festkomitees. Ein Gerücht besagt die Existenz einer Krypta unterhalb des Chors. Das rechteckige Langhaus mit einem Hauptschiff misst drei Jochen in der Länge und mündet in einen schmaleren Chor, über dem sich ein Glockenturm erhebt. Dieser ist mit flachen Strebepfeilern bestückt, die oben auf einen Raum zu Verteidigungszwecken zulaufen. Der Turm ist mit einem Zeltdach mit Hohlziegeln gedeckt. Ein sehr erodiertes romanisches Eingangsportal in der Südfassade gewährt Einlass in das Langhaus. Der Mauerwerksverband seines Tympanons ist schachbrettartig angelegt. Seine Säulen und seine Archivolte sind mit einem Stab der Form einer Höhlung verziert.[18]

Getreidemühle in Épeluche

Die Mühle von Épeluche ist am Ende des 19. Jahrhunderts errichtet worden. Um 1900 setzte sie sich wie bei der Mühle in Comberanche aus einem Teil zur Erzeugung von Nussöl zusammen, der 1951 abgerissen wurde, und einem weiteren Teil zum Mahlen von Weizen. Die drei Paare von Mahlsteinen wurden ursprünglich von drei Wasserrädern angetrieben. 1924 wurden die Mahlsteine durch drei Walzenstühle ersetzt, die aus der traditionellen Mühle eine Getreidemühle machten. 1948 ersetzte eine Fontaine-Turbine eines der Wasserräder. Zwischen 1924 und 1951 wurde das Gebäude um ein Geschoss erhöht. 1951 wurde ein zusätzliches Gebäude errichtet, um fünf Walzenstühle und ein pneumatisches System zum Transport der Mahlprodukte in Betrieb zu nehmen. 1961 wurden Betonsilos gebaut und gleichzeitig eine zweite Turbine, diesmal des Typs Francis-Turbine, sowie ein neues Reinigungsgerät eingebaut. Die letzten Erweiterungen fanden 1984 und 1985 statt mit dem Bau eines Empfangsgebäudes sowie einer dritten Turbine. Die Mühle ist heute im Besitz der Firma Duchez.[19]

Wirtschaft

Erwerbstätigkeit

Im Jahre 2022 waren 76 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Comberanche-et-Épeluche erwerbstätig, entsprechend 74,5 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Männer (70,8 %) sehr viel niedriger war als bei den Frauen (77,8 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit drei Personen im Jahr 2022 niedriger als im Jahr 2016 (10). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 13,3 % (2016) auf 3,9 % (2022).[20]

Landwirtschaft

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[21] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 11 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 6 im Jahr 2000, auf 5 im Jahr 2010 und auf 4 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 63,6 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich von 481 Hektar im Jahre 1988 auf 219 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg von 43,7 Hektar auf 54,8 Hektar.[22][23][24]

Radfahrweg

Der Rundweg Autour des églises romanes du ribéracois für Radfahrer besitzt eine Länge von 41,1 Kilometer bei einem Höhenunterschied von 125 Meter. Er startet in Ribérac und führt mit dem Thema „Romanische Kirchen des Ribéracois“ auch durch das Zentrum von Comberanche-et-Épeluche.[25]

Verkehr

Comberanche-et-Épeluche liegt fernab größerer Verkehrsachsen. Die nachgeordnete Departementsstraße D 100 und lokale Landstraßen verbinden die beiden Dorfzentrum miteinander und mit den Weilern und Nachbargemeinden.

Literatur

  • Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).
Commons: Comberanche-et-Épeluche – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Géologie de la Dordogne-Périgord. Éditions Esprit de Pays, abgerufen am 12. Januar 2026 (französisch).
  2. Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 12. Januar 2026 (französisch).
  3. Dossier des Départements der Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, 11. Dezember 2020, abgerufen am 12. Januar 2026 (französisch).
  4. Natürliche Risiken der Gemeinde. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 12. Januar 2026 (französisch).
  5. Siehe Tanet, Hordé, Seiten 113–114
  6. Comberanche-et-Épeluche (französisch) (Memento vom 9. September 2016 im Internet Archive)
  7. Notice Communale Comberanche-et-Épeluche. EHESS, abgerufen am 12. Januar 2026 (französisch).
  8. Populations légales 2006 Commune de Comberanche-et-Épeluche (24128). INSEE, abgerufen am 12. Januar 2026 (französisch).
  9. Populations légales 2013 Commune de Comberanche-et-Épeluche (24128). INSEE, abgerufen am 12. Januar 2026 (französisch).
  10. Populations légales 2020 Commune de Comberanche-et-Épeluche (24128). INSEE, abgerufen am 12. Januar 2026 (französisch).
  11. Eglise Saint-Jean-Baptiste de Comberanche. Ministerium für Kultur und Kommunikation, 22. September 2015, abgerufen am 19. Oktober 2018 (französisch).
  12. chapelle Saint-Jean-Baptiste, actuellement église paroissiale Saint-Jean-Baptiste dite église Saint-Jean de Comberanche. Ministerium für Kultur und Kommunikation, 22. September 2015, abgerufen am 19. Oktober 2018 (französisch).
  13. calice. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 19. Oktober 2018 (französisch).
  14. commanderie d’hospitaliers de Saint-Jean-de-Jérusalem dite commanderie de Comberanche. Ministerium für Kultur und Kommunikation, 13. November 2008, abgerufen am 19. Oktober 2018 (französisch).
  15. logis. Ministerium für Kultur und Kommunikation, 13. November 2008, abgerufen am 19. Oktober 2018 (französisch).
  16. logis. Ministerium für Kultur und Kommunikation, 13. November 2008, abgerufen am 19. Oktober 2018 (französisch).
  17. moulin à eau et moulin à huile de noix de Comberanche. Ministerium für Kultur und Kommunikation, 13. November 2008, abgerufen am 19. Oktober 2018 (französisch).
  18. église paroissiale Notre-Dame, église Notre-Dame d’Epeluche. Ministerium für Kultur und Kommunikation, 13. November 2008, abgerufen am 19. Oktober 2018 (französisch).
  19. moulin à blé d’Epeluche, actuellement minoterie Duchez. Ministerium für Kultur und Kommunikation, 13. November 2008, abgerufen am 19. Oktober 2018 (französisch).
  20. Dossier complet Commune de Comberanche-et-Épeluche (24128). INSEE, abgerufen am 12. Januar 2026 (französisch).
  21. Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 12. Januar 2026 (französisch).
  22. Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Comberanche-et-Épeluche. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 12. Januar 2026 (französisch).
  23. Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 12. Januar 2026 (französisch).
  24. Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 12. Januar 2026 (französisch).
  25. Autour des églises romanes du ribéracois. Institut national de l’information géographique et forestière (IGN), 18. April 2018, abgerufen am 19. Oktober 2018 (französisch).