Condat-sur-Vézère

Condat-sur-Vézère
Condat de Vesera
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Sarlat-la-Canéda
Kanton Terrasson-Lavilledieu
Gemeindeverband Terrassonnais Haut Périgord Noir
Koordinaten 45° 7′ N, 1° 14′ O
Höhe 70–258 m
Fläche 16,64 km²
Einwohner 859 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 52 Einw./km²
Postleitzahl 24570
INSEE-Code 24130
Website www.condat-sur-vezere.fr

Fluss Coly und Donjon der Burg

Condat-sur-Vézère (Aussprache [kɔ̃ˈda syʁ veˈzɛʁ], okzitanisch Condat de Vesera) ist eine südwestfranzösische Gemeinde mit 859 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne im Nordosten der Region Nouvelle-Aquitaine nahe der Grenze zum Limousin. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes Terrassonnais Haut Périgord Noir. Die Bewohner werden Condatois und Condatoises genannt.

Geografie

Condat-sur-Vézère liegt etwa 41 Kilometer ostsüdöstlich von Périgueux, etwa 24 Kilometer westsüdwestlich von Brive-la-Gaillarde und etwa 25 Kilometer nördlich von Sarlat-la-Canéda in der Région naturelle des Périgord noir, Teil des gleichnamigen, touristisch benannten Périgord noir. Das Gemeindegebiet liegt im Einzugsgebiet der Dordogne und wird entwässert von der Vézère, dem Coly, der beim Zentrum der Gemeinde in die Vézère mündet, sowie von zwei kleineren Fließgewässern.

Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Condat-sur-Vézère liegt auf der zweiten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus sehr hartem Kalkstein aus dem Jura, den das Meer durch chemische Karbonatsedimentation in dicken und massiven Schichten abgelagert hat. Das Gebiet der Gemeinde liegt auf der Causse von Terrasson, zu der einige Gemeinden südlich von Terrasson-Lavilledieu gehören.[1] Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär, die aus dem Känozoikum stammen, sowie Sedimentgesteine aus dem Mesozoikum.

Das Relief des Gemeindegebiets weist eine bewaldete Hügellandschaft auf, die vom breiten Tal der Vézère und vom Tal des Coly durchschnitten wird. Der topografisch höchste Punkt befindet sich mit 258 m Höhe im Nordosten in der Nähe des Lieu-dit les Foncilières. Der tiefste Punkt befindet sich im äußersten Südwesten mit 70 m Höhe beim Austritt der Vézère aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum liegt auf etwa 82 m Höhe.

Rund 51 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, rund 28 % werden landwirtschaftlich, rund 14 % entfallen auf Flächen mit Strauch- und/oder Kräutervegetation, rund 4 % auf bebaute Flächen, rund 3 % auf Bergwerke, Deponien und Baustellen.[2]

Condat-sur-Vézère wird von folgenden fünf Gemeinden umgeben:

Le Lardin-Saint-Lazare
Les Farges Terrasson-Lavilledieu
Aubas Coly-Saint-Amand

Natürliche und technologische Risiken

Naturrisiken manifestieren sich in Condat-sur-Vézère als

Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen, größeren Bodenbewegungen und Schlammlawinen in den Jahren 1982, 1983, 1993, 1996, 1999 und 2001 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugenden Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehört u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.

Bis auf Flächen im Vézère-Tal besteht im gesamten Gemeindegebiet zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Plicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräten und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.[3]

Wie die Risikokarte zeigt, ist Condat-sur-Vézère von keiner Gefahr durch Bodensetzungen betroffen. Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Massif Central sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt. In einigen Teilen des Landes kann Radon, das sich in manchen Häusern und anderen Gebäuden ansammelt, eine erhebliche Belastung für die Bevölkerung durch ionisierende Strahlung darstellen. Laut der Klassifizierung von 2018 ist die Gemeinde der Zone 2 von 3 zugeordnet, was bedeutet, dass dort ein moderates Radonpotenzial besteht, jedoch bestimmte geologische Faktoren den Radoneintrag in Gebäuden begünstigen können.

Ein technologisches Risiko besteht durch den Verlauf einer Erdgasleitung in der Mitte des Gemeindegebiets. Obwohl diese Anlagen sicher sind, kann es in sehr seltenen Fällen zu einem Bruch oder einem Leck kommen. Dies könnte dann eine Umweltverschmutzung oder ein Unfallereignis (Explosion, Brand, giftige Wolke usw.) zur Folge haben.

Die Gemeinde liegt außerdem flussabwärts des Staudamms Monceaux la Virolle, einem Bauwerk der Klasse A (Höhe des Stauwehrs ≥ 20 Meter) im Département Corrèze, die seit 2009 einem sog. Spezifischen Interventionsplan (PPI) unterliegen. Dieser findet Anwendung bei diesen Staudämmen der Klasse A und mit einem Stauseevolumen von über 15 Millionen m3. Er ist ein Notfallplan, der die Maßnahmen zur Alarmierung der Behörden und der Bevölkerung, die Organisation der Hilfsmaßnahmen und die Umsetzung von Evakuierungsplänen detailliert beschreibt. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Gemeinde von der Hochwasserwelle betroffen sein wird, die durch den Bruch eines dieser Bauwerke entstünde.[4]

Etymologie und Geschichte

Der Name erschien erstmals im 13. Jahrhundert in der Schreibweise Condac und in latinisierter Form als Condato (1339). Er bezieht sich auf die geografische Position am Zusammenfluss von Vézère und Coly, denn Condat stammt vom gallischen °condate (deutsch Zusammenfluss) ab. Der Name der Vézère ist seit dem vierten Jahrhundert als Bicera belegt, in einer der heutigen nahen Form seit dem neunten Jahrhundert in Visera (875) und Visere (963). Vezere erschien in den Schriften des 15. Jahrhunderts im Jahr 1451. Sein Ursprung lud zu verschiedenen Hypothesen ein. Man verständigte sich, dass das Wort im Zusammenhang mit einer vorkeltischer hydronymischer Wurzel vis- steht, verlängert mit einem vorlateinischen Suffix °ara oder °era.[5]

Der Ort Condat-sur-Vézère ist seit gallorömischer Zeit besiedelt, wie archäologische Funde im Museum für Kunst und Archäologie des Périgord belegen.

Erst im Mittelalter gab es greifbare Beweise für die Existenz von Condat. Das Dorf Condat entwickelte sich um eine Hauptkommanderie des Johanniterordens, die bereits 1239 erwähnt wurde: die Hospitalis de Condato. Im Jahr 1321 wurde dort auch ein Leprosorium bezeugt. Als Teil der Kastellanei von Montignac hatte die Gemeinde im Jahr 1365 etwa 480 Einwohner. Als Durchgangs- und Überquerungspunkt der Vézère baute Condat dank der Hospitaliter einen Hafen aus, in dem die Kommende über eine Fähre verfügte, um gegen Gebühr Personen und Güter zu transportieren. Die Kommende von Condat wurde zum Haupthaus des Ordens von Saint-Jean im Périgord und hatte den Titel eines hohen Richters über die Pfarrei. Wie Montignac, Saint-Léon-sur-Vézère oder Limeuil war Condat eine kleines geschlossenes Dorf, das durch eine Umfriedung, Wassergräben und Tore verteidigt wurde. Da es sich um einen strategischen Standort handelte, musste es im Laufe der Jahrhunderte mehrere Belagerungen und Gewalttaten ertragen, insbesondere im Jahr 1377, als der Connétable von Frankreich Bertrand du Guesclin und seine Armee es einnahmen, bevor sie Bergerac belagerten. Daher sind aus dieser Zeit auf dem Gemeindegebiet nur noch wenige Überreste erhalten.

Während der Bürgerkriege in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, nach der Erholungs- und Wiederaufbauphase nach dem Hundertjährigen Krieg, musste Condat erneut Misshandlungen erleiden: Im Juni 1574 nahmen die Hugenotten die Kirche und das Dorf ein, die kurz darauf von Truppen befreit wurden, die der Gouverneur Jean de Losse eines Teils von Guyenne für den König von Frankreich, entsandt hatte. Im Jahr 1576 ereignete sich das gleiche Szenario erneut. Protestanten unter der Führung eines gewissen Kapitäns Pouch eroberten Condat, plünderten das Dorf und zogen sich in die Kirche zurück, von wo aus sie zahlreiche Razzien in benachbarte Dörfer führten. Sie wurden wiederum von demselben Jean de Losse belagert und eingenommen, bevor sie gehängt wurden. Nach dieser unruhigen Zeit restaurierten die aufeinanderfolgenden Leiter der Kommende von Condat die Ruinen nach und nach, führten umfangreiche Wartungs- und Verschönerungsarbeiten durch und stellten die Mühlen wieder in Betrieb, wozu die Einwohner von Condat verpflichtet waren, ihr Getreide und Nüsse zu mahlen.

Im 17. und 18. Jahrhundert war Condat eine größerer Ort, sein Hafen war günstig für den Warenabgang. Im Nordosten von Condat entstand der Stadtteil Saint-Roch, der seinen Namen von einer alten Kapelle aus dem 17. oder 18. Jahrhundert hat, die von den Einwohnern Condats selbst erbaut wurde, aus Dankbarkeit gegenüber dem heiligen Rochus von Montpellier für die Erhörung ihrer Gebete. Das religiöse Gebäude wurde 1739 anlässlich einer Hochzeit erwähnt und 1983 oder 1984 abgerissen.

1789, nach dem Sturm auf die Bastille, inszenierten die Einwohner Condats ihre eigene Revolution, indem sie die Einrichtung der Kommenden plünderten, die anschließend als Nationalgut verkauft wurde.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Condat am anderen Ufer des Coly, insbesondere in der Vorstadt les Barris, in Mérigots und erneut rund um die Kapelle Saint-Roch. Die Brücke über die Vézère wurde 1889 gebaut, was zu einer Neuausrichtung von Condat entlang der Departementsstraße D 62 führte, die entlang des Coly am rechten Ufer verläuft. Heute ist diese Straße die Hauptachse von Condat und beherbergt die wichtigsten öffentlichen Einrichtungen sowie Geschäfte. Die alte Eisenbahnlinie Nontron-Sarlat, die 1899 eingeweiht wurde, durchquerte das Gemeindegebiet. Ihre Streckenführung wurde von der D 704 übernommen. Nur die alte Eisenbahnbrücke beim Lieu-dit La Valade, die die Vézère zwischen Condat und Aubas überquert, zeugt noch von der Präsenz der Strecke. Aus demografischer Sicht nahm die Bevölkerung zwischen Anfang und Ende des 18. Jahrhunderts deutlich zu. Die Bevölkerungszahl blieb im 19. Jahrhundert mit durchschnittlich 700 Einwohnern relativ stabil. Aufgrund der Landflucht Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts ging es dann allmählich zurück und hatte kaum mehr als 500 Einwohner (das Dorf Combelguy war nach der Reblauskrise verlassen). Erst 1906 erhielt die Gemeinde ihren heutigen Namen Condat-sur-Vézère. Ein Jahr später beschloss ein Herr Gillet, am Flussufer eine Fabrik zur Herstellung von Gerbstoffen zu errichten, die als „Condat-Fabrik“ bekannt wurde. Bis 1960 trug sie den Namen PROGIL-Fabrik (eine Abkürzung von PROduits und GILlet). Die Fabrik, ein wichtiger Arbeitgeber in Condat und Umgebung, wandelte sich über die Jahrzehnte stetig und wechselte dabei immer wieder ihren Namen und ihre Eigentümer. Bis heute ist sie der größte lokale Arbeitgeber der Region.[6][7][8]

Bevölkerungsentwicklung

Condat-sur-Vézère: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020
Jahr  Einwohner
1793
  
754
1800
  
677
1806
  
690
1821
  
763
1831
  
759
1836
  
778
1841
  
695
1846
  
706
1851
  
711
1856
  
685
1861
  
723
1866
  
744
1872
  
687
1876
  
705
1881
  
662
1886
  
667
1891
  
638
1896
  
642
1901
  
641
1906
  
628
1911
  
682
1921
  
527
1926
  
593
1931
  
683
1936
  
717
1946
  
754
1954
  
705
1962
  
712
1968
  
771
1975
  
855
1982
  
909
1990
  
907
1999
  
825
2006
  
831
2013
  
913
2020
  
882
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[9] INSEE ab 2006[10][11][12]
Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Sehenswürdigkeiten

  • Die Kirche Nôtre-Dame et Saint-Jean-Baptiste ist ein einfacher und aufgrund der schmalen Seitenfenster ausgesprochen wehrhaft wirkender Bau des 13. Jahrhunderts. Sie wurde als Teil der Kommenden im 16. und im ausgehenden 19. Jahrhundert umfassend überarbeitet. Die fenster- und dekorlose Westfassade wird von einem viergeteilten Glockengiebel überhöht; die aus dem 19. Jahrhundert stammende Apsis mit einer Gruppe von drei – nach einem Triumphbogenschema angeordneten – Fenstern hat einen flachen Schluss. Der Kirchenbau wurde bereits im Jahr 1948 als Monument historique[13] eingeschrieben.
  • Die ehemalige Kemmende des Templer- bzw. Johanniterordens befand sich auf dem Gebiet der heutigen Burg Condat; von ihr ist nur noch der mittelalterliche Donjon mit einem Aborterker erhalten. Der ehemals vorhandene Wassergraben wurde zugeschüttet. Das ländliche Ensemble ist seit dem Jahr 2012 als Monument historique[14] eingeschrieben.
  • Im Ort stehen einige Fachwerkhäuser und ein schöner Herrensitz mit Eckrundturm.
Umgebung
  • Das etwa fünf Kilometer südlich des Ortes gelegene und im 15. Jahrhundert erbaute Renaissance-Schloss La Petite Filolie (45° 5′ 42″ N, 1° 12′ 50″ O) wurde im 17. Jahrhundert um einen Anbau erweitert. Die Hofanlage befindet sich in Privatbesitz und wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts grundlegend renoviert.
  • Beinahe noch imposanter ist das nahegelegene, aber auf dem östlichen Ufer der Vézère gelegene – zu einem Nobelhotel umgebaute – Schloss La Fleunie (45° 5′ 34″ N, 1° 13′ 21″ O) mit seinen vier – von Kegeldächern bedeckten – Rundtürmen in den Ecken des Bauwerks.

Bildung

Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vor- und Grundschule (École primaire).[15]

Wirtschaft

Erwerbstätigkeit

Im Jahre 2022 waren 359 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Condat-sur-Vézère erwerbstätig, entsprechend 71,6 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse. Die Zahl der Arbeitslosen war mit 33 Personen im Jahr 2022 viel niedriger als im Jahr 2016 (61). Die Arbeitslosenquote sank entsprechend von 15,5 % (2016) auf 9,1 % (2022). Insbesondere wurde die Arbeitslosigkeit der Personen zwischen 15 und 24 Jahren fast halbiert.[16]

Branchen und Betriebe

54 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2022 in Condat-sur-Vézère wirtschaftlich aktiv:[16]

Branche
Anzahl %
Gesamt 54
Fertigung, Bergbau und andere Industrien 6 11,1 %
Baugewerbe 5 9,3 %
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie 18 33,3 %
Finanzen und Versicherungen 1 1,9 %
Immobilien 1 1,9 %
Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten 3 5,6 %
Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln 8 14,8 %
Andere Dienstleistungen 12 22,2 %

Landwirtschaft

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[17] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 14 bei der Landwirtschaftszählung von 1988 auf 10 im Jahr 2000, auf 7 im Jahr 2010 und auf 4 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 71,4 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich von 207 Hektar im Jahre 1988 auf 64 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg von 14,8 Hektar auf 16,1 Hektar.[18][19][20]

Gemeindepartnerschaft

Condat-sur-Vézère pflegt seit 1995 eine Gemeindepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Rodalbe im Département Moselle. Sie entstand nicht zuletzt durch das Andenken der Aufnahme der lothringischen Familien in Condat-sur-Vézère bei ihrer Massenflucht im November 1940.[21]

Verkehr

Die zur Departementsstraße D 704 herabgestufte ehemalige Nationalstraße N 704 von Limoges nach Sarlat-la-Canéda verläuft auf dem rechten Über der Vézère gegenüber des Zentrums der Gemeinde. Dieses wird durchquert von der D 62, die aus südöstlicher Richtung kommend die Vézère überquert und auf die D 704 stößt. Lokale Landstraßen verbinden das Zentrum außerdem mit verschiedenen Weilern und Nachbargemeinden.

Regionalbusse einer Linie im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine verbinden Condat-sur-Vézère mit Brive-la-Gaillarde und mit Saint-Léon-sur-Vézère über Montignac-Lascaux.[22]

Die Nachbargemeinde Lardin-Saint-Lazare verfügt auf ihrem Gebiet kurz hinter der gemeinsamen Gemeindegrenze den Bahnhof Condat-Le Lardin an der Bahnstrecke Coutras–Tulle, der von Zügen einer Linie der TER Nouvelle-Aquitaine im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine angefahren wird, die zwischen Ussel und Bordeaux über Périgueux verkehren.[23]

Literatur

Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).

Commons: Condat-sur-Vézère – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Géologie de la Dordogne-Périgord. Éditions Esprit de Pays, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  2. Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  3. Dossier des Départements der Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  4. Natürliche Risiken. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  5. Siehe Tanet, Hordé, Seiten 115–116, 424–425
  6. Condat-sur-Vézère (französisch) (Memento vom 9. September 2016 im Internet Archive)
  7. Présentation. Gemeinde Condat-sur-Vézère, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  8. Becker Line, Pagazani Xavier: Présentation de la commune de Condat-sur-Vézère. Region Nouvelle-Aquitaine, 2011, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  9. Notice Communale Condat-sur-Vézère. EHESS, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  10. Populations légales 2006 Commune de Condat-sur-Vézère (24130). INSEE, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  11. Populations légales 2013 Commune de Condat-sur-Vézère (24130). INSEE, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  12. Populations légales 2020 Commune de Condat-sur-Vézère (24130). INSEE, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  13. Église, Condat-sur-Vézère in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  14. Ancienne commanderie, Condat-sur-Vézère in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  15. École primaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  16. a b Dossier complet Commune de Condat-sur-Vézère (24130). INSEE, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  17. Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  18. Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Condat-sur-Vézère. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  19. Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  20. Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  21. Philippe Derler: Villes jumelées : des amitiés façonnées par l’histoire. Le Républicain Lorrain, 3. September 2022, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  22. Cars régionaux Dordogne. (PDF) Region Nouvelle-Aquitaine, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).
  23. Réseau de trains Nouvelle-Aquitaine. (PDF) Region Nouvelle-Aquitaine, abgerufen am 13. Januar 2026 (französisch).