Landgericht Schnabelwaid
Das Landgericht Schnabelwaid war ein von 1812 bis 1842 bestehendes bayerisches Landgericht älterer Ordnung mit Sitz in Schnabelwaid im heutigen Landkreis Bayreuth. 1842 wurde der Sitz des Landgerichts nach Pegnitz verlegt und das Landgericht dementsprechend umbenannt (s. Landgericht Pegnitz).
Struktur
Steuerdistrikte
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1812 das Landgericht in 14 Steuerdistrikte untergliedert, die dem Rentamt Pegnitz unterstanden:
- Birk mit Altenkünsberg, Eichen, Eichhammer, Eichschlag, Fickmühle, Haaghaus, Neuhof, Oberölschnitz, Oberschwarzach, Seidelmühle, Seidwitz, Tiefenthal, Unterölschnitz und Unterschwarzach;
- Bronn mit Hüll, Lüglas, Weidenhüll, Weidensees und Willenreuth;
- Buchau mit Haidmühle, Kaltenthal, Lehm, Scharthammer und Wolfslohe;
- Creußen mit Boden, Bühl, Dorschenhof, Hagenohe, Hagenreuth, Hammermühle, Hörhof, Lankenreuth, Neumühle, Sägmühle und Stockmühle;
- Gottsfeld mit Großweiglareuth, Hörlasreuth, Kleinweiglareuth, Oberneueben, Schwürz, Unterneueben und Wasserkraut;
- Haidhof mit Althaidhof, Kotzmannsreuth, Letten, Neuhaidhof und Neuhaus;
- Hainbronn mit Hammerbühl, Heroldsreuth, Horlach, Nemschenreuth, Neudorf, Stein, Weidelwangermühle und Willenberg;
- Höfen mit Fischstein, Hammerschrott, Haselhof, Mosenberg, Oberbrand, Schmierhütte, Unterbrand und Ziegelhütte;
- Lindenhardt mit Arnoldsreuth, Gößmannsreuth, Oberhöhlmühle, Schmellenhof und Unterhöhlmühle;
- Losau mit Altencreußen, Bieberswöhr, Engelmannsreuth, Frankenberg, Funkendorf, Großkorbis, Kleinkorbis, Prebitz, Prebitzmühle, Preußling, Rohrmühle, Ruspen, Sand und Voita;
- Pegnitz mit Altstadt;
- Plech mit Bernheck, Ottenhof, Schmierhütte und Strüthof;
- Schnabelwaid mit Langenreuth, Preunersfeld, Schönfeld, Stemmenreuth und Zips;
- Spies mit Eibenthal, Eichenstruth, Illafeld und Riegelstein.
Gemeinden
Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurden 17 Ruralgemeinden und 2 Munizipalgemeinden gebildet:
- Birk mit Altenkünsberg, Eichen, Eichhammer, Fickmühle, Haaghaus, Neuhof, Oberölschnitz, Oberschwarzach, Seidelmühle, Tiefenthal, Unterölschnitz und Unterschwarzach;
- Bronn mit Lüglas, Weidenhüll und Willenreuth;
- Buchau mit Haidmühle, Kaltenthal, Kotzenhammer, Lehm, Rosenhof, Scharthammer und Wolfslohe;
- Bühl mit Boden, Dorschenhof, Hagenohe, Hagenreuth, Hammermühle, Hörhof, Lankenreuth, Sägmühle und Stockmühle;
- Creußen, Magistrat III. Klasse;
- Gottsfeld mit Großweiglareuth, Hörlasreuth, Kleinweiglareuth, Oberneueben, Schwürz, Unterneueben und Wasserkraut;
- Haidhof mit Althaidhof, Kotzmannsreuth, Letten, Neuhaidhof und Neuhaus;
- Hainbronn mit Hammerbühl, Heroldsreuth, Horlach, Nemschenreuth, Neudorf, Stein, Weidelwangermühle und Willenberg;
- Höfen mit Fischstein, Hammerschrott, Haselhof, Mosenberg, Oberbrand, Schmierhütte, Unterbrand und Ziegelhütte;
- Lindenhardt mit Oberhöhlmühle und Unterhöhlmühle;
- Ottenhof mit Bernheck, Schmierhütte und Strüthof;
- Pegnitz, Magistrat III. Klasse mit Altstadt;
- Plech;
- Prebitz mit Altencreußen, Bieberswöhr, Engelmannsreuth, Frankenberg, Funkendorf, Großkorbis, Kleinkorbis, Losau, Prebitzmühle, Preußling, Rohrmühle, Ruspen, Sand und Voita;
- Schnabelwaid;
- Seidwitz mit Eichschlag;
- Spies mit Eibenthal, Eichenstruth, Illafeld und Riegelstein;
- Weidensees mit Hüll;
- Zips mit Arnoldsreuth, Craimoos, Gößmannsreuth, Langenreuth, Neumühle, Preunersfeld, Schmellenhof, Schönfeld und Stemmenreuth.
Literatur
- Karl Friedrich Hohn (Hrsg.): Geographisch-statistische Beschreibung des Ober-Mainkreises. J. Dederich, Bamberg 1827, OCLC 165778714, S. 243–251 (Digitalisat).
- Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 549–550.