Schmierhütte (Veldensteiner Forst)
Schmierhütte (auch Jägersruh genannt[1]) war ein Gemeindeteil der Gemeinde Höfen im Landkreis Pegnitz. Heute ist Schmierhütte eine Wüstung im gemeindefreien Gebiet Veldensteiner Forst im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).
Lage
Die Einöde lag inmitten des Waldgebiets Haselbeckenteich auf einer Höhe von 390 m ü. NHN. Ein Wirtschaftsweg führte nach Oberbrand (1 km nordöstlich) bzw. nach Mosenberg (0,7 km südöstlich).[2] In der Nähe befindet sich der Schmierhüttenfelsen, der als Geotop ausgezeichnet ist.[3]
Geschichte
Mit dem Gemeindeedikt wurde Schmierhütte dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Höfen und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Höfen zugewiesen. In der Bayerischen Uraufnahme ist das Anwesen als „Theerofen“ verzeichnet.[4] 1952 galt das Anwesen als abgebrochen.[5]
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1910 | 1925 | 1950 | 1961 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 7 | 12 | 12 | 6 | 2 | 1 | † | † |
| Häuser[6] | 1 | 1 | 1 | † | † | |||
| Quelle | [7] | [8] | [9] | [10] | [11] | [12] | [5] | [13] |
Religion
Schmierhütte war römisch-katholisch geprägt und nach St. Peter und Paul (Neuhaus an der Pegnitz) gepfarrt.[12]
Literatur
- Josef Pfanner: Landkreis Pegnitz (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1965, DNB 457000961, S. 24.
Weblinks
- Schmierhütte im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 30. September 2025.
Fußnoten
- ↑ J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 24.
- ↑ TK 1:25.000 Blatt Auerbach i.d.OPf. 6335. Normalausgabe 1945. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. September 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. September 2025.
- ↑ Bayerische Uraufnahme. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. September 2025.
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 980 (Digitalisat).
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1961 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 925, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1097, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1045 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1096 (Digitalisat).
- ↑ Meyers Orts- und Verkehrslexikon des Deutschen Reiches/1912. In: wiki.genealogy.net. Abgerufen am 17. Oktober 2025.
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1131 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 720 (Digitalisat).
Koordinaten: 49° 39′ 39,2″ N, 11° 33′ 23″ O