Haselhof (Neuhaus an der Pegnitz)

Haselhof ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet des Marktes Neuhaus an der Pegnitz im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern).

Lage

Die Einöde mit eigener Hausnummer lag auf einer Höhe von 395 m ü. NHN im Pegnitztal, 200 Meter nördlich des Flusses. Im Westen grenzte das Waldgebiet Haselbeckenteich an. Ein Feldweg führte nach Brand (0,4 km nordöstlich) bzw. nach Mosenberg (1 km südlich).[1]

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1796 als „Hasenhof“ erstmals schriftlich erwähnt. Er unterstand dem preußischen Justiz- und Kammeramt Pegnitz.

Mit dem Gemeindeedikt wurde Haselhof dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Höfen und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Höfen zugewiesen. 1910 war das Anwesen als unbewohnt. Es fiel dem Nürnberger Wasserleitungsbau zur Erschließung der Haselhofquellen zum Opfer.[2]

Einwohnerentwicklung

Jahr 1861 1871 1885 1900 1910
Einwohner 5 6 5 5 0
Häuser[3] 1 1
Quelle [4] [5] [6] [7] [8]

Religion

Haselhof war römisch-katholisch geprägt und nach St. Peter und Paul (Neuhaus an der Pegnitz) gepfarrt.[7]

Literatur

Fußnoten

  1. Bayerische Uraufnahme. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 29. September 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
  2. J. Pfanner: Pegnitz, S. 19.
  3. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1885 und 1900 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  4. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 925, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  5. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1097, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  6. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1045 (Digitalisat).
  7. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1096 (Digitalisat).
  8. Meyers Orts- und Verkehrslexikon des Deutschen Reiches/1912. In: wiki.genealogy.net. Abgerufen am 17. Oktober 2025.

Koordinaten: 49° 39′ 48,5″ N, 11° 33′ 46,7″ O