Schmierhütte (Plech)
Schmierhütte ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet des Marktes Plech im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).
Lage
Die Einöde wurde in der Bayerischen Uraufnahme „Schmirbrenner“ genannt. Sie lag auf einer Höhe von 444 m ü. NHN. Im Norden grenzte der Veldensteiner Forst an, hier die Distrikte „Dreifaltigkeit“ und „Petersfelsen“. Ein Feldweg führte nach Bernheck (1,4 km südwestlich).[1]
Geschichte
Mit dem Gemeindeedikt wurde Schmierhütte dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Plech und der wenig später gebildeten Ruralgemeinde Ottenhof zugewiesen. Nach 1910 gibt es keine weiteren Einträge in Ortsverzeichnissen. Dem Namen nach wurde Wagenschmiere hergestellt (s. Wagenschmiermann).[2]
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1910 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 6 | 4 | 4 | 7 | 0 |
| Häuser[3] | 1 | 1 | |||
| Quelle | [4] | [5] | [6] | [7] | [8] |
Religion
Die Katholiken waren nach St. Peter und Paul (Neuhaus an der Pegnitz) gepfarrt, die Protestanten nach St. Susannae (Plech).[7]
Literatur
- Josef Pfanner: Landkreis Pegnitz (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Oberfranken. Band 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1965, DNB 457000961, S. 48.
Weblinks
- Schmierhütte in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 1. Oktober 2025.
- Schmierhütte im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 1. Oktober 2025.
Fußnoten
- ↑ Bayerische Uraufnahme. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2025.
- ↑ J. Pfanner: Landkreis Pegnitz, S. 48.
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 und 1900 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 925, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1098, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1045 (Digitalisat).
- ↑ a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1096 (Digitalisat).
- ↑ Meyers Orts- und Verkehrslexikon des Deutschen Reiches/1912. In: wiki.genealogy.net. Abgerufen am 17. Oktober 2025.
Koordinaten: 49° 40′ 42,2″ N, 11° 29′ 42,4″ O