Landgericht Pegnitz
Das Landgericht Pegnitz war ein von 1812 bis 1879 bestehendes bayerisches Landgericht älterer Ordnung mit Sitz in Pegnitz im heutigen Landkreis Bayreuth.
Geschichte
Im Jahr 1812 wurde ein bayerisches Landgericht älterer Ordnung in Schnabelwaid errichtet. Das Landgericht Schnabelwaid wurde dem Mainkreis zugeschlagen. 1842 wurde der Sitz des Landgerichts nach Pegnitz verlegt und das Landgericht dementsprechend umbenannt.[1] Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes am 1. Oktober 1879 wandelte man es in das Amtsgericht Pegnitz um.
Gemeinden
Im Landgericht Pegnitz gab es zunächst unverändert 19 Gemeinden:
- Birk mit Altenkünsberg, Eichen, Eichhammer, Fickmühle, Haaghaus, Neuhof, Oberölschnitz, Oberschwarzach, Seidelmühle, Tiefenthal, Unterölschnitz und Unterschwarzach;
- Bronn mit Lüglas, Weidenhüll und Willenreuth;
- Buchau mit Haidmühle, Kaltenthal, Kotzenhammer, Lehm, Rosenhof, Scharthammer und Wolfslohe;
- Bühl mit Boden, Dorschenhof, Hagenohe, Hagenreuth, Hammermühle, Hörhof, Lankenreuth, Sägmühle und Stockmühle;
- Creußen;
- Gottsfeld mit Großweiglareuth, Hörlasreuth, Kleinweiglareuth, Oberneueben, Schwürz, Unterneueben und Wasserkraut;
- Haidhof mit Althaidhof, Kotzmannsreuth, Letten, Neuhaidhof und Neuhaus;
- Hainbronn mit Hammerbühl, Heroldsreuth, Horlach, Nemschenreuth, Neudorf, Stein, Weidelwangermühle und Willenberg;
- Höfen mit Fischstein, Hammerschrott, Haselhof, Mosenberg, Oberbrand, Schmierhütte, Unterbrand und Ziegelhütte;
- Lindenhardt mit Oberhöhlmühle und Unterhöhlmühle;
- Ottenhof mit Bernheck, Schmierhütte und Strüthof;
- Pegnitz mit Altstadt;
- Plech;
- Prebitz mit Altencreußen, Bieberswöhr, Engelmannsreuth, Frankenberg, Funkendorf, Großkorbis, Kleinkorbis, Losau, Prebitzmühle, Preußling, Rohrmühle, Ruspen, Sand und Voita;
- Schnabelwaid;
- Seidwitz mit Eichschlag;
- Spies mit Eibenthal, Eichenstruth, Illafeld und Riegelstein;
- Weidensees mit Hüll;
- Zips mit Arnoldsreuth, Craimoos, Gößmannsreuth, Langenreuth, Neumühle, Preunersfeld, Schmellenhof, Schönfeld und Stemmenreuth.
Am 1. Oktober 1857 wurde Eichschlag nach Birk umgemeindet und es entstanden zugleich aus der Gemeinde Birk zwei Gemeinden:
- Birk mit Amoslohe, Eichen, Eichhammer, Eichschlag, Fickmühle, Linhardshaus, Oberölschnitz, Reuthaus, Schmeerhaus, Seidelmühle, Tiefenthal, Unterölschnitz und Waizenleithe;
- Neuhof mit Altenkünsberg, Haaghaus, Oberschwarzach, Tiefenthal und Unterschwarzach.
Die Gemeinde Birk wurde an das Landgericht Weidenberg abgegeben.[2]
Literatur
- Karl Friedrich Hohn (Hrsg.): Geographisch-statistische Beschreibung des Ober-Mainkreises. J. Dederich, Bamberg 1827, OCLC 165778714, S. 243–251 (Digitalisat).
- Kreis bayerischer Gelehrter (Hrsg.): Oberfranken und Mittelfranken (= Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 3). Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1865, DNB 56034290X, OCLC 165629235, S. 616–620 (Digitalisat).
- Pleikard Joseph Stumpf: Landgericht Pegnitz. In: Bayern. Ein geographisch-statistisch-historisches Handbuch des Königreiches. Zweiter Theil. München 1853, OCLC 643829991, S. 619–621 (Digitalisat).
- Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 549–550.
Einzelnachweise
- ↑ W. Volkert: Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980, S. 609.
- ↑ Richard Winkler: Bayreuth – Stadt und Altlandkreis (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 30). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1999, ISBN 3-7696-9696-4, S. 446, 498.