Stoberdorf

Stoberdorf (Dorf)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Mölbling  (KG Krasta, Dielach)
Koordinaten 46° 51′ 15″ N, 14° 26′ 3″ Of1
Höhe 592 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 13 (1. Jän. 2025)
Gebäudestand 9 (1. Jän. 2021f1)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01547
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS
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BW

Stoberdorf ist eine Ortschaft in der Gemeinde Mölbling im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Das Dorf mit heute nur 13 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025[1]) war zeitweise auf drei verschiedene Gemeinden aufgeteilt.

Lage

Stoberdorf liegt im Westen des Krappfelds, etwa ein bis eineinhalb Kilometer südwestlich des Gemeindehauptorts Mölbling bzw. etwa drei Kilometer südwestlich des Zentrums von Althofen.

Westlich bzw. rechts der Gurk und seit jeher in der Katastralgemeinde Dielach liegen die Häuser Nr. 1 (vulgo Schmid) und 1a, 2 (im Verfall) und 9. Östlich bzw. links der Gurk liegen die Häuser Nr. 5 und 6 sowie 7 und 8 heute ebenfalls in der Katastralgemeinde Dielach, früher jedoch in der Katastralgemeinde Krasta. Nördlich davon liegen die Häuser 3, 4 und 5a (vulgo Rettlmaier) in der Katastralgemeinde Rabing.

Geschichte

Der Ort wird 1311 als Dogasdorf erwähnt, 1340 als Stagosdorf, 1341 als Togasdorf und 1381 als Zteugasdorf. Der Ortsname leitet sich vom slowenischen Personennamen Stogoj ab.[2]

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte der in der Katastralgemeinde Krasta gelegene Teil des Orts zum Steuerbezirk Althofen (Herrschaft und Landgericht), der in der Katastralgemeinde Dielach gelegene Teil des Orts zum Steuerbezirk Osterwitz, und der in der Katastralgemeinde Rabing gelegene Teil des Orts zum Steuerbezirk Kraig und Nußberg.

Bei Gründung der Ortsgemeinden 1850 kam der in der Katastralgemeinde Krasta gelegene Teil des Orts an die Gemeinde Krasta, die 1958 in Kappel am Krappfeld umbenannt wurde. Der in der Katastralgemeinde Dielach gelegene Teil des Orts kam 1850 an die Gemeinde Pfannhof, bei deren Auflösung 1899 an die Gemeinde Meiselding. Der in der Katastralgemeinde Rabing gelegene Teil des Orts kam 1850 an die Gemeinde Rabing, die 1956 in Mölbling umbenannt wurde.

Im Zuge der Kärntner Gemeindestrukturreform von 1973 kamen ca. 257 ha Fläche mit damals 25 Einwohnern (Stoberdorf und der links der Gurk gelegene Teil von Latschach) von der Katastralgemeinde Krasta an die Katastralgemeinde Dielach. Dadurch und durch die gleichzeitig vorgenommene Fusion der Gemeinden Meiselding und Mölbling gehört seither der gesamte Ort Stoberdorf zur Gemeinde Mölbling.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Für den Ort ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:

  • 1869: 9 Häuser, 72 Einwohner (davon Gemeinde Krasta: 6 Häuser, 58 Einwohner; Gde. Pfannhof: 2 Häuser, 7 Einwohner; Gde. Rabing: 1 Haus, 7 Einwohner)[4]
  • 1880: 10 Häuser, 61 Einwohner (davon Gde. Krasta: 7 Häuser, 41 Einwohner; Gde. Pfannhof: 2 Häuser, 9 Einwohner; Gde. Rabing: 1 Haus, 11 Einwohner)[5]
  • 1890: 9 Häuser, 59 Einwohner (davon Gde. Krasta: 6 Häuser, 36 Einwohner; Gde. Pfannhof: 2 Häuser, 11 Einwohner; Gde. Rabing: 1 Haus, 12 Einwohner)[6]
  • 1900: 8 Häuser, 65 Einwohner (davon Gde. Krasta: 5 Häuser, 31 Einwohner; Gde. Meiselding: 2 Häuser, 10 Einwohner; Gde. Rabing: 1 Haus, 24 Einwohner)[7]
  • 1910: 6 Häuser, 47 Einwohner (davon Gde. Krasta: 2 Häuser, 16 Einwohner; Gde. Meiselding: 2 Häuser, 11 Einwohner; Gde. Rabing: 2 Häuser, 20 Einwohner)[8]
  • 1923: 7 Häuser, 38 Einwohner (davon Gde. Krasta: 3 Häuser, 14 Einwohner; Gde. Meiselding: 2 Häuser, 10 Einwohner; Gde. Rabing: 2 Häuser, 14 Einwohner)[9]
  • 1934: 36 Einwohner (davon Gde. Krasta: 17 Einwohner; Gde. Meiselding: 9 Einwohner; Gde. Rabing: 10 Einwohner)[10]
  • 1961: 15 Häuser, 60 Einwohner (davon Gde Kappel am Krappfeld: 4 Häuser, 17 Einwohner; Gde. Meiselding: 2 Häuser, 9 Einwohner; Gde. Mölbling: 9 Häuser, 34 Einwohner)[11]
  • 2001: 10 Gebäude (davon 7 mit Hauptwohnsitz) mit 9 Wohnungen; 21 Einwohner und 3 Nebenwohnsitzfälle; 7 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 2 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon in der Katastralgemeinde Dielach 7 Häuser, 11 Einwohner; in der Katastralgemeinde Rabing 3 Häuser, 10 Einwohner)[12]
  • 2011: 10 Gebäude, 15 Einwohner, 8 Haushalte, 1 Arbeitsstätte[13]
  • 2021: 9 Gebäude, 14 Einwohner, 6 Haushalte, 3 Arbeitsstätten[14]

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Eberhard Kranzmayer: Ortsnamenbuch von Kärnten. Teil II: Alphabetisches Kärntner Siedlungsnamenbuch. Klagenfurt 1958.
  3. Oskar Glanzer, Ralf Unkart: Die Neuordnung der Gemeindestruktur in Kärnten im Jahr 1972. Klagenfurt 1973. S. 95.
  4. K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 59 und 75.
  5. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 47, 48 und 59.
  6. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 48.
  7. K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 10, 24 und 31.
  8. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 30, 31 und 40.
  9. Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 13 und 17.
  10. handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 13 und 17.
  11. Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 252.
  12. Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 117.
  13. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 45.
  14. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 41.