Gunzenberg (Gemeinde Mölbling)

Gunzenberg (Dorf)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland St. Veit an der Glan (SV), Kärnten
Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan
Pol. Gemeinde Mölbling  (KG Gunzenberg)
Koordinaten 46° 52′ 38″ N, 14° 22′ 14″ Of1
Höhe 1039 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 16 (1. Jän. 2025)
Gebäudestand 9 (1. Jän. 2021f1)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 01540

Gunzenberg
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS
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16

Gunzenberg ist eine Ortschaft in der Gemeinde Mölbling im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat 16 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025[1]).

Lage

Die Ortschaft liegt im Norden der Gemeinde Mölbling, in der Katastralgemeinde Gunzenberg, auf dem Höhenrücken des nördlichen Höhenzugs der Wimitzer Berge, etwa 6 km westnordwestlich des Gemeindehauptorts Mölbling, und nur 3 ½ km südöstlich von Straßburg-Stadt.

Die Ortschaft besteht heute vorwiegend aus einem kleinen Dorf rund um die Pfarrkirche Gunzenberg, darunter die Häuser Leitgebhube (Haus Nr. 3) und Rubsamer (auch Zechner, Nr. 4). Außerdem gehört die Primerlhube (auch Salbrechterhube am Kogl, Nr. 16) zur Ortschaft, die etwa 2 ½ km südsüdöstlich des Dorfs liegt, nur etwa 500 m südwestlich von Schloss Welsbach.

Geschichte

Auf dem Gebiet der Steuergemeinde Gunzenberg liegend, gehörte Gunzenberg in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Kraig und Nußberg. Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam Gunzenberg an die Gemeinde Rabing, die 1956 in Mölbling umbenannt wurde und 1973 durch Fusion mit der Gemeinde Meiselding zur heutigen Gemeinde Mölbling wurde.

Die heutige Ortschaft Gerach wurde zunächst als Ortschaftsbestandteil von Gunzenberg betrachtet und wurde erst im 20. Jahrhundert eine eigene Ortschaft. Die verstreut liegenden Höfe zwischen dem Dorf Gunzenberg und der Primerlhube – mittlerweile großteils aufgegeben bzw. im Welsbachschen Forstbetrieb aufgegangen – wurden bei den Volkszählungen teils zu Gunzenberg gerechnet, teils zu Gerach, teils als Gunzenberger Ortschaftsbestandteil Kogl geführt, während der unweit davon gelegene heutige Ort Kogl zu jener Zeit noch eine Ortschaft der Nachbargemeinde Meiselding war. Die Volkszählungsergebnisse von Mitte des 19. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts sind daher nur bedingt miteinander vergleichbar.

Bevölkerungsentwicklung

Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:

einschließlich Gerach:

  • 1869: 16 Häuser, 142 Einwohner[2]
  • 1880: 16 Häuser, 131 Einwohner[3]
  • 1890: 15 Häuser, 120 Einwohner (davon Dorf Gunzenberg 5 Häuser, 32 Einwohner; Dorf Goriach 7 Häuser, 68 Einwohner; Rotte Kogl 3 Häuser, 20 Einwohner)[4]
  • 1900: 15 Häuser, 137 Einwohner (davon Dorf Gunzenberg 12 Häuser, 116 Einwohner; Görach 2 Häuser, 12 Einwohner; Kogl 1 Haus, 9 Einwohner)[5]
  • 1910: 17 Häuser, 94 Einwohner (davon Dorf Gunzenberg 11 Häuser, 65 Einwohner; Streusiedlung Gunzenberg 3 Häuser, 21 Einwohner; Gerach 3 Häuser, 8 Einwohner)[6]
  • 1923: 16 Häuser, 87 Einwohner (davon Dorf Gunzenberg 10 Häuser, 58 Einwohner; Gerach 4 Häuser, 15 Einwohner; Streusiedlung Gunzenberg 2 Häuser, 14 Einwohner)[7]
  • 1934: 62 Einwohner[8]

ohne Gerach:

  • 1961: 9 Häuser, 38 Einwohner[9]
  • 2001: 13 Gebäude (davon 5 mit Hauptwohnsitz) mit 7 Wohnungen; 14 Einwohner und 0 Nebenwohnsitzfälle; 5 Haushalte; 2 Arbeitsstätten, 2 land- und forstwirtschaftliche Betriebe[10]
  • 2011: 9 Gebäude, 18 Einwohner, 7 Haushalte, 3 Arbeitsstätten[11]
  • 2021: 9 Gebäude, 17 Einwohner, 7 Haushalte, 3 Arbeitsstätten[12]

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 59.
  3. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 47.
  4. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 48.
  5. K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 64.
  6. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 31.
  7. Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 13.
  8. handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 13.
  9. Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 252.
  10. Ortsverzeichnis 2001 Kärnten (PDF; 4,7 MB), Statistik Austria, Wien 2004, ISBN 3-902452-41-2, S. 117.
  11. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 45.
  12. Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 41.
Commons: Gunzenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien