Wörnhof

Wörnhof war eine Ortschaft in der heutigen Gemeinde Mölbling im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Der Ort wurde im 20. Jahrhundert aufgegeben und wird nicht mehr als Ortschaft geführt.

Lage

Wörnhof lag knapp 3 Kilometer westlich des Gemeindehauptorts Mölbling in der Katastralgemeinde Rastenfeld, in 745 m Seehöhe, zwischen Treffling und der ehemaligen Ortschaft Latschenberg.

Geschichte

Der ab 1550 genannte Wörnhof wird ab 1590 als Gewerkensitz erwähnt.[1] Die adeligen Besitzer im 16. Jahrhundert waren Protestanten.[2] 1846 wurden am landtäflichen Gutshof Wörnhof 6 Ochsen, 6 Kühe, 8 Kälber und 50 Schafe gehalten.[3] Die aus Klagenfurt stammende spätere Malerin und Schauspielerin Albine Schroth verbrachte in ihrer Jugend in den 1880er-Jahren einige Zeit bei ihrem Onkel auf Schloss Wörnhof.[4]

Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam Wörnhof an die Gemeinde Rabing. Um die Wende zum 20. Jahrhundert wurde die gesamte Gegend von Carl Auer von Welsbach aufgekauft und seither forstwirtschaftlich genutzt.[5] Der einst schlossartige Gewerkensitz Wörnhof wurde zunächst noch verpachtet, verfiel aber nach 1945.

Bevölkerungsentwicklung

Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:

  • 1869: 4 Häuser, 34 Einwohner[6]
  • 1880: 2 Häuser, 39 Einwohner[7]
  • 1890: 3 Häuser, 40 Einwohner[8]
  • 1900: 3 Häuser, 41 Einwohner[9]
  • 1910: 3 Häuser, 5 Einwohner[10]
  • 1923: 1 Haus, 0 Einwohner[11]

Einzelnachweise

  1. Hermann Wiessner, Gerhard Seebach: Burgen und Schlösser um Friesach, St. Veit, Wolfsberg. 2. erw. Auflage. Birken-Verlag, Wien 1977, S. 138.
  2. Peter Schöffmann: Das Bistum Gurk im konfessionellen Zeitalter. Carinthia, Klagenfurt 1989. S. 43.
  3. Carinthia, Ferd. v. Kleinmayr, Klagenfurt 1848. S. 90.
  4. Albine Schroth-Ukmar: Wie mir die Geistinger abgeraten hat, Schauspielerin zu werden. In: Deutsches Volksblatt, 4. Oktober 1903, S. 14 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/dvb
  5. zum Ankauf des Guts Wörnhof: Lavantthaler Bote, 6. April 1895, S. 4.
  6. K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 59.
  7. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 48.
  8. K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 48.
  9. K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 64.
  10. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 31.
  11. Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 13.

Koordinaten: 46° 51′ 28,2″ N, 14° 24′ 35,9″ O