Latschenberg
Latschenberg war eine Ortschaft in der heutigen Gemeinde Mölbling im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Der Ort wurde im frühen 20. Jahrhundert aufgegeben und wird seither nicht mehr als Ortschaft geführt.
Lage
Latschenberg lag etwa 3 ½ Kilometer westlich des Gemeindehauptorts Mölbling in der Katastralgemeinde Rastenfeld, in 700 m Seehöhe, zwischen den heute ebenfalls nicht mehr bestehenden Orten Wörnhof und Oberdorf, beziehungsweise zwischen Treffling und Welsbach.
Geschichte
1252 wird Lazenperge urkundlich genannt.[1] 1589 werden Güter des Bischofs von Gurk am Lätschenperg bei Meiselding erwähnt.[2]
Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam Latschenberg an die Gemeinde Rabing. Danach werden im Ort unter anderem Pfalshube, Karpfhube und Leutgebhube (auch Hietzhube) erwähnt. Um die Jahrhundertwende wurde die gesamte Gegend von Carl Auer von Welsbach aufgekauft. Die Ortschaft wurde dann aufgelassen, auch wenn ein einzelnes Gebäude noch bis in die 1970er-Jahre stehen blieb.
Bevölkerungsentwicklung
Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:[3]
- 1869: 3 Häuser, 39 Einwohner[4]
- 1880: 2 Häuser, 38 Einwohner[5]
- 1890: 4 Häuser, 40 Einwohner[6]
- 1900: 4 Häuser, 33 Einwohner[7]
Einzelnachweise
- ↑ Monumenta historica ducatus Carinthiae: Geschichtliche Denkmäler des Herzogthumes Kärnten. Zweiter Band: Die Gurker Geschichtsquellen 1233 - 1269. Ferd. v. Kleinmayr, Klagenfurt 1898. S. 61.
- ↑ Historischer Verein für Steiermark: Beiträge zur Kunde steiermärkischer Geschichtsquellen. 29. Jahrgang. Verlag des historischen Vereins, Graz 1898. S. 327.
- ↑ 1847 erwähnt Eugen Huhn im Topographisch-statistisch-historischen Lexikon von Deutschland für Latschenberg 15 Häuser und 80 Einwohner (3. Band. Bibliographisches Institut, 1846. S. 967.). Aufgrund des großen Unterschieds zur Häuserzahl von 1869 könnte es sich dabei um eine Verwechslung mit einer Ortschaft Latschenberg im heutigen Slowenien handeln.
- ↑ K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 59.
- ↑ K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 47.
- ↑ K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 48.
- ↑ K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 64.
Koordinaten: 46° 51′ 24″ N, 14° 24′ 13,5″ O