Welsbach (Gemeinde Mölbling)
| Welsbach (Rotte) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | St. Veit an der Glan (SV), Kärnten | |
| Gerichtsbezirk | Sankt Veit an der Glan | |
| Pol. Gemeinde | Mölbling (KG Rastenfeld) | |
| Koordinaten | 46° 51′ 30″ N, 14° 23′ 29″ O | |
| Höhe | 744 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 9 (1. Jän. 2025) | |
| Gebäudestand | 7 (1. Jän. 2021) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 01552 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS | ||
Welsbach, bis Mitte des 20. Jahrhunderts Oberdorf, ist eine Ortschaft in der Gemeinde Mölbling im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat 9 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025[1]).
Lage
Welsbach liegt in der Katastralgemeinde Rastenfeld, etwa 4 km westlich des Gemeindehauptorts Mölbling und etwa einen ¾ km nördlich von Schloss Rastenfeld.
Geschichte
Auf dem Gebiet der Steuergemeinde Rastenfeld gelegen, gehörte der Ort Oberdorf in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Rastenfeld. Bei Gründung der politischen Gemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam Oberdorf an die Gemeinde Rabing, die 1956 in Mölbling umbenannt und 1973 mit der Gemeinde Meiselding zur heutigen Gemeinde Mölbling fusioniert wurde.
Einer der Besitzer des Schlosses Rastenfeld ließ im 19. Jahrhundert in Oberdorf eine Villa errichten. In dieser Villa, genannt Marienheim, lebte in den 1880er-Jahren die Schauspielerin und Opernsängerin Marie Geistinger, die Schloss Rastenfeld und die Villa gekauft hatte. 1883 verkaufte Geistinger diese Liegenschaften an den Industriellen Carl Auer von Welsbach. Auer von Welsbach erwarb in den folgenden Jahren eine ganze Reihe von Bauernhöfen in der Gegend; sein großer Forstbetrieb trat an die Stelle kleiner Landwirtschaften. In Oberdorf ließ Auer von Welsbach neben der Villa Marienheim ein großzügiges neues Schloss, Schloss Welsbach, samt Parkanlagen errichten.
Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Name der Ortschaft von Oberdorf in Welsbach geändert.
Bevölkerungsentwicklung
Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:
als Oberdorf:
- 1869: 5 Häuser, 44 Einwohner[2]
- 1880: 5 Häuser, 51 Einwohner[3]
- 1890: 6 Häuser, 38 Einwohner[4]
- 1900: 5 Häuser, 25 Einwohner[5]
- 1910: 7 Häuser, 33 Einwohner[6]
- 1923: 7 Häuser, 24 Einwohner[7]
- 1934: 28 Einwohner[8]
als Welsbach:
- 1961: 8 Häuser, 40 Einwohner[9]
- 2001: 7 Gebäude (davon 4 mit Hauptwohnsitz) mit 5 Wohnungen; 10 Einwohner und 2 Nebenwohnsitzfälle; 5 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 1 land- und forstwirtschaftlicher Betrieb[10]
- 2011: 7 Gebäude, 11 Einwohner, 5 Haushalte, 0 Arbeitsstätten[11]
- 2021: 7 Gebäude, 9 Einwohner, 5 Haushalte, 6 Arbeitsstätten[12]
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold's Sohn, Wien 1872. S. 59.
- ↑ K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 47.
- ↑ K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 48.
- ↑ K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 64.
- ↑ Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 31.
- ↑ Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 13.
- ↑ handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 13.
- ↑ Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 252.
- ↑ Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 118.
- ↑ Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. S. 45.
- ↑ Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 42.