Mikołajki (Młynary)
| Mikołajki | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
| |
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Elbląg | |
| Gmina: | Młynary | |
| Geographische Lage: | 54° 9′ N, 19° 45′ O | |
| Einwohner: | ||
| Postleitzahl: | 14-420 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEB | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Młynary/DW 509–Bronikowo↔ Górski Las–Słobity-Stacja | |
| Eisenbahn: | Bahnstrecke Malbork–Braniewo Bahnstation: Młynary | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Mikołajki (deutsch Nikolaiken) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).
Geographische Lage
Mikołajki liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, elf Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk) bzw. 20 Kilometer östlich der heutigen Kreismetropole Elbląg (deutsch Elbing).
Geschichte
Das seinerzeitige Klaken, danach Nickolacken und nach 1785 Nikolaiken genannte Dorf bestand aus einem Gut und ein paar Gehöften.[1] Im Jahre 1820 zählte das Dorf 78 Einwohner, im Jahre 1885 waren es 137.[2]
Nikolaiken wurde in den Amtsbezirk Schlobitten (polnisch Słobity) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, aufgenommen.[3] 123 Einwohner waren im Jahre 1910 in Nikolaiken gemeldet.[4]
Am 30. September gab der Gutsbezirk Nikolaiken seine Eigenständigkeit auf, als er sich mit den Nachbargutsbezirken Guhren (polnisch Górski Las), Schlobitten (Słobity) – nur das Hauptgut mit dem Vorwerk Muttersegen (polnisch Karpówek) – sowie Schönfeld (Krasinek) zur neuen Landgemeinde Schlobitten zusammenschloss.[3]
Mit dem gesamten südlichen Ostpreußen kam Nikolaiken 1945 in Kriegsfolge zu Polen. Das Dorf erhielt die polnische Namensform „Mikołajki“ und ist heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.
Religion
Bis 1945 war Nikolaiken in den Sprengel Herrndorf der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Herrndorf-Schlobitten in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union ,[5] außerdem in die römisch-katholische Pfarrei Mühlhausen i. Ostpr. eingepfarrt.[2]
Heute gehört Mikołajki sowohl evangelischer- als auch katholischerseits zur Stadt Młynary.
Verkehr
Mikołajki liegt an einer Straßenverbindung, die von Młynary bis nach Słobity führt.
Młynary ist die nächste Bahnstation und liegt an der nicht mehr regulär befahrenen Bahnstrecke Malbork–Braniewo, einem Teilabschnitt der legendären Preußischen Ostbahn.
Einzelnachweise
- ↑ Dietrich Lange: Nikolaiken, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
- ↑ a b Geschichtliches Orts-Verzeichnis (GOV): Gut Nikolaiken
- ↑ a b Rolf Jehke: Amtsbezirk Schlobitten
- ↑ Meyers Gazetteer: Nikolaiken
- ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471