Ojcowa Wola

Ojcowa Wola
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Ojcowa Wola
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Elbląg
Gmina: Młynary
Geographische Lage: 54° 10′ N, 19° 43′ O
Einwohner: 76 (2021[1])
Postleitzahl: 14-420
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NEB
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Sąpy/DW 505 → Ojcowa Wola
Eisenbahn: Bahnstrecke Malbork–Braniewo
Bahnstation: Słobity
Nächster int. Flughafen: Danzig

Ojcowa Wola (deutsch Vaterswille) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Młynary (Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).

Geographische Lage

Ojcowa Wola liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, elf Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk) bzw. 19 Kilometer östlich der heutigen Kreismetropole Elbląg (deutsch Elbing).

Geschichte

Das 1848 gegründete Dorf bestand aus ein paar kleinen Gehöften.[2] Seine Namensnennung erfolgte per Dekret am 10. Oktober 1854: „Dem auf der Feldmark des Guts Sumpf, Kreis Pr. Holland, neu errichteten Etablissement ist der Name „Vaterswille“ beigelegt worden...[3] Im Jahre 1885 zählte der Ort 60 Einwohner.[4]

1905 – Vaterswille zählte in diesem Jahr 35 Einwohner – wurde der Gutsbezirk Vaterswille am 6. Mai in den Ortspolizeibezirk Mühlhausen i. Ostpr. im Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, eingegliedert.[5] Ab dem 14. Oktober 1908 wurde Vaterswille ein Ortsteil („Wohnplatz“) der Landgemeinde Sumpf (polnisch Sąpy).[4]

Im Jahre 1945 wurde das gesamte südliche Ostpreußen in Kriegsfolge an Polen überführt. Vaterswille erhielt die polnische Namensform „Ojcowa Wola“ und ist heute ein Dorf im Verbund der Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Ojcowa Wola 76 Einwohner.[1]

Religion

Bis 1945 gehörte Vaterswille sowohl evangelischer- als auch römisch-katholischerseits zur Stadt Mühlhausen. Dieser Bezug besteht auch noch heute, wobei in der Stadt nur eine kleine Kirchengemeinde innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen existiert, demgegenüber aber eine große katholische Pfarrei, die dem Bistum Elbląg zugehört.

Verkehr

Ojcowa Wola liegt an einer Nebenstraße, die bei Sąpy (Sumpf) von der Woiwodschaftsstraße 505 abzweigt und noch über Ojcowa Wola hinaus weiter verläuft.

Die nächste Bahnstation ist Słobity (Schlobitten) an der heute nicht mehr regulär befahrenen Bahnstrecke Malbork–Braniewo (einem Teilabschnitt der einstigen Preußischen Ostbahn). Die bis 1945 hier verlaufene Bahnstrecke Schlobitten–Bischdorf existiert nicht mehr.

Einzelnachweise

  1. a b Polska w Liczbach: Wieś Ojcowa Wola w liczbach (polnisch)
  2. Dietrich Lange: Vaterswille, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
  3. Amts-Blatt der königlichen Regierung zu Königsberg: Nr. 42, 1854, Verordnung Nr. 227
  4. a b Geschichtliches Ortsverzeichnis (GOV): Vaterswille (Landkreis Preußisch Holland)
  5. Rolf Jehke: Stadt Mühlhausen i. Ostpr.