Warszewo (Młynary)
| Warszewo | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
| |
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Elbląg | |
| Gmina: | Młynary | |
| Geographische Lage: | 54° 10′ N, 19° 39′ O | |
| Einwohner: | 55 (2021[1]) | |
| Postleitzahl: | 14-420 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEB | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Sąpy/DW 505 ↔ Zastawno/DW 509 | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Warszewo (deutsch Judendorf, 1936 bis 1945 Hermannswalde) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).
Geographische Lage
Warszewo liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, elf Kilometer nördlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk) bzw. 14 Kilometer östlich der heutigen Kreismetropole Elbląg (deutsch Elbing).
Geschichte
Eine Handfeste erhielt das seinerzeitige Judendorf im Jahre 1336.[2] Im Jahre 1820 zählte man in dem Dorf 145 Einwohner.[3]
Als am 28. Mai 1874 der Amtsbezirk Sumpf (polnisch Sąpy) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, errichtet wurde, gehörte die Landgemeinde Judendorf von Anfang an dazu.[4] 252 Einwohner registrierte Judendorf im Jahre 1885.[3]
205 Einwohner zählte Judendorf im Jahre 1905,[3] als das Dorf aufgrund der Auflösung des Amtsbezirks Sumpf in den Stadt- bzw. Ortspolizeibezirk Mühlhausen i. Ostpr. eingegliedert wurde.[4] Am 7. Oktober 1936 wurde Judendorf in „Hermannswalde“ umbenannt.[2] 176 Einwohner lebten dort im Jahre 1939.
In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Hermannswalde erhielt die polnische Namensform „Warszewo“ und ist heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląg (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet. Die Einwohnerzahl Warszewos belief sich im Jahre 2021 auf 55.[1]
Religion
Judendorf resp. Hermannswalde war bis 1945 in die evangelische Kirche Schönberg (polnisch Zawastno) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[5] außerdem in die römisch-katholische Pfarrei in Mühlhausen i. Ostpr.[3]
Heute gehört Warszewo zur katholischen Kirche Zawastno (Schönberg), einer Filialkirche der Pfarrei Młynary im Bistum Elbląg, sowie zur evangelischen Kirchengemeinde in Młynary in der Diözese Masuren bzw. in Elbląg in der Diözese Pommern-Großpolen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr
Warszewo liegt an einer Nebenstraße, die die Woiwodschaftsstraße 505 bei Sąpy (Sumpf) mit der Woiwodschaftsstraße 509 bei Zawastno (Schönberg) miteinander verbindet. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Persönlichkeiten
- Constantin von Zedlitz-Neukirch (* 31. März 1813 in Judendorf), preußischer Verwaltungsjurist, u. a. auch Polizeipräsident in Berlin, Regierungspräsident († 1889)
Einzelnachweise
- ↑ a b Polska w Liczbach: Wieś Warszewo w liczbach (polnisch)
- ↑ a b Dietrich Lange: Hermannswalde, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
- ↑ a b c d Geschichtliches Orts-Verzeichnis (GOV): Hermannswalde (Landkreis Preußisch Holland)
- ↑ a b Rolf Jehke: Amtsbezirk Sumpf/Stadt Mühlhausen i. Ostpr.
- ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 472