Górski Las

Górski Las
?
Górski Las
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Braniewo
Gmina: Wilczęta
Geographische Lage: 54° 8′ N, 19° 45′ O
Einwohner:
Postleitzahl: 14-405[1]
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NBR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: SłobityGóryMikołajkiBronikowoMłynarska Wola/DW 509
Eisenbahn: Bahnstrecke Malbork–Braniewo
Bahnstation: Słobity
Nächster int. Flughafen: Danzig

Górski Las (deutsch Guhrenwalde) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Wilczęta (Deutschendorf) im Powiat Braniewski (Braunsberg).

Geographische Lage

Górski Las liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, neun Kilometer nordöstlich von Pasłęk (Preußisch Holland) bzw. 25 Kilometer südlich der heutigen Kreismetropole Braniewo (deutsch Braunsberg).

Geschichte

Das einstige Gurenwalde (erst nach 1820 Guhrenwalde geschrieben) bestand aus einem Gut und verstreuten Gehöften.[2] Im Jahre 1820 verzeichnete das Dorf 14, 1885 bereits 68 Einwohner.[3]

Im Jahre 1874 kam Guhrenwalde als Gutsbezirk zum neu errichteten Amtsbezirk Schlobitten (polnisch Słobity) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg.[4] Die Zahl der Dorfeinwohner erhöhte sich bis 1910 auf 74.[5]

Am 30. September 1928 verlor seine Eigenständigkeit, als es zu Teilen nach Luxeten (polnisch Łukszty) bzw. – Fürst zu Dohna – nach Schlobitten eingemeindet wurde.[4]

In Folge des Zweiten Weltkriegs wurde das gesamte südliche Ostpreußen 1945 an Polen abgetreten. Guhrenwalde wurde in Górski Las umbenannt und ist heute eine Osada (= „Siedlung“) innerhalb der Gmina Wilczęta (Landgemeinde Deutschendorf) im Powiat Braniewski (Kreis Braunsberg).

Religion

Guhrenwalde war bis 1945 in die evangelische Kirche Marienfelde (polnisch Marianka) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[6] außerdem in die römisch-katholische Pfarrei in Mühlhausen i. Ostpr. (polnisch Młynary) eingegliedert.[3]

Heute gehört Górski Las wie Guhrenwalde von katholischer Seite zur Stadt Młynary im Bistum Elbląg, von evangelischer Seite ebenfalls zu Młynary, einer kleinen Kirchengemeinde innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr

Górski Las liegt an einer Nebenstraße, die von Słobity über Bronikowo (Brünneckshof) bis nach Młynarska Wola (Herrndorf) an der Woiwodschaftsstraße 509 führt.

Die nächste Bahnstation ist Słobity. Sie liegt an der heute nicht mehr regulär befahrenen Bahnstrecke Malbork–Braniewo in einem Abschnitt der einstigen Preußischen Ostbahn. Die Bahnstrecke Schlobitten–Bischdorf existiert nicht mehr.

Einzelnachweise

  1. Polska w Liczbach: Osada Górski Las w liczbach
  2. Dietrich Lange: Guhrenwalde, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
  3. a b Geschichtliches Orts-Verzeichnis (GOV): Guhrenwalde
  4. a b Rolf Jehke: Amtsbezirk Schlobitten
  5. Meyers Gazetteer: Guhrenwalde
  6. Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostrpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471