Sokolnik (Młynary)
| Sokolnik | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
| |
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Elbląg | |
| Gmina: | Młynary | |
| Geographische Lage: | 54° 11′ N, 19° 38′ O | |
| Einwohner: | 58 (2021[1]) | |
| Postleitzahl: | 14-420 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEB | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Zastawno/DW 509 → Sokolnik | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Sokolnik (deutsch Falkhorst) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).
Geographische Lage
Sokolnik liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 14 Kilometer nördlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk) bzw. auch 14 Kilometer nordöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg (deutsch Elbing).
Geschichte
Das einstige Falkhorst war ein Gutsdorf bestehend aus weit verstreut liegenden kleinen Gehöften.[2] Im Jahre 1820 zählte der Ort 28 Einwohner.[3]
Im Jahre 1874 wurde der Gutsbezirk Falkhorst in den neu errichteten Amtsbezirk Neu Münsterberg (polnisch Nowe Monasterzysko) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, eingegliedert.[4] Als Gutsbezirk wurde Falkhorst 29. März 1909 in eine Landgemeinde umgewandelt.
Die Einwohnerzahl von Falkhorst stieg bis 1910 auf 88.[5] Im Jahre 1933 waren 91 Einwohner gemeldet, im Jahre 1939 bereits 130.[6]
Als 1945 in Kriegsfolge das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten wurde, erhielt Falkhorst die polnische Namensform „Sokolnik“. Das Dorf ist heute eine Ortschaft innerhalb der Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.
Religion
Bis 1945 war Falkhorst in die evangelische Kirche in Schönberg (polnisch Zastawno) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[7] außerdem in die römisch-katholische Pfarrei in Mühlhausen i. Ostpr. eingegliedert.[3]
Heute gehört Sokolnik katholischerseits zu Zastawno (Schönberg) im Bistum Elbląg, evangelischerseits zur Stadt Młynary in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr
Sokolnik liegt an einer Nebenstraße, die bei Zastawno von der Woiwodschaftsstraße 509 abzweigt und in den Ort führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Einzelnachweise
- ↑ Polska w Liczbach: Wieś Sokolnik w liczbach (polnisch)
- ↑ Dietrich Lange: Falkhorst, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
- ↑ a b Geschichtliches Orts-Verzeichnis (GOV): Falkhorst
- ↑ Rolf Jehke: Amtsbezirk Neu Münsterberg
- ↑ Meyers Gazetteer: Falkhorst
- ↑ Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Preußisch Holland
- ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 472