Kwietnik (Młynary)
| Kwietnik | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
| |
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Elbląg | |
| Gmina: | Młynary | |
| Geographische Lage: | 54° 12′ N, 19° 32′ O | |
| Einwohner: | 161 (2021[1]) | |
| Postleitzahl: | 14-420 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEB | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Zastawno/DW 509 ↔ Kamiennik Wielki (– Elbląg/S 22/E 28) | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Kwietnik (deutsch Adlig Blumenau, 1928 bis 1945 Blumenau) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).
Geographische Lage
Kwietnik liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 15 Kilometer nördlich der einstigen Kreisstadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk) bzw. elf Kilometer nordöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg (deutsch Elbing).
Geschichte
Das seinerzeitige Adlig Blumenau bestand aus einem Dorf und einem Gut.[2] Eine Ziegelei sorgte für überregionale Bedeutung des Orts. Im Jahre 1820 verzeichnete Blumenau insgesamt 165 Einwohner.[3]
Im Jahre 1874 kam Adlig Blumenau als eine Landgemeinde und auch als ein Gutsbezirk zum neu errichteten Amtsbezirk Neu Münsterberg (polnisch Nowe Monasterzysko) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg.[4] Die Einwohnerzahl Adlig Blumenaus belief sich auf 298 im Dorf und 15 im Gutsbezirk.[5]
Am 30. September 1928 schlossen sich die Landgemeinde und der Gutsbezirk Adlig Blumenau zu einer neuen Landgemeinde „Blumenau“ zusammen.[4] Die Einwohnerzahl der auf diese Weise neu formierten Gemeinde belief sich im Jahre 1933 auf 341 und im Jahre 1939 auf 293.[6]
In Kriegsfolge wurde 1945 das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten. Blumenau erhielt die polnische Namensform „Kwietnik“ und ist heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Młynary (Stadt-und-Land-Gemeinde Mühlhausen i. Ostpr.) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet. Im Jahre 2021 zählte Kwienik 161 Einwohner.[1]
Religion
Bis 1945 war (Adlig) Blumenau in die evangelische Kirche in Zastawno (Schönberg) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[7] außerdem in die römisch-katholische Pfarrei in Młynary (Mühlhausen i. Ostpr.) eingegliedert.[3]
Heute gehört Kwietnik zur katholischen Pfarrei Zastawno (Schönberg) im Bistum Elbląg sowie zur evangelischen Gemeinde in Młynary in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polöen.
Verkehr
Kwietnik liegt östlich der Schnellstraße S 22 (auch: Europastraße 28) an einer Nebenstraße, die bei Zastawno (Schönberg) von der Woiwodschaftsstraße 509 abzweigt und über Kamiennik Wielki (Groß Stoboy, 1938 bis 1945 Groß Stoboi) bis nahe Elbląg führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Persönlichkeiten
- Georg Wilhelm von Driesen (1700–1758), preußischer Generalleutnant, heiratete Maria Helena von Below aus dem Hause Blumenau
- Bruno Bielefeld (1879–1973), deutscher Maler, Radierer und Lithograf
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Polska w Liczbach: Wieś Kwietnik w liczbach (polnisch)
- ↑ Dietrich Lange: Blumenau, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
- ↑ a b Geschichtliches Orts-Verzeichnis (GOV): Blumenau (Landkreis Preußisch Holland)
- ↑ a b Rolf Jehke: Amtsbezirk Neu Münsterberg
- ↑ Meyers Gazetteer: Adlig Blumenau
- ↑ Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Preußisch Holland
- ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 472