Łukszty

Łukszty
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Łukszty
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Elbląg
Gmina: Pasłęk
Geographische Lage: 54° 6′ N, 19° 44′ O
Einwohner: 154 (2021[1])
Postleitzahl: 14-400
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NEB
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Robity/DW 505Góry
StegnyKawki → Łukszty
Stojpy → Łukszty
Eisenbahn: Bahnstrecke Malbork–Braniewo
Bahnstation: Słobity
Nächster int. Flughafen: Danzig

Łukszty (deutsch Luxethen) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Pasłęk (Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).

Geographische Lage

Łukszty liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, sieben Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk) bzw. 19 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg (deutsch Elbing).

Geschichte

Das einstige Laukosede wurde 1285 erstmals urkundlich erwähnt und nach 1285 Luxeten, nach 1820 Luxethen, genannt.[2] Am 8. April 1335 verschenkte der Ordenshochmeister Luther von Braunschweig Ländereien in Luxeten und auch in Peiskam (polnisch Piskajny).[3]

Im Jahre 1448 wurde Luxeten im Zinsbuch der Komturei Elbing erwähnt, und 1785 ein „königliches und köllmisches Dorf“ mit 37 Feuerstellen, 1820 ein „königliches Bauerndorf“ mit 30 Feuerstellen bei nunmehr 186 Einwohnern genannt.

Als im Jahre 1874 der Amtsbezirk Steegen (polnisch Stegny) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, errichtet wurde, gehörte die Landgemeinde Luxethen von Anfang an dazu.[4] Die Einwohnerzahl von Luxethen belief sich im Jahre 1910 auf 328.[5]

Am 30. September 1928 wurde der Nachbargutsbezirk Guhrenwalde (polnisch Górski Las) nach Luxethen eingemeindet,[4] dessen Einwohnerzahl bis 1933 auf 383 stieg.[6]

Noch einmal vergrößerte sich Luxethen am 1. April 1938, als der Nachbarort Koken (polnisch Kawki) eingegliedert wurde.[4] Die Einwohnerzahl Luxethens belief sich im Jahre 1939 aber nur noch auf 348.[6]

Im Jahre 1945 erfolgte in Kriegsfolge die Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen an Polen. Luxethen erhielt die polnische Namensform „Łukszty“ und ist heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Pasłęk (Stadt-und-Land-Gemeinde Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Łukszty 154 Einwohner.[1]

Religion

Bis 1945 war Luxethen in die evangelische Kirche Marienfelde (polnisch Marianka) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[7] außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef in der Stadt Preußisch Holland eingegliedert.[3]

Heute gehört Łukszty zur katholische Pfarrei Marianka (Marienfelde) im Bistum Elbląg, sowie zur evangelischen St.-Georgs-Kirche Pasłęk, einer Filialkirche von Ostróda (Osterode i. Ostpr.) innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr

Łukszty liegt an einer Nebenstraße, die bei Robity (Robitten) von der Woiwodschaftsstraße 505 abzweigt und nach Góry (Guhren) führt. Andere von Stegny (Steegen) bzw. Stojpy (Stöpen) kommende Straßen enden in Łukszty.

Die nächste Bahnstation ist Słobity (Schlobitten) an der – allerdings nicht mehr regulär befahrenen – Bahnstrecke Malbork–Braniewo, einem Abschnitt der einstigen Preußischen Ostbahn.

Einzelnachweise

  1. a b Polska w Liczbach: Wieś Łukszty w liczbach
  2. Dietrich Lange: Luxethen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
  3. a b Geschichtliches Orts-Verzeichnis (GOV): Luxethen
  4. a b c Rolf Jehke: Amtsbezirk Steegen
  5. Meyers Gazetteer: Luxethen
  6. a b Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Preußisch Holland
  7. Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471