Malinowo (Pasłęk)
| Malinowo | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
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| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Elbląg | |
| Gmina: | Pasłęk | |
| Geographische Lage: | 54° 3′ N, 19° 45′ O | |
| Einwohner: | ||
| Postleitzahl: | 14-400[1] | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEB | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Surowe/DW 527 ↔ Leżnica | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Malinowo (deutsch Amalienhof) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Pasłęk (Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).
Geographische Lage
Malinowo liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, sechs Kilometer östlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk) bzw. 24 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Elbing (deutsch Elbing).
Geschichte
Das kleine Gutsdorf Amalienhof[2] wurde 1785 als ein „abgebautes Vorwerk“ von Quittainen (polnisch Kwitajny) und 1820 als ein adliges Vorwerk mit drei Feuerstellen bei 31 Einwohnern erwähnt.[3]
Ab 1908 erscheint der Gutsbezirk Amalienhof als Teil des Amtsbezirks Quittainen im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland innerhalb des Regierungsbezirks Königsberg.[4] 32 Einwohner zählte Amalienhof im Jahre 1910.[3]
Am 30. September 1928 verlor das Gutsdorf Amalienhof seine Eigenständigkeit, als es sich mit den Nachbargutsbezirken Lägs (polnisch Leżnica) und Matzweissen (polnisch Maciejowizna) zur neuen Landgemeinde Lägs zusammenschloss.[4]
Aufgrund der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen in Kriegsfolge an Polen, erhielt Amalienhof 1945 die polnische Namensform „Malinowo“. Als eine Osada (= „Siedlung“) ist das Dorf heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Pasłęk (Stadt-und-Land-Gemeinde Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion
Bis 1945 war Amalienhof in den Sprengel Schönau (polnisch Surowe) der Vereinigten Evangelischen Kirchengemeinde Rogehnen-Schönau-Zallenfelde in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert,[5] außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef in der Kreisstadt Preußisch Holland.[3]
Heute gehört Malinowo zur katholischen Pfarrei Rogajny (Rogehnen) im Bistum Elbląg, sowie zur evangelischen St.-Georgs-Kirche Pasłęk der Pfarrei Ostróda (Osterode) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr
Malinowo liegt an einer Nebenstraße, die von der Woiwodschaftsstraße 527 (hier im Abschnitt der früheren deutschen Reichsstraße 133) abzweigt und nach Leżnica (Lägs) führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht.
Einzelnachweise
- ↑ Polska w Liczbach: Osada Malinowo w liczbach (polnisch)
- ↑ Dietrich Lange: Amalienhof, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
- ↑ a b c Geschichtliches Orts-Verzeichnis (GOV): Amalienhof (Landkreis Preußisch Holland)
- ↑ a b Rolf Jehke: Amtsbezirk Quittainen
- ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen, S. 472