Wągniki (Pasłęk)

Wągniki
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Wągniki
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Elbląg
Gmina: Pasłęk
Geographische Lage: 54° 0′ N, 19° 44′ O
Einwohner:
Postleitzahl: 14-400[1]
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NEB
Wirtschaft und Verkehr
Straße: KroninBukowa
ZielnoPiergozy → Wągniki
Eisenbahn: Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo
Bahnstation: Zielonka Pasłęcka
Nächster int. Flughafen: Danzig

Wągniki (deutsch Weinings) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Pasłęk (Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).

Geographische Lage

Wągniki liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, acht Kilometer südöstlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk) bzw. 27 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg (deutsch Elbing).

Geschichte

Das kleine Gutsdorf Weinicks,[2] erst nach 1785 Weinings genannt, bestand bereits zur Zeit des Deutschen Ordens.[3] Im Jahre 1317 wurde das Ort anlässlich einer Landverleihung erwähnt, und 1406 fand sich eine Eintragung in das Zinsbuch der Komturei Elbing. Von 1650 bis 1695 war Weinings im Besitz des Generalfeldmarschalls Georg von Derfflinger. 1785 wurde Weinings als adliges Vorwerk mit vier Feuerstellen, 1820 als ebensolches mit fünf Feuerstellen bei 58 Einwohnern.[3]

Ab 1908 wurde Weinigs als Gutsbezirk innerhalb der Amtsbezirks Quittainen (polnisch Kwitajny) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, genannt.[4] Im Jahre 1910 zählte Weinings 89 Einwohner.[1]

Am 30. September 1928 schloss sich der Gutsbezirk Weinings mt dem Gutsbezirk Pergusen (polnisch Piergozy) zur neuen Landgemeinde Pergusen zusammen.[4]

In Kriegsfolge fiel 1945 das gesamte südliche Ostpreußen an Polen. Weinings erhielt die polnischen Namensform „Wągniki“. Der Ort ist eine Ortschaft innerhalb der Gmina Pasłęk (Stadt-und-Land-Gemeinde Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet. Als ein „przysiółek część wsi Wągniki“ (= „Weiler des Ortes Wągniki“) zugehörig ist der Ortsteil Bukowa (Hartwichs).

Religion

Bis 1945 war Weinings in die evangelische Kirche Grünhagen (polnisch Zielonka Pasłęcka) innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[5] außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef in der Kreisstadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk).[3]

Heute gehört Wągniki zur evangelischen St.-Georgs-Kirche Pasłęk, einer Filialkirche von Ostróda (Osterode i. Ostpr.) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, sowie zur katholischen St.-Johannes-der-Täufer-Kirche in Zielonka Pasłęcka (Grünhagen) im Dekanat Pasłęk II des Bistums Elbląg.

Verkehr

Wągniki liegt an einer Nebenstraße, die von Kronin (Krönau) nach Bukowa (Hartwichs) führt. Außerdem endet eine von Zielno (Solainen) über Piergozy (Pergusen) kommende Straße in Wągniki.

Die nächste Bahnstation ist Zielonka Pasłęcka an der Bahnstrecke Olsztyn–Bogaczewo (Allenstein–Güldenboden) zur Weiterfahrt nach Elbląg (Elbing).

Einzelnachweise

  1. a b Polska w Liczbach: Wieś Wągniki w liczbach (polnisch)
  2. Dietrich Lange: Weinings, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
  3. a b c Geschichtliches Orts-Verzeichnis (GOV): Weinings
  4. a b Rolf Jehke: Amtsbezirk Quittainen
  5. Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471