Warnikajmy (Pasłęk)

Warnikajmy
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Warnikajmy
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Elbląg
Gmina: Pasłęk
Geographische Lage: 54° 6′ N, 19° 46′ O
Einwohner: 0

Warnikajmy (deutsch Warnikam) war ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Seine Ortsstelle gehört zum Gebiet der Stadt-und-Land-Gemeinde Pasłęk (Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).

Die Ortsstelle von Warnikajmy liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, acht Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk) bzw. 23 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg (deutsch Elbing).

Das einstige Warnickam, erst nach 1900 Warnikam geschrieben, war ein kleines Gutsdorf,[1] das schon in der Ordenszeit bestand.[2] 1448 fand sich eine Eintragung im Zinsbuch der Komturei Elbing, 1785 wurde Warnikam als Kämmerei-Vorwerk der Stadt Preußisch Holland mit zwei Feuerstellen, 1820 ebenso mit zehn Einwohnern erwähnt.[2]

Ab 1883 wurde das Dorf als Teil des 1874 gebildeten Amtsbezirks Angnitten (polnisch Anglity) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, genannt.[3] 1910 zählte das Dorf zehn Einwohner.[4]

Am 30. September 1928 erfolgte der Zusammenschluss der benachbarten Gutsbezirke Angnitten (Anglity), Golbitten (Gulbity), Kaymen (Kajmy) und Koppeln (Kopina) zur neue Landgemeinde Angnitten.[3]

Als 1945 das gesamte südliche Ostpreußen in Kriegsfolge an Polen fiel, erhielt Warnikam die polnische Namensform „Warnikajm“. Das Dorf scheint aber nicht wieder besiedelt worden zu sein, vielleicht ist es auch in einem Nachbarort aufgegangen, aber schon nach wenigen Jahren wurde sein Name nicht mehr genannt, und so gilt das Dorf als untergegangen. Seine Ortsstelle ist nicht mehr erkennbar, sie liegt im Gebiet der Gmina Pasłęk im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Bis 1945 war Warnikam kirchlich zur Stadt Preußisch Holland ausgerichtet: zur dortigen evangelischen Stadtkirchengemeinde, die zur Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union gehörte,[5] als auch zur römisch-katholischen Pfarrei St. Josef im Bistum Elbing.[2]

Die nicht mehr wahrnehmbare Ortsstelle von Warnikajmy liegt nördlich der Woiwodschaftsstraße 513 und ist über einen Landweg von Kopina (Koppeln) aus zu erreichen, oder auch über eine Zuwegung von Anglity (Angnitten).

Einzelnachweise

  1. Dietrich Lange: Warnikam, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
  2. a b c Warnikam im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 3. November 2025.
  3. a b Rolf Jehke: Amtsbezirk Angnitten
  4. Meyers Gazetteer: Warnikam
  5. Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 472