Stegny (Pasłęk)
| Stegny | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Polen
| |
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Elbląg | |
| Gmina: | Pasłęk | |
| Geographische Lage: | 54° 7′ N, 19° 41′ O
| |
| Höhe: | 47 m n.p.m. | |
| Einwohner: | 308 (2021[1]) | |
| Postleitzahl: | 14-400 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 55 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NEB | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | DW 505: Pasłęk/DW 513 ↔ Sąpy–Młynary–Frombork/DW 504 | |
| Łukszty–Kawki → Stegny | ||
| Eisenbahn: | Bahnstrecke Malbork–Braniewo | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Stegny (deutsch Steegen) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Pasłęk (Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing).
Geographische Lage
Stegny liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, fünf Kilometer nördlich der früheren Kreisstadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk) bzw. 18 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg (deutsch Elbing).
Geschichte
Ortsgeschichte
In der Umgebung des seinerzeit Stegen genannten Dorfs[2] fand man Keramikfragmente aus dem 10. bis 13. Jahrhundert.[3] Zwischen 1296 und 1298 erhielt Stegen die Handfeste, und 1448 wurde das Dorf im Zinsbuch der Komturei Elbing erwähnt.
1785 wurde Steegen als ein königliches Dorf mit 41 Feuerstellen genannt, 1820 als ein königliches Bauerndorf mit 45 Feuerstellen bei 278 Einwohnern.
Am 28. Mai 1874 wurde Steegen Amtsdorf und damit namensgebend für einen Amtsbezirk im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg.[4] Ihm waren anfangs sechs Orte eingegliedert.
Am 29. März 1909 vergrößerte sich die Landgemeinde Steegen um den Nachbarort Siebenhufen (polnisch Siódmak), der eingemeindet wurde.[4] Das Dorf Steegen zählte im Jahre 1910 393 Einwohner, zu denen noch zwölf Einwohner des Wohnplatzes Siebenhufen hinzukamen.[5] Am 1. April 1938 wurde Wickerau nach Steegen eingemeindet.[4]
In Kriegsfolge kam Steegen 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen. Steegen erhielt die polnische Namensform „Stegny“ und ist heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Pasłęk (Stadt-und-Land-Gemeinde Preußisch Holland) im Powiat Elbląski (Kreis Elbing), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Amtsbezirk Steegen (1874–1945)
In der Zeit seines Bestehens gehörten zum Amtsbezirk Steegen die Dörfern:[4]
| Deutscher Name | Polnischer Name | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Bunden | Bądy | |
| Koken | Kawki | 1938 nach Luxethen eingegliedert |
| Luxethen | Łukszty | |
| Siebenhufen | Siódmak | 1909 nach Steegen eingegliedert |
| Steegen | Stegny | |
| Wickerau | Wikrowo | 1938 nach Steegen eingegliedert |
Im Jahre 1945 gehörten nur noch Bunden, Luxethen und Steegen zum Amtsbezirk.
Religion
Bis 1945 war Steegen in die Evangelische Kirche Marienfelde (polnisch Marianka) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[6] außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josefin der Stadt Preußisch Holland eingegliedert.[3]
Heute gehört Stegny katholischerseits zur Kirche St. Peter und Paul in Marianka (Marienfelde) im Bistum Elbląg, evangelischerseits zur St.-Georgs-Kirche Pasłęk, einer Filialkirche der Pfarrei in Ostróda (Osterode) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr
Stegny liegt an der Woiwodschaftsstraße 505, die die Städte Pasłęk (Preußisch Holland), Młynary (Mühlhausen) und Frombork (Frauenburg) miteinander verbindet.
Im Jahre 1913 wurde Steegen Bahnstation an der Bahnstrecke der Preußischen Ostbahn. Nach 1945 wurde diese nur noch bis 2012 als Bahnlinie Nr. 204 der Polnischen Staatsbahn (PKP) mit sporadischer Weiterfahrt in die russische Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) betrieben.[7] Zusätzlich wurde 1957 eine parallele Breitspurlinie (PKP-Nr. 217) zwischen Elbląg und Braniewo errichtet, die aber heute auch nicht mehr regulär befahren wird.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Polska w Liczbach: Wieś Stegny w liczbach
- ↑ Dietrich Lange: Steegen. In: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
- ↑ a b Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Steegen (Landkreis Preußisch Holland)
- ↑ a b c d Rolf Jehke: Amtsbezirk Steegen
- ↑ Meyers Gazetteer: Steegen
- ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471.
- ↑ Atlas Kolejowy: Bahnstation Steegen/Stegny