Góry (Wilczęta)

Góry
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Góry
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Braniewo
Gmina: Wilczęta
Geographische Lage: 54° 8′ N, 19° 45′ O
Einwohner: 197 (2021[1])
Postleitzahl: 14-405
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NBR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Słobity-StacjaGórski LasMikołajkiBronikowo
Eisenbahn: Bahnstrecke Malbork–Braniewo
Bahnstation: Słobity
Nächster int. Flughafen: Danzig

Góry (deutsch Guhren) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Wilczęta im Powiat Braniewski.

Geographische Lage

Góry liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, zehn Kilometer nordöstlich von Pasłęk bzw. 25 Kilometer südlich der Kreismetropole Braniewo.

Geschichte

Der Gutsort Guhren wurde vor 1339 gegründet, war bis nach 1785 in Groß~ und Klein Guhren unterteilt und wurde danach unter der Bezeichnung Guhren zusammengefasst.[2] Zum Dorf gehörte später eine Ziegelei. Im Jahre 1820 zählte Guhren 38 Einwohner.[3]

Im Jahre 1874 wurde der Gutsbezirk Guhren in den neu errichteten Amtsbezirk Schlobitten (polnisch Słobity) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, eingegliedert.[4] Die Zahl der Einwohner Guhrens kletterte bis 1885 auf 169[3] und belief sich im Jahre 1910 auf 143 mit zuzüglich 51 Einwohnern im Gebiet Bahnhof Schlobitten.[5]

Am 30. September 1928 verlor der Gutsbezirk Guhren seine Eigenständigkeit, als er sich mit Nachbarorten zur neuen Landgemeinde Schlobitten zusammenschloss.[4]

Als 1945 das gesamte südliche Ostpreußen in Folge des Zweiten Weltkrieges an Polen fiel, erhielt Guhren die polnische Namensform „Góry“. Als Osada (Siedlung) ist der Ort heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Wilczęta (Deutschendorf) im Powiat Braniewski (Braunsberg), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.

Religion

Guhren war bis 1945 in den Sprengel Schlobitten der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Herrndorf und Schlobitten in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[6] außerdem in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef in Mühlhausen i. Ostpr. (polnisch Młynary) eingegliedert.[3]

Heute gehört Góry zur evangelischen Kirchengemeinde in Młynary bzw. zur katholischen Pfarrgemeinde in Słobity.

Verkehr

Góry liegt an einer Nebenstraße, die von Słobity-Stacja über Mikołajki nach Bronikowo führt.

Die nächste Bahnstation ist Słobity, heute „Słobity-Stacja“ genannt, an der jetzt nicht mehr regulär befahrenen Bahnstrecke Malbork–Braniewo, einem Teilabschnitt der Königlich Preußischen Ostbahn.

Einzelnachweise

  1. Polska w Liczbach: Osada Góry w liczbach (polnisch)
  2. Dietrich Lange: Guhren, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
  3. a b c GenWiki: Gut Guhren
  4. a b Rolf Jehke: Amtsbezirk Schlobitten
  5. Meyers Gazetteer: Guhren
  6. Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471