Teschenwalde (Forst)

Teschenwalde
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Teschenwalde
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Elbląg
Gmina: Pasłęk
Geographische Lage: 54° 3′ N, 19° 48′ O
Einwohner: 0

Teschenwalde[1] war ein Ort im Kreis Preußisch Holland in Ostpreußen, heute gelegen in der Gmina Pasłęk im Powiat Elbląski in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Teschenwalde lag an der Zalle (polnisch Sała) in der westlichen Provinz Ostpreußen, zehn Kilometer östlich der damaligen Kreisstadt Preußisch Holland (polnisch Pasłęk) bzw. 25 Kilometer südöstlich der heutigen Kreismetropole Elbląg (deutsch Elbing).

Teschenwalde war bis 1945 eine Försterei.[2] Der kleine Ort bestand aus einem großen Hof und lag 1,5 Kilometer westlich von Neu Teschen (polnisch Nowy Cieszyn). Nur wenige Kilometer in nördlicher Richtung entfernt befand sich das gleichnamige Gutsdorf Teschenwalde (polnisch Cieszyniec) unweit von Alt Teschen (polnisch Stary Cieszyn).

Vor 1945 war die Försterei Teschenwalde ein Wohnplatz von Zallenfelde (polnisch Sałkowice) im Kreis Preußisch Holland und zählte im Jahre 1905 16 Einwohner.[3] Im Jahre 1820 waren es nur zehn gewesen.[4]

Im Jahre 1945 verschlug es die Försterei Teschenwalde im Rahmen der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen nach Polen. Ein polnischer Ortsname ist nicht bekannt. Der Ort wurde wohl nicht mehr besiedelt, seine Ortsstelle ist wahrscheinlich in Nowy Cieszyn (Neu Teschen) aufgegangen. Sie liegt jetzt im Gebiet der Gmina Pasłęk im Powiat Elbląski innerhalb der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Die Ortsstelle ist nicht mehr erkennbar. Erreichbar ist sie über Landwege von Sałkowice (Zallenfelde) und von Nowy Cieszyn.

Kirchlich eingebunden war Teschenwalde (Forst) bis 1945 sowohl in den Sprengel Schönau (polnisch Surowe) der Vereinigten evangelischen Kirchengemeinde Rogehnen-Schönau-Zallenfelde in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,[5] als auch in die römisch-katholische Pfarrei St. Josef in der Stadt Preußisch Holland im damaligen Bistum Elbing.

Einzelnachweise

  1. ein polnischer Name ist nicht bekannt
  2. Dietrich Lange: Teschenwalde
  3. Meyers Gazetteer: Zallenfelde
  4. Geschichtliches Orts-Verzeichnis (GOV): Teschenwalde (Zallenfelde)
  5. Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 472