Słobity-Stacja

Słobity-Stacja
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Słobity-Stacja
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Braniewo
Gmina: Wilczęta
Geographische Lage: 54° 8′ N, 19° 45′ O

Höhe: 61 m n.p.m.
Einwohner:
Postleitzahl: 14-405[1]
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NBR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: (Pasłęk–) Robity/DW 505ŁuksztySłobity
BronikowoMikołajkiGóry → Słobity-Stacja
Eisenbahn: Bahnstrecke Malbork–Braniewo
Nächster int. Flughafen: Danzig

Słobity-Stacja (deutsch Bahnhof Schlobitten) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Wilczęta im Powiat Braniewski.

Geographische Lage

Słobity-Stacja liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren 25 Kilometer südlich der Kreismetropole Braniewo und nur 0,7 Kilometer südlich der nächsten Ortschaft Góry.

Geschichte

Ort

Słobity-Stacja als eigenständigen Ort[2] gibt es erst seit 2005. Bis dahin war die Osada (= „Siedlung“) dem Ort Słobity (Schlobitten) zugehörig. Wann sie genau entstand, ist nicht belegt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird einmal die Einwohnerzahl „51“ für die allerdings zu Guhren gehörige Ortschaft „Bahnhof Schlobitten“ genannt.[3]

Der Ort verdankt seinen Namen der dort seit 1852 bestehenden Bahnstation (= „Stacja“).

Bahnstation

Mit dem Bau der Preußischen Ostbahn von Berlin nach Königsberg (Preußen) und bis an die litauische Grenze erhielt Schlobitten einen eigene Bahnstation, die allerdings 2,5 Kilometer südwestlich des Dorfes errichtet wurde.[4] In den 1920er Jahren wurde eine zweite Bahnstrecke angelegt, die von Schlobitten bis nach Bischdorf (polnisch Sątopy-Samulewo) und darüber hinaus verlief.

Der Bahnhof[5][6] Schlobitten resp. Słobity verfügte über zwei Bahnsteige. Der Bahnverkehr verlief bis zum Zweiten Weltkrieg regulär. Nachdem die Bahnstrecke Schlobitten–Bischdorf kriegszerstört demontiert wurde, erhielt die von der Polnischen Staatsbahn (PKP) befahrene Bahnstrecke Malbork–Braniewo (–Mamonowo/Russland) eine Parallelstrecke in Breitspur, die in Elbląg (Elbing) ihren Anfang nahm und ebenfalls bis Mamonowo (Heilgenbeil) führte. Auf beiden Strecken fand ab den 2000er Jahren kein regulärer Bahnverkehr mehr statt. Die Bahnstation Słobity wurde 2014 endgültig geschlossen, nachdem das Bahnhofsgebäude und auch der Wasserturm bereits anderen Zwecken zugeführt worden waren.

Religion

Słobity-Stacja gehört zur römisch-katholischen Pfarrei Słobity im Dekanat Pasłęk I in der Diözese Elbląg, außerdem zur evangelischen Kirchengemeinde in Młynary (Mühlhausen i. Ostpr.).

Verkehr

Słobity-Stacja liegt an einer Nebenstraße, die von der Woiwodschaftsstraße 505 bei Robity abzweigt und über Łukszty bis zum Dorf Słobity führt. Eine von Bronikowo über Mikołajki und Góry kommende Nebenstraße endet in Słobity-Stacja.

Einzelnachweise

  1. Polska w Liczbach: Osada Słobity-Stacja w liczbach (polnisch)
  2. Polnischer Ministerrat: Verordnung vom 13. Dezember 2012 Gesetzblatt 2013, Pos.200
  3. Meyers Gazetteer: Guhren 2)
  4. Bildarchiv Ostpreußen: Schlobitten, Ostpr. Bahnhof (Foto vor 1920)
  5. Atlas Kolejowy: Stacja Słobity
  6. Baza Kolejowa: Stacja Słobity