Castelnaud-la-Chapelle

Castelnaud-la-Chapelle
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Dordogne (24)
Arrondissement Sarlat-la-Canéda
Kanton Vallée Dordogne
Gemeindeverband Domme Villefranche-du-Périgord
Koordinaten 44° 49′ N, 1° 9′ O
Höhe 51–283 m
Fläche 20,88 km²
Einwohner 451 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 22 Einw./km²
Postleitzahl 24250
INSEE-Code 24086
Website castelnaudlachapelle.fr

Blick auf Castelnaud-la-Chapelle

Castelnaud-la-Chapelle (Aussprache [kastɛlˈno la ʃaˈpɛl], okzitanisch Castelnòu e La Capèla) ist eine französische Gemeinde mit 451 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda und zum Gemeindeverband Communauté de communes de Domme Villefranche-du-Périgord. Die Bewohner werden Castelnaudéziens und Castelnaudéziennes oder Castelnaudariens und Castelnaudariennes genannt.

Castelnaud-la-Chapelle ist Mitglied der Vereinigung der schönsten Dörfer Frankreichs.

1827 wurde die bisherige Gemeinde Fayrac in die Gemeinde Castelnaud eingegliedert, die fortan den Namen Castelnaud-Fayrac trug. Am 1. Januar 1973 wurde die bisherige Gemeinde La Chapelle-Péchaud in die Gemeinde Castelnaud-Fayrac als Commune associée aufgenommen, die seitdem den Namen Castelnaud-la-Chapelle trägt.[1]

Geografie

Castelnaud-la-Chapelle liegt etwa 53 Kilometer südöstlich von Périgueux, etwa 10 Kilometer südwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 52 Kilometer östlich von Bergerac am südöstlichen Rand des Départements in der Région naturelle des Périgord noir, Teil des gleichnamigen, touristisch benannten Landesteils. Das Gemeindegebiet liegt am Südufer der Dordogne und wird außerdem entwässert von den Flüsschen Céou, Antinol, Fonbounou und Embalay sowie von einem kleineren Fließgewässer.

Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Castelnaud-la-Chapelle liegt auf der zweiten Stufe von Nordosten, einer Hochebene aus sehr hartem Kalkstein aus dem Jura, den das Meer durch chemische Karbonatsedimentation in dicken und massiven Schichten abgelagert hat.[2] Das Gemeindegebiet befindet sich auf der Causse de Daglan, südwestlich von Daglan, zwischen Saint-Cyprien, Domme und Villefranche-du-Périgord, einem weitläufigen, zerklüfteten Gebiet mit zahlreichen Kalksteinfazies, das hauptsächlich aus Trockengrasland, Steppen und im Winter laublosen Wäldern besteht. Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär, die aus dem Känozoikum stammen, sowie Sedimentgesteine aus dem Mesozoikum.

Das Relief des Gemeindegebiets weist eine teilweise bewaldete Hügellandschaft auf, die durch das breite Tal der Dordogne im Norden, vom Tal des Céou im Osten begrenzt und von den Tälern der anderen Flüsse markant eingeschnitten wird. Die Höhen der Erhebungen nehmen nach Süden hin zu. Der topografisch höchste Punkt mit 283 m Höhe ist deshalb im Norden des Ortsteils La Chapelle-Péchaud an der Grenze zur Nachbargemeinde Veyrines-de-Domme zu finden, der niedrigste Punkt mit 51 m beim Austritt der Dordogne aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum an einem Hang oberhalb der Dordogne liegt auf etwa 150 m Höhe.

Etwa 54 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, etwa 43 % werden landwirtschaftlich, zumeist heterogen genutzt, etwa 3 % entfallen auf Binnengewässer.[3]

Castelnaud-la-Chapelle wird von folgenden neun Gemeinden umgeben:

Saint-Vincent-de-Cosse
Allas-les-Mines
Beynac-et-Cazenac Vézac
Veyrines-de-Domme Cénac-et-Saint-Julien
Grives Saint-Laurent-la-Vallée Saint-Cybranet

Natürliche und technologische Risiken

Naturrisiken manifestieren sich in Castelnaud-la-Chapelle als

Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen und Schlammlawinen in den Jahren 1982, 1993 und 1996 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugenden Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehört u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.

Im nahezu gesamten Gemeindegebiet bis auf ein kleines baumloses Gebiet im Norden besteht zur Vorbeugung von Waldbränden eine rechtliche Plicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser, Straßen und andere Einrichtungen oder Geräten und eine zeitliche und räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk.

Wie die Risikokarte zeigt, ist etwa ein Drittel des Gemeindegebiets, insbesondere im Süden im Ortsteil La Chapelle-Péchaud von einer mittleren bis starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperiode im Jahr 1989 ist als Naturkatastrophe der Gemeinde klassifiziert worden.

Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen. Das Gemeindegebiet ist einer geringen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 zugeordnet.[4]

Die Gemeinde liegt flussabwärts des Staudamms Bort-les-Orgues im Département Corrèze, einem Bauwerk der Klasse A (Höhe des Stauwehrs ≥ 20 Meter), das seit 2009 einem sog. Spezifischen Interventionsplan (PPI) unterliegt. Dieser findet Anwendung bei diesem Staudamm der Klasse A mit einem Stauseevolumen von über 15 Millionen m3. Er ist ein Notfallplan, der die Maßnahmen zur Alarmierung der Behörden und der Bevölkerung, die Organisation der Hilfsmaßnahmen und die Umsetzung von Evakuierungsplänen detailliert beschreibt. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Gemeinde von der Hochwasserwelle betroffen sein wird, die durch den Bruch dieses Bauwerks entstünde.[5]

Etymologie und Geschichte

Der Name der Burg erschien im 12. Jahrhundert in der Form Castellum nomine Castrum novum (deutsch Burg, genannt „Neue Festung“) (1124). Wenig später wurde das Dorf in der Schreibweise Castelnou erwähnt, das mehrmals seinen Namen wechselte: Castelnau-sur-Dordogne, dann Castelnau-de-Berbières (16. Jahrhundert) und Castelnau-des-Mirandes (1625). Castelnau ist aus zwei okzitanischen Wörtern zusammengesetzt: castèl (deutsch befestigter Ort) und nau, nòu (deutsch neu). Das erste ist eine Fortsetzung des lateinischen castellum (deutsch Festung), im Mittellatein „befestigtes Dorf“, abgeleitet von castrum (deutsch befestigter Ort). Das zweite Wort kommt vom lateinischen novum.

Der Name der ehemaligen Gemeinde Fayrac wurde im 13. Jahrhundert in der Form Afayrac erwähnt, im 14. Jahrhundert in der latinisierte Form Feyracum. Er könnte von dem Namen einer Person germanischen Ursprungs, °Fara, stammen, dem das Suffix -acum als Eignertitel angehängt wurde (somit Faracum, Domäne des Fara). Seine Name ist mit dem heutigen deutschen Verb „fahren“ verbunden.

La Chapelle-Péchaud hat ebenfalls oft seinen Namen geändert. Im 18. Jahrhundert erschien das Dorf in der Schreibweise La Chapelle-près-Saint-Laurent (1740). Mit Saint-Laurent ist der Name der Nachbargemeinde Saint-Laurent-la-Vallée gemeint. Der Vicomte de Gourgues führte auch La Chapelle-Castelnau an. Péchaud steht für eine geografische Bezeichnung, zusammengesetzt aus einem okzitanischen Wort pèch (deutsch Hügel), hervorgegangen aus dem lateinischen podium (deutsch Erhöhung) und aus aut, entsprechend dem lateinischen altus (deutsch hoch).[6]

Die menschliche Besiedlung des Gebiets reicht bis in die Antike zurück. So wurden beispielsweise an der Steilwand von Comte am rechten Ufer des Céou etwa dreißig Höhlen entdeckt, die in urgeschichtlicher Zeit bewohnt waren.

Ab dem 12. Jahrhundert entwickelte sich die Gemeinde im Schatten ihrer im gleichen Jahrhundert errichteten Burg Castelnaud, die dem Katharerfürsten Seigneur Bernard de Casnac, einem Katharer und Vasall des Grafen von Toulouse gehörte. 1214, während des Albigenserkreuzzugs, wurde sie von Simon de Montfort erobert, von Bernard de Casnac nahem die Burg wieder eingenommen, aber 1215 vom Erzbischof von Bordeaux in Brand gesteckt. Die Burg wurde wiederaufgebaut und um einen Donjon und eine Kurtine erweitert.

Zu Beginn des Hundertjährigen Kriegs ging die Burg in die Hände der Familie Caumont über, unterstützt von den Engländern. Während des langen Kriegs wechselte sie bis 1442 regelmäßig den Besitzer. Der französische König Karl VII. ordnete die Belagerung der Burg an, die von Partisanen des englischen Königs gehalten wurde. Nach drei Wochen gaben die Belagerten gegen eine Zahlung von 400 Écu in Gold auf. Die Burg fiel endgültig an die französische Krone, die elf Jahre später den Hundertjährigen Krieg gewann. Der Landstrich wurde schwer von der großen Pestepidemie von 1348 getroffen. Am Ende des Mittelalters wurde das Schloss Les Milandes von der Familie Caumont erbaut, die sich einen komfortableren Wohnsitz wünschte. Architektur und Ausstattung entsprachen besser dem damaligen Geschmack. Von da an war die Burg Castelnaud nur noch von Soldaten und ihrem Hauptmann in den neuen Wohntrakten im Osten und im Süden bewohnt. Geoffroy de Vivans, ein gebürtiger Castelnaudézien, verteidigte die Festung für seinen Comte des Caumont, der die protestantische Konfession angenommen hat. Aufgrund moderner Verteidigungsanlagen, darunter Schießscharten für Kanonen und Artillerietürme, versuchte niemand, die Burg während der Hugenottenkriege anzugreifen.

Während der Französischen Revolution wurde die Burg vollständig aufgegeben und als Nationalgut verkauft. Im 19. Jahrhundert wurde es sogar als Steinbruch genutzt und verfiel immer weiter.[7][8][9]

Bevölkerungsentwicklung

Castelnaud-la-Chapelle: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2020
Jahr  Einwohner
1793
  
406
1800
  
490
1806
  
488
1821
  
507
1831
  
807
1836
  
767
1841
  
736
1846
  
823
1851
  
787
1856
  
778
1861
  
757
1866
  
752
1872
  
726
1876
  
708
1881
  
686
1886
  
654
1891
  
635
1896
  
589
1901
  
604
1906
  
601
1911
  
564
1921
  
512
1926
  
502
1931
  
441
1936
  
449
1946
  
394
1954
  
362
1962
  
336
1968
  
292
1975
  
380
1982
  
374
1990
  
408
1999
  
426
2006
  
457
2013
  
475
2020
  
447
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1999,[1] INSEE ab 2006[10][11][12]
Anmerkung(en): Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Sehenswürdigkeiten

  • Die aus Beynac-et-Cazenac stammende Familie Rossilon kaufte 1965 die Burgruine Castelnaud und begann mit den Restaurierungsarbeiten. Das Kriegsmuseum des Mittelalters, das sich hauptsächlich im östlichen Hauptgebäude und im Donjon befindet, ist ab 1985 zur gleichen Zeit wie die Burg für die Öffentlichkeit eröffnet.[9] Die Burganlage mit Ausnahme der Torburg ist seit 1980 als Monument historique klassifiziert, die Torburg seit 1980 als solche eingeschrieben.
  • Das Schloss Fayrac stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert und ist seit 1928 als Monument historique eingeschrieben.
  • Das Schloss Lacoste wurde im 18. und 19. Jahrhundert erbaut und ist heute ein Hotel. Sein Park ist seit 1969 eine Site classé. Fassaden und Dächer des Schlosses sind seit 1970 als Monument historique eingeschrieben. Die neogotische Schlosskapelle stammt aus dem 19. Jahrhundert.
  • Das Schloss Les Milandes liegt mitten in einer terrassierten Parkanlage im nordwestlichen Teil der Gemeinde in der Nähe der Mündung des Flüsschens Embalay in die Dordogne. Der Bau der Anlage begann 1489, im ausgehenden 19. Jahrhundert wurde es restauriert. Das Schloss wurde weithin bekannt, seitdem Josephine Baker es bis Ende der 1960er Jahre bewohnte. Seit 2009 ist die Anlage als Monument historique eingeschrieben, der Park ist seit 2004 als Jardin remarquable ausgezeichnet. Die angrenzende Kirche oder Kapelle Saint-Jacques-le-Mineur ist eine Stiftskirche aus dem 15. Jahrhundert mit einem zweijochigen Langhaus, dessen Mitteljoch von zwei Kapellen flankiert wird, die ein Querschiff bilden. Sie schließt mit einer polygonalen Apsis ab, die von drei großen Fenstern erhellt wird. Über der südlichen Kapelle befindet sich eine Empore, die über eine Wendeltreppe erreichbar ist. Diese Empore war vermutlich für den örtlichen Lehnsherrn bestimmt. Die Kirche ist seit 1926 als Monument historique eingeschrieben.[13]
  • Kirche Saint-Eutrope in Fayrac
  • Kirche Saint-Michel-Archange in Castelnaud
  • Im Jahr 1996 wurde das Walnuss-Ökomuseum in einem malerischen, aus dem 18. Jahrhundert stammenden Bauernhaus am Fuße des Schlosses Castelnaud gegründet, das von einem rund sieben Hektar großen Bio-Walnusshain umgeben ist.
in La Chapelle-Péchaud
  • Das Schloss Péchaud wurde im 17. oder 18. Jahrhundert in der Nähe des Dorfes La-Chapelle-Péchaud erbaut. Es besteht aus einem rechteckigen Hauptgebäude mit zwei Stockwerken (und einem Dachgeschoss) im klassischen Stil. Das Gebäude ist in regelmäßige und symmetrische Joche unterteilt. Die dem heiligen Blasius geweihte Kapelle Péchaud zeichnet sich durch die für die Sakralarchitektur des Périgord typische Schlichtheit aus. Ursprünglich im romanischen Stil erbaut, wurde sie im 16. und 17. Jahrhundert umfassend umgestaltet. Sie besitzt eine halbrunde Apsis mit gestuften Strebepfeilern und ist mit skulptierten Kragsteinen verziert. Der Glockenturm stammt aus dem 19. Jahrhundert. Er hat einen Spitzgiebel und eine rundbogige Öffnung für die Glocken. Das Eingangsportal wird von einem dekorativen Okulus bekrönt.[14]

Bildung

Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vor- und Grundschule (École primaire).[15]

Wirtschaft

Erwerbstätigkeit

Im Jahre 2022 waren 189 Personen zwischen 15 und 64 Jahren in Castelnaud-la-Chapelle erwerbstätig, entsprechend 73,1 % der Bevölkerung der Gemeinde in dieser Altersklasse, wobei der Anteil der Frauen (73,2 %) leicht höher war als bei den Männern (73,1 %). Die Zahl der Arbeitslosen war mit 24 Personen im Jahr 2022 höher als im Jahr 2016 (21). Die Arbeitslosenquote stieg von 10,6 % (2016) auf 12,7 % (2022).[16]

Branchen und Betriebe

88 nicht-landwirtschaftliche Gewerbebetriebe waren im Jahr 2023 in Castelnaud-la-Chapelle wirtschaftlich aktiv:[16]

Branche
Anzahl %
Gesamt 88
Fertigung, Bergbau und andere Industrien 5 5,7 %
Baugewerbe 7 8,0 %
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie 35 39,8 %
Finanzen und Versicherungen 4 4,5 %
Immobilien 7 8,0 %
Fachbezogene, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten sowie administrative und unterstützende Dienstleistungstätigkeiten 17 19,3 %
Öffentliche Verwaltung, Bildung, menschliche Gesundheit und soziales Handeln 8 9,1 %
Andere Dienstleistungen 5 5,7 %

Landwirtschaft

Im Jahr 2020 lag die technisch-ökonomische Ausrichtung der Landwirtschaft der Gemeinde mit dem Fokus auf Polykulturen und/oder Mischbetriebe in der Tierhaltung.[17] Die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe in der Gemeinde sank von 37 bei der Landwirtschaftszählung von 1988, auf 25 im Jahr 2000, auf 16 im Jahr 2010 und auf 14 im Jahr 2020, insgesamt ein Rückgang von 62,2 % in 32 Jahren. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verringerte sich von 601 Hektar im Jahre 1988 auf 409 Hektar im Jahre 2020. Die genutzte Fläche pro Betrieb stieg von 16,2 auf 29,2 Hektar.[18][19][20]

Fernwanderweg

Der 84 Kilometer lange Fernwanderweg GR 64 von der Brücke über die Ouysse (Département Lot) nach Les Eyzies-de-Tayac-Sireuil durchquert das Gemeindegebiet von West nach Ost.[21]

Verkehr

Castelnaud-la-Chapelle liegt fernab von größeren Verkehrsachsen, die auf der gegenüberliegenden Seite der Dordogne liegen. Die Departementsstraße D 57 überquert die Dordogne und verbindet das Zentrum von Castelnaud-la-Chapelle mit Vézac. Sie wird in südlicher Richtung am Céou-Ufer weitergeführt und triff am Weiler Pont de Cause auf die D 50, die von Saint-Cybranet kommend nach Westen abknickt und nach Veyrines-de-Domme führt. Nachgeordnete Departementsstraßen und lokale Landstraßen verbinden das Zentrum mit La Chapelle-Péchaud, den Weilern der Gemeinde und weiteren Nachbargemeinden.

Regionalbusse einer Linie im Auftrag der Region Nouvelle-Aquitaine verbinden Castelnaud-la-Chapelle und insbesondere auch das Schloss Les Milandes mit Sarlat-la-Canéda.[22]

Die Bahnstrecke von Bergerac nach Sarlat-la-Canéda durchquert das nördliche Gemeindegebiet, nachdem sie zweimal die Dordogne überquert hat. Der frühere Haltepunkt Castelnaud-Fayrac wird heute nicht mehr angefahren.

Persönlichkeiten

Literatur

Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).

Commons: Castelnaud-la-Chapelle – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. a b Notice Communale Castelnaud-la-Chapelle. EHESS, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  2. Géologie de la Dordogne-Périgord. Esprit de Pays, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  3. Répartition des superficies en 15 postes d’occupation des sols (métropole). CORINE Land Cover, 2018, abgerufen am 24. November 2024 (französisch).
  4. Les risques près de chez moi. Ministerium für ökologischen Wandel, Biodiversität, Wälder, Meer und Fischerei, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  5. Dossier des Départements über Hauptrisiken. (PDF) Département Dordogne, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  6. Tanet, Hordé, Seiten 85–87
  7. Castelnaud-la-Chapelle (französisch) (Memento vom 9. September 2016 im Internet Archive)
  8. Château de Castelnaud. Perigord.com, abgerufen am 24. November 2025.
  9. a b Die Geschichte des Schlosses. Schloss Castelnaud, abgerufen am 24. November 2025.
  10. Populations légales 2006 Commune de Castelnaud-la-Chapelle (24086). INSEE, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  11. Populations légales 2013 Commune de Castelnaud-la-Chapelle (24086). INSEE, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  12. Populations légales 2020 Commune de Castelnaud-la-Chapelle (24086). INSEE, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  13. Eglise ou chapelle des Milandes in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  14. Château Péchaud à La Chapelle-Péchaud. chateau-fort-manoir-chateau.eu, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  15. École primaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  16. a b Dossier complet Commune de Castelnaud-la-Chapelle (24086). INSEE, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
  17. Territoriale Spezialisierung der landwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  18. Allgemeine Daten der landwirtschaftlichen Betriebe mit Sitz in Castelnaud-la-Chapelle. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  19. Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und deren durchschnittliche landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  20. Gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020. Französisches Landwirtschaftsministerium, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  21. GR®64 - Du pont sur l'Ouysse (Lot) aux Eyzies-de-Tayac-Sireuil (Dordogne). gr-infos.com, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  22. Cars régionaux Dordogne. (PDF) Region Nouvelle-Aquitaine, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).