La Chapelle-Péchaud

La Chapelle-Péchaud
Staat Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Sarlat-la-Canéda
Gemeinde Castelnaud-la-Chapelle
Koordinaten 44° 47′ N, 1° 7′ O
Postleitzahl 24250
Ehemaliger INSEE-Code 24112
Eingemeindung 1. Januar 1973
Status Commune associée

Bürgermeisteramt (Mairie annexe)

La Chapelle-Péchaud (Aussprache [la ʃaˈpɛl peˈʃo], okzitanisch La Capèla Puèg-aut) ist ein Ort und ehemalige französische Gemeinde mit 148 Einwohnern (Stand: 1. Januar 1968) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehörte zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda.

Am 1. Januar 1973 wurde die bisherige Gemeinde La Chapelle-Péchaud in die Gemeinde Castelnaud-Fayrac als Commune associée aufgenommen, die seitdem den Namen Castelnaud-la-Chapelle trägt.[1]

Geografie

La Chapelle-Péchaud liegt etwa 55 Kilometer südöstlich von Périgueux, etwa 15 Kilometer südwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 50 Kilometer ostöstlich von Bergerac in der Région naturelle des Périgord noir, im gleichnamigen touristisch benannten Landesteil. Das Ortsgebiet liegt im Einzugsgebiet der Dordogne und wird vom Flüsschen Fonbounou entwässert.

Das Relief des Ortsgebiets weist eine Hügellandschaft auf. Der topografisch höchste Punkt des Orts befindet sich mit 283 m Höhe ist im Norden des Ortsteils an der Grenze zur Nachbargemeinde Veyrines-de-Domme, der tiefste mit 106 m Höhe im äußersten Nordwesten beim Austritt eines namenlosen Bachs aus dem Ortsgebiet. Das Zentrum liegt auf etwa 265 m Höhe.

Etymologie

Das Dorf La Chapelle-Péchaud hat oft seinen Namen geändert. Im 18. Jahrhundert erschien es in der Schreibweise La Chapelle-près-Saint-Laurent (1740). Mit Saint-Laurent ist der Name der Nachbargemeinde Saint-Laurent-la-Vallée gemeint. Péchaud steht für eine geografische Bezeichnung, zusammengesetzt aus dem okzitanischen Wort pèch (deutsch Hügel), hervorgegangen aus dem lateinischen podium (deutsch Erhöhung), sowie aus aut, was dem lateinischen altus (deutsch hoch) entspricht.[2]

Bevölkerungsentwicklung

La Chapelle-Péchaud: Einwohnerzahlen von 1793 bis 1968
Jahr  Einwohner
1793
  
388
1800
  
313
1806
  
371
1821
  
385
1831
  
439
1836
  
410
1841
  
407
1846
  
385
1851
  
404
1856
  
389
1861
  
380
1866
  
378
1872
  
319
1876
  
323
1881
  
318
1886
  
304
1891
  
276
1896
  
261
1901
  
256
1906
  
220
1911
  
225
1921
  
207
1926
  
197
1931
  
177
1936
  
176
1946
  
167
1954
  
145
1962
  
161
1968
  
148
Quelle(n): EHESS/Cassini[1]

Sehenswürdigkeiten

Das Schloss Péchaud wurde im 17. oder 18. Jahrhundert in der Nähe des Dorfes La-Chapelle-Péchaud erbaut. Es besteht aus einem rechteckigen Hauptgebäude mit zwei Stockwerken (und einem Dachgeschoss) im klassischen Stil. Das Gebäude ist in regelmäßige und symmetrische Jochen unterteilt. Die dem heiligen Blasius geweihte Kapelle Péchaud zeichnet sich durch die für die Sakralarchitektur des Périgord typische Schlichtheit aus. Ursprünglich im romanischen Stil erbaut, wurde sie im 16. und 17. Jahrhundert umfassend umgestaltet. Sie besitzt eine halbrunde Apsis mit gestuften Strebepfeilern und ist mit skulptierten Kragsteinen verziert. Der Glockenturm stammt aus dem 19. Jahrhundert. Er hat einen Spitzgiebel und eine rundbogige Öffnung für die Glocken. Das Eingangsportal wird von einem dekorativen Okulus bekrönt.[3]

Literatur

Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).

Commons: La Chapelle-Péchaud – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. a b Notice Communale La Chapelle-Péchaud. EHESS, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).
  2. Tanet, Hordé, Seiten 86–87
  3. Château Péchaud à La Chapelle-Péchaud. chateau-fort-manoir-chateau.eu, abgerufen am 24. November 2025 (französisch).