Duisburger Sezession

Die Duisburger Sezession ist ein Künstlerverein in der nordrhein-westfälischen Stadt Duisburg. Er entstand im Jahr 1957 unter dem Namen Neuer Duisburger Künstlerbund als Abspaltung „nonfigurativer“ Künstler aus dem Duisburger Künstlerbund.

Geschichte

Die Duisburger Sezession ging als eine Abspaltung aus dem bereits in den 1920er Jahren gegründeten Duisburger Künstlerbund hervor. Im Jahr 1957 gründete sich der „Neue Duisburger Künstlerbund“ als ein Zusammenschluss von Künstlern, die sich in ihren Arbeiten auf „nonfigurative“ als gegenstandslose Kunst spezialisiert hatten. Dabei wurde bereits in der Anfangszeit Wert auf die gewissenhafte Auswahl der Künstler gelegt. Diese sollten aktiver die Vermarktung und Präsentation ihrer Werke vorantreiben. Ein Jahr nach seiner Gründung wurde der „Neue Künstlerbund“ in „Duisburger Sezession“ umbenannt und stellte sich damit in die Tradition von anderen solcher Abspaltungen von Künstlergruppen im deutschsprachigen Raum.[1][2]

Dabei stand die Internationalisierung der Duisburger Kunst im Vordergrund des Engagements der Sezession. Die Ausstellungstätigkeit blieb nicht nur auf Duisburg beschränkt, sondern führte die Künstler auch in andere Städte im In- und Ausland. Insbesondere der Austausch mit Kunstschaffenden aus Düsseldorf, Berlin, Paris, Krefeld, Xanten, Salzburg, Eindhoven und Nijmegen wurde über persönliche Kontakte immer wieder gepflegt.[3] Über den durch den Duisburger Kulturdezernenten Konrad Schilling Anfang der 1980er Jahre angestoßenen Austausch mit dem Sowjetischen Künstlerverband reisten Vertreter der Sezession immer wieder dorthin. Damit waren die Duisburger Künstler oftmals die ersten westlichen Künstler in den Teilrepubliken der Sowjetunion.

Besondere Bedeutung für die Repräsentation der Duisburger Sezession hat die DU-Art-Galerie des Gründungsmitgliedes Gerhard Losemann. Die Galerie ermöglicht Mitgliedern der Sezession regelmäßig, ihre Arbeiten zu präsentieren. Sie versteht sich zugleich auch als Ort, in der Sammlungen von Werken verstorbenen Mitgliedern präsentiert werden. Daneben werden bildhauerische Werke von Sezessions-Mitgliedern im Wechsel mit solchen von Mitgliedern des Duisburger Künstlerbundes im Lehmbruck-Museum in Duisburg ausgestellt. 2007 feierte der Künstlerverein sein 50-jähriges Jubiläum.[4]

Mitglieder (Auswahl)

Ehemalige Mitglieder

Aktuelle Mitglieder

  • Gerhard Losemann
  • Marco Morosin
  • Magdalena Anna Morosini
  • Iwona Rozbiewska
  • Angelika Ruckdeschel
  • Cornelia Schweinoch-Kröning
  • Agnieszka Zofia Smuda
  • Angelika Stienecke
  • Hans-Jürgen Vorsatz
  • Klaus Wiesel

Literatur

  • Holger Albertini, Gerhard Losemann, Indra Thoma: 50 Jahre Duisburger Sezession. Duisburg 2007. S. 98. Digitalisat
  • Gerhard Losemann: Über die Duisburger Sezession. In: Schwarz Vielleicht. Duisburger Sezession Dreigiebelhaus Xanten. 15.1.2017 bis 19.3.2017. Duisburg 2017. S. 2 Digitalisat

Einzelnachweise

  1. Gerhard Losemann: Über die Duisburger Sezession. In: Schwarz Vielleicht. Duisburger Sezession Dreigiebelhaus Xanten. 15.1.2017 bis 19.3.2017. Duisburg 2017. S. 2 Digitalisat, PDF-Datei, S. 4, abgerufen am 25. Oktober 2025.
  2. Jürgen Kappel: Kunstausstellung in Xanten. Duisburger Sezession zeigt es war, es ist, RP (2025), abgerufen am 2. November 2025.
  3. Christian Oscar Gazsi Laki: Duisburger Sezession gastiert in Krefeld, Westdeutsche Zeitung (2023), abgerufen am 2. November 2025.
  4. Holger Albertini, Gerhard Losemann, Indra Thoma: 50 Jahre Duisburger Sezession. Duisburg 2007. S. 98. Digitalisat, PDF-Datei, 100 Seiten, abgerufen am 2. November 2025.