Will Brands
Will Brands (bürgerlicher Name Wilfried Julius Brands; * 15. Februar 1945 in Mülheim an der Ruhr[1]) ist ein deutscher Künstler. Brands arbeitet als Maler, Grafiker und Restaurator.
Leben
Will Brands wurde im Jahr 1945 als Wilfried Julius Brands im damals preußischen Mülheim an der Ruhr geboren. Zwischen 1959 und 1962 absolvierte er eine Lehre zum Tiefdruckretuscheur beim Verlag und der Druckerei Girardet von Herbert Girardet in Essen. Im Jahr 1963 zog Brands nach West-Berlin. Es schloss sich ein Aufenthalt in der schwedischen Hauptstadt Stockholm an. 1966 kehrte er nach Deutschland zurück. Erste selbstständige Ausstellungen können im Jahr ab 1970 nachgewiesen werden. 1973 wurde er mit dem Förderpreis zum Ruhrpreis der Stadt Mülheim ausgezeichnet. Brands wurde im Jahr 1980 Mitglied der Duisburger Sezession, verließ den Künstlerverein im Jahr 2004.[2]
Zwischen 1977 und 1987 arbeitete Brands in Duisburg für eine Werbeagentur. Zusammen mit dem niederländischen Architekten Louis le Roy arbeitete Brands 1988 an der Ökokathedrale Grüne-Mitte-Oberhausen. Es schlossen sich im Jahr 1990 Studienaufenthalte in Moskau, St. Petersburg und der kasachischen Hauptstadt Almaty an. Anlass war der von der Stadt Duisburg geförderte Austausch von Künstlern mit dem Künstlerverband der UdSSR. 1991 zog Brands nach Farverburg in Schleswig-Holstein, wo er sich zusammen mit seiner Ehefrau der Land-Art zuwandte. 2010 zog das Paar ins mecklenburgische Plau am See.
Werke (Auswahl)
Will Brands arbeitete vor allem als Maler, Grafiker und wirkte daneben als Restaurator. Im Zentrum seiner Arbeiten stehen florale Motive und Elemente, deren menschgemachte Veränderungen immer wieder thematisiert werden. Dabei variiert Brands’ Werk das Zusammenspiel von Menschen und Pflanzen, verbunden mit dem Wissen um das Supremat der Zweitgenannten. Brands schuf darüber hinaus Kunstwerke im öffentlichen Raum wie die aus Ruhrsandstein geschaffene Skulptur „Elemente im Revier“, die sich seit 1981 im Park an der Dimbeck in Mülheim an der Ruhr befindet.[3]
Der Kunsthistoriker Gottlieb Leinz schrieb 1998 über die Kunst Brands: Es entstehen „in diesen Außenplastiken keine sockelhaft inszenierten Skulpturen, keine leblosen Steinhaufen, sondern Sinnzeichen für die Synthese zwischen Mensch und Natur im Prozeß der Zeit [...]“.[4]
Einzelausstellungen
- 1974 Schloss Oberhausen, Oberhausen
- 1977 Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Mülheim
- 1980 Kunstmuseum Gelsenkirchen, Gelsenkirchen
- 1982 Schloss Wittringen, Gladbeck
- 1984 Städtische Galerie im Schlosspark Strünkede, Herne
- 1995 Kloster Saarn, Mülheim an der Ruhr
- 1998 Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Mülheim
- 2001 Kunstverein Gelderland, Geldern
- 2006 Ostholstein-Museum Eutin, Eutin[5]
Literatur
- Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6.
Weblinks
- Duisburger Sezession: Will Brands
Einzelnachweise
- ↑ Mülheim-Ruhr: Brands, Will, abgerufen am 26. November 2025.
- ↑ Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6. S. 308.
- ↑ Mülheim-Ruhr: Elemente im Revier, abgerufen am 27. November 2025.
- ↑ Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6. S. 208.
- ↑ Pension Spreewelten: Künstler: Will Brands, abgerufen am 26. November 2025.