Hans-Joachim Herberts

Hans-Joachim Herberts (* 1925 in Duisburg; † 1992 ebenda) war ein deutscher Maler.

Leben

Hans-Joachim Herberts wurde im Jahr 1925 in der damals preußischen Stadt Duisburg geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg und einer erfolgten Berufsausbildung belegte er Kurse beim Duisburger Künstler Wilhelm Wiacker an der Duisburger Volkshochschule. Hier lernte er von 1958 bis 1963. Im Jahr 1964 wurde Herberts Mitglied des Duisburger Künstlerbundes. Ein Jahr später war er Mitbegründer der Künstlergruppe nos, die sich um die – letztendlich erfolglose – Etablierung der gleichnamigen Galerie bemühte. Herberts wurde Mitglied der Künstlergruppe Ruhr und 1991 Teil der Duisburger Sezession.

Er nahm eine Lehrtätigkeit als Dozent an der Volkshochschule Duisburg auf und war außerdem am ebenfalls als Hochschule genutzten St. Johannes Hospital in Hamborn als Lehrer tätig. Herberts stand der Interessengemeinschaft Duisburger Künstler als Sprecher vor. Zusammen mit Hetty Bresser, Chinmayo und Gerhard Losemann gehörte Herberts 1981 zu den ersten Kunstschaffenden, die im Rahmen eines Künstleraustauschs die UdSSR besuchen durften und ihre Arbeiten in den Räumlichkeiten des Moskauer Künstlerbundes präsentierten. Als Stipendiat weilte Herberts ebenso 1985, 1986 und 1991 in der Sowjetunion. Hans-Joachim Herberts starb im Jahr 1992 in Duisburg.[1]

Werke (Auswahl)

Hans-Joachim Herberts war vor allem als bildender Künstler tätig. Seine Arbeiten, zumeist Ölbilder in Mischtechnik, werden von einer klar strukturierten Bildarchitektur geprägt, die ihnen eine „mathematische Kühle verleiht.“ Viele seiner frühen Arbeiten können dem Informel zugerechnet werden, später wandte er sich der konkreten Malerei zu.[2] Nach seinem Beitritt zur Duisburger Sezession wurden die Arbeiten malerischer, wobei die Bilder vor allem durch waagrecht und senkrecht verlaufenden Linien gebildet werden. Daneben schuf Herberts Grafiken, illustrierte Bücher der Schriftsteller Anja Hegemann und war als Haiku-Dichter tätig.

Arbeiten des Künstlers befinden sich im Besitz des Märkischen Museums Witten, der Stadt Duisburg und des Kultusministeriums Nordrhein-Westfalen. Daneben präsentiert der Duisburger Künstler Gerhard Losemann regelmäßig Arbeiten Herberts’ in seiner DU-Art-Galerie im Duisburger Dellviertel.

Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen

  • 1980, Portsmouth City Museum and Art Gallery, Portsmouth

Literatur

  • Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6.

Einzelnachweise

  1. Brockhaus 2008, S. 328.
  2. Brockhaus 2008, S. 230.