Walter Mawick

Walter Mawick (* 1914 in Oberhausen; † 1977 ebenda) war ein deutscher Maler und Sgraffitokünstler.

Leben

Walter Mawick wurde im Jahr 1914 im damals preußischen Oberhausen geboren. Er besuchte das Oberhausener Novalis-Gymnasium, wo die späteren Schauspieler Will Quadflieg und Alf Marholm zu seinen Klassenkameraden gehörten. Mawick begann ein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, das allerdings durch den Kriegsbeginn im Jahr 1939 unterbrochen wurde. Während des Krieges wurde er als Kartograf in Norwegen eingesetzt.

Nach Kriegsende wurde Mawick freischaffender Künstler. Seine Arbeiten wurden schnell im In- und Ausland rezipiert. Dabei spezialisierte er sich vor allem auf Arbeiten für öffentliche Auftraggeber. Er wurde Mitglied der Duisburger Sezession. Insbesondere in der Stadt Oberhausen entstand immer wieder Kunst im öffentlichen Raum. Walter Mawick starb im Jahr 1977 mit 63 Jahren in Oberhausen.[1][2]

Im Dezember 1978 organisierte die Stadt Oberhausen eine posthume Werkschau für den Künstler. Viele seiner Arbeiten verschwanden seit dem 21. Jahrhundert durch Abriss oder Umbau. Über die Umstände, die zum Verschwinden der Arbeiten führten, wurde immer wieder öffentlich diskutiert.

Werke (Auswahl)

Walter Mawick wirkte vor allem als Maler. Auf der Website der Duisburger Sezession schrieb man über seine künstlerische Entwicklung: „Die Formen der Bergkuppen, Fjorde und Wolken [in Norwegen] regten ihn zu seinen Bildern an. Wie bei vielen Malern dieser Generation führte die Entwicklung bei ihm von realistischen Anfängen zu einem expressionistischen Stil und wurden dann von der Tendenz zur Abstraktion bestimmt.“ Noch heute befinden sich eine Vielzahl von abstrakten Mosaiken an Schulen und ehemaligen Industriegebäuden. Malerische Arbeiten besitzt die Städtische Galerie im Schloss Oberhausen. Die Hauptwerke, die Mawick vor allem in seiner Geburtsstadt Oberhausen schuf, sind allerdings weitgehend zerstört oder übermalt.[3]

  • Holzintarsien an der Stadthalle, Oberhausen (zerstört)
  • 1958, Fries im Sitzungssaal des Rathauses, Oberhausen
  • Mosaiken an der Sparkasse, Oberhausen-Sterkrade (teilweise in einen Skulpturenweg überführt[4])
  • Mosaiken am Südbad, Oberhausen (zerstört)

Einzelnachweise

  1. Gustav Wentz: Viel gesehen, wenig beachtet, NRZ (2008), abgerufen am 9. Dezember 2025.
  2. Martin Kleinwächter: Teure Mosaik-Rettung an alter Stadtbücherei in Oberhausen, WAZ (2016), abgerufen am 9. Dezember 2025.
  3. Martin Kleinwächter: Stadt hat Denkmalwert des Mosaiks nicht prüfen lassen, WAZ (2020), abgerufen am 9. Dezember 2025.
  4. Martin Kleinwächter: Oberhausen bekommt einen Skulpturenweg, WAZ (2020), abgerufen am 10. Dezember 2025.