Rolf Binder (Künstler)

Rolf Binder (* 1926 in Berlin-Charlottenburg; † 23. August 2017 in Mülheim an der Ruhr) war ein deutscher Künstler.

Leben

Rolf Binder wurde im Jahr 1926 im Berliner Stadtbezirk Charlottenburg geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann er eine Kunstausbildung in München, wo er bei Emil Krieger an der Akademie der Bildenden Künste München in die Lehre ging. Anschließend wirkte Binder bis 1970 als freischaffender Künstler in Duisburg. Hier gehörte er 1965 zur Künstlergruppe nos, die sich um die Gründung einer gleichnamigen Galerie in der Stadt bemühte. Rolf Binder wurde zunächst Mitglied des Duisburger Künstlerbundes, schloss sich aber später der Duisburger Sezession an, in der vor allem abstrakt arbeitende Künstler organisiert waren.

Zwischen 1970 und 1975 lebte und wirkte Rolf Binder in Krefeld. Ab 1978 zog er nach Grefrath-Mühlhausen. Im Jahr 1990 siedelte er nach Frankreich über, wo er bis zum Jahr 2005 lebte. Rolf Binder wurde nach seiner Rückkehr nach Deutschland Mitglied im Westdeutschen Künstlerbund. In den 2000er Jahren lebte Binder in Viersen, wo er auch ein Atelier betrieb. Zuletzt hatte Binder seinen Lebensmittelpunkt in Mülheim an der Ruhr, wo er am 23. August 2017 in einem Altenheim starb.[1][2]

Werke (Auswahl)

Rolf Binder arbeitete vor allem als Maler und Bildhauer. Erste Arbeiten sind ab den 1960er Jahren nachzuweisen. Binder konzentrierte sich vor allem auf die räumlich-statischen Prinzipien der Plastik. Immer wieder entstanden Arbeiten, die sich mit den Gesetzmäßigkeiten plastischen Denkens auseinandersetzen. Binder bezog dabei vor allem Industriematerialien wie Gummischläuche und Schaumgummi mit ein. Ab den 1970er Jahren entstanden große Freiplastiken, die auch als Kunst im öffentlichen Raum Verwendung finden. Besondere Bedeutung hat dabei das „Rostvita“ genannte Werk in Mülheim-Styrum.

Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen

Literatur

  • Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6.
Commons: Rolf Binder (Künstler) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Westdeutsche Allgemeine Zeitung: Künstler Rolf Binder verstorben, abgerufen am 23. November 2025.
  2. Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6. S. 305 f.