Ernst Keller (Maler)

Ernst Keller (* 1887 in Wolmirstedt; † 1966 in Duisburg) war ein deutscher Maler.

Leben

Ernst Keller wurde im Jahr 1887 im damals preußischen Wolmirstedt in der Nähe von Magdeburg geboren. In Magdeburg absolvierte Keller eine Malerlehre und belegte ab 1906 fünf Jahre lang Kurse an der dortigen Kunstgewerbeschule. Nach dem Ende seiner Ausbildung ging Keller für einige Jahre auf Wanderschaft. Diese führte ihn unter anderem in die Schweiz. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs legte er im Jahr 1919 die Abschlussprüfung für das Kunstgewerbelehramt in Berlin-Charlottenburg ab.

Ein Jahr später nahm Ernst Keller seine Arbeit an der Gewerblichen Berufsschule Duisburg, dem heutigen Robert-Bosch-Berufskolleg auf. Auf die gleiche Zeit datieren auch erste künstlerische Arbeiten. Während mehrerer Studienreisen weilte Keller in den folgenden Jahren in Paris und außerdem in Holland, Belgien, Italien, Spanien und Jugoslawien. Im Jahr 1925 stellte Keller erstmals Werke im Rahmen der vom damaligen Direktor des Kunstmuseums August Hoff organisierten Ausstellungen Duisburger Künstler aus. Weitere Ausstellungen seiner Werke können im In- und Ausland nachgewiesen werden.

Zeitweise war der Künstler Vorsitzender des Duisburger Künstlerbundes. Nach dem Zweiten Weltkrieg orientierte sich Keller um und schuf fortan vor allem abstrakte Werke. Im Jahr 1957 gründete sich der „Neue Duisburger Künstlerbund“ als ein Zusammenschluss von Künstlern, die sich in ihren Arbeiten auf „nonfigurative“ als gegenstandslose Kunst spezialisiert hatten. Keller gehörte zu den Gründungsmitgliedern der neuen Künstlervereinigung, die sich bald in Duisburger Sezession umbenannte. Ernst Keller starb im Jahr 1966 in Duisburg.

Werke (Auswahl)

Innenhafen von Duisburg, Radierung 
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(Bitte Urheberrechte beachten)

Ernst Keller war vor allem als Maler tätig. Seine frühen Arbeiten werden dem Impressionismus zugerechnet. In Gemälden, die während seiner Ausbildung entstanden, sind klassische Landschaftsbilder zu sehen, darunter Darstellungen von Magdeburg. Mehrere Arbeiten des Künstlers werden im Duisburger Lehmbruck-Museum aufbewahrt. So ist dort eine 1928 entstandene Darstellung des Goerdeler-Parks in Duissern zu sehen.[1] Zu den häufig gezeichneten Motiven gehörten Szenen aus dem Duisburger Hafen. Aus den 1950er und 1960er Jahren sind immer wieder auch nicht-figürliche Arbeiten nachgewiesen. Keller experimentierte mit unterschiedlichen Maltechniken, unter anderem mit Acryl.

Einzelnachweise

  1. Anne Horstmeier: Flirrende Gärten und Patina, WAZ (2013), abgerufen am 4. Dezember 2025.