Gerd Wörner

Gerd Wörner (* 28. September 1935 in Essen; † 9. April 2022 in Köln[1]) war ein deutscher Künstler und Kunsterzieher. Wörner wirkte ab 1983 als Professor für Heilpädagogische Kunst- und Werkerziehung an der Universität zu Köln.

Leben

Gerd Wörner wurde am 28. September 1935 im damals preußischen Essen geboren. Seine Familie zog nach Duisburg, als Wörner ein Jahr alt war. In der Stadt wuchs er auf und lebte hier bis 1961. Zwischen 1956 und 1963 absolvierte Wörner ein Studium der Malerei und der Graphik an der Kunstakademie Düsseldorf. Er wurde Schüler des Glasmalers Georg Meistermann und des Grafikers Otto Coester. Parallel studierte er Geographie an der Universität zu Köln. Die Ausbildung schloss er mit dem Ersten und Zweiten Staatsexamen für das Lehramt an höheren Schulen ab.

Seit 1961 unterhielt Wörner ein Atelier in Köln, später ein weiteres in Feuerscheid (Eifelkreis Bitburg-Prüm). Zwischen 1963 und 1970 unterrichtete er als Studienrat am Stadtgymnasium in Köln-Porz. Bis 1970 nahm er außerdem Unterrichts- und Lehraufträge an der Pädagogischen Hochschule Rheinland in Köln an. Wörner war Mitglied der Künstlergruppe Duisburger Sezession. Im Jahr 1970 wurde er als Akademischer Rat dauerhaft in die Lehre an der Pädagogischen Hochschule eingebunden. 1983 wurde er zum Professor für Heilpädagogische Kunst- und Werkerziehung an der Universität zu Köln berufen.[2] Dieses Amt hatte er bis zum Jahr 2000 inne. Gerd Wörner starb am 9. April 2022.

Werke (Auswahl)

Gerd Wörner wirkte neben seiner Tätigkeit als Kunsterzieher und Hochschullehrer vor allem Maler, Collagist und Installationskünstler. Dabei arbeitete Wörner immer wieder mit gefundenen Gegenständen, die er in einem kreativen Prozess überformte. Im Vordergrund stand dabei das Ziel, wie Wörner selbst zum Ausdruck bringt, in einem offenen Arbeitsprozess auf "'materielle Mehrschichtigkeit', in kombinatorischem Umgang mit vorgefundenen und vorgeformten Gegenständen auf 'formale Stilmischung' und inhaltliche Mehrdeutigkeit' (W. Hofmann)" zu verweisen. Die Charakteristik seiner Objektkunst bestimmt er dabei wie folgt: "Zusammenkunft des Widersprüchlichen: Wahlspruch und Stilprinzip des historischen und heutigen Manierismus in der Kunst, Element auch meiner Collagen, Montagen und Installationen". Seine Malerei ist von abstrakten Darstellungen geprägt, die Wörner so beschreibt: "Keinem klassischen, statisch-festgelegten Raumsystem verpflichtet, bestimmten räumlich variable, dynamische Farbverläufe das bildhafte Geschehen. Dennoch können sich gleichzeitig Assoziationen z. B. an landschaftliche Farbfelder einstellen."[3]

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen Wörners fanden u. a. in den folgenden Institutionen statt:

Literatur

  • Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6.
  • Gerd Wörner: Kunst-Stücke. Malerei und Objekte 1970-2000. Ausstellungskatalog Galerie Haus Urlaub und Kirche St. Agatha, Alendorf und Kunstverein Paderborn. Eigenverlag, Köln 2000.
Commons: Gerd Wörner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Wir trauern: Gerd Wörner, abgerufen am 21. September 2025.
  2. Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6. S. 379 f.
  3. Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6. S. 296.
  4. Gerd Wörner: Kunst-Stücke. Malerei und Objekte 1970-2000. Ausstellungskatalog Galerie Haus Urlaub und Kirche St. Agatha, Alendorf und Kunstverein Paderborn. Eigenverlag, Köln 2000.