Nockberge

Nockberge

Eisenhut

Höchster Gipfel Eisenhut (2441 m ü. A.)
Lage Kärnten, Salzburg, Steiermark
Teil der Gurktaler Alpen, Zentralalpen
Einteilung nach Trimmel 2710
Koordinaten 46° 57′ 11″ N, 13° 55′ 45″ O
Besonderheiten Biosphärenpark Nockberge

Karte des ehemaligen Nationalparks und seiner Umgebung, d. h. mit Fokus auf die Westlichen Nockberge. Die Afritzer Nockberge im Süden und insbesondere die Östlichen Nockberge sind nicht vollständig abgebildet.

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Die Nockberge (selten auch Nockgebirge) sind die westlichste und höchste Gebirgsgruppe der Gurktaler Alpen. Sie erstreckt sich über Teile Kärntens, Salzburgs und der Steiermark. Ihr Erscheinungsbild ist durch zahlreiche kuppenartige und grasbewachsene Berggipfel geprägt. Höchste Erhebung ist der 2441 m ü. A. hohe Eisenhut in der Steiermark. Ebenso zählen der Rosennock mit 2440 m ü. A. und der Große Königstuhl (2336 m ü. A.), der das Dreiländereck der Bundesländer Steiermark, Salzburg und Kärnten darstellt, zu den Nockbergen. Im zentralen Bereich der Nockberge liegt der aus einem kleineren Nationalpark hervorgegangene Biosphärenpark Nockberge.

Etymologie

Die Bezeichnung Nock für „Kuppe“ ist für die Gipfel hier typisch.[1] Das Wort findet sich vereinzelt auch im Salzburgischen und Tirolischen (etwa Hoher Nock im Rofan, Nockspitze/Saile[2] bei Innsbruck, Nockstein bei Salzburg, häufig in Südtirol) im Sinne ‚bewachsener Felsen, höchste Erhebung einer abgeflachten Bergkuppe‘, verwandt mit deutsch Nocke (‚gerundeter Fortsatz‘, an der Nockenwelle). Hierorts sind sie jüngeren Datums, und wohl eine Umschriftung älterer slawischer -nik-Namen (so der Rosen(n)ock im 19. Jahrhundert noch Rosenik).[1] Trotzdem ist das Wort hier schnell identitätsstiftend geworden. In der Fremdenverkehrswerbung taucht in jüngerer Zeit auch die Bezeichnung Nocky Mountains in Anlehnung an die Rocky Mountains auf.[3]

Geographie

Die Nockberge bilden den westlichsten Teil der Gurktaler Alpen, sie werden im Norden bis zum Katschberg (1641 m ü. A.) von der Mur zu den Niederen Tauern abgegrenzt. Im Westen trennen Lieser und Drau die Nockberge von der Ankogelgruppe der Hohen Tauern sowie den Gailtaler Alpen. Südlich des Ossiacher Sees schließen Sattnitz und Klagenfurter Becken, ein weiterer Teil der Gurktaler Alpen, an. Nach Osten innerhalb der Gurktaler Alpen werden sie von der Linie GurkFlattnitzer Höhe (1400 m ü. A.) – Paalbach begrenzt.[4] In den beschriebenen Grenzen hat das Gebiet eine Fläche von über 1600 km², wovon 1490 km² auf den Biosphärenpark entfallen.

In sich können die Nockberge durch markante Talungen gegliedert werden, etwa durch das Gegendtal, das von Treffen am Ossiacher See parallel zum Drautal nach Nordwesten läuft, ehe es bei Radenthein nach Südwesten um Millstätter See umschwingt. Von Radenthein lässt sich die Tallinie jedoch nordwestlich über Kaning und den Nöringsattel bis Eisentratten im Liesertal (d. h. am Westrand der Nockberge) fortsetzen. Weiter nordöstlich zieht sich das Gurktal in einem Bogen über Gnesau, Patergassen (wo ein Bergsattel nach Westen über das Tal von Bad Kleinkirchheim ins Gegendtal führt) und Ebene Reichenau bis an die Nordseite der Hochrindl. Die Turracher Höhe verbindet Gräben miteinander, die von Ebene Reichenau nordwärts bzw. vom Nordrand der Nockberge (Predlitz an der Mur, Steiermark) südwärts führen; auf Salzburger Seite führt das Tal des Bundschuhbachs (bei Thomatal) nach Süden in die Nockberge. Von Ebene Reichenau nach Nordwesten führt die Nockalmstraße durch das Tal des Winkelbachs, überquert einen Sattel an der Nordseite des Klomnocks und die Eisentalhöhe und führt so zur Innerkrems, einem langen, von Kremsbrücke ostwärts führenden Seitengraben des Liesertals. Im Verlauf der Nockalmstraße zwischen Klomnock und Eisentalhöhe liegt das Ostende des Leobengrabens, ebenfalls ein ostwärts führender Seitengraben des Liesertals. Im niedereren und stärker zergliederten Ostteil der Nockberge verlaufen unter anderem das Teuchen-, Griffner- und Glödnitztal.[4]

Entlang einiger markanter Täler kann eine Unterteilung der Nockberge in drei Bereiche vollzogen werden.[5] Neben diesem System existieren noch andere Ansätze, zum Beispiel die untenstehende Gliederung gemäß österreichischem Höhlenverzeichnis.

  • Westliche Nockberge zwischen Liesertal im Westen, dem Murtal im Norden, der Linie Turracher Höhe-Patergassen im Osten und dem Tal von Bad Kleinkirchheim und dem westlichen Gegendtal im Süden. Höchster Gipfel dieses Bereichs, der zu großen Teilen dem ehemaligen Nationalpark entspricht, ist der 2440 m hohe Rosennock.
  • Östliche Nockberge zwischen der Linie Turracher Höhe-Patergassen im Westen, dem Murtal im Norden, der Flattnitz und dem Glödnitztal im Osten und dem Gurktal im Süden (zu diesen östlichen Nockbergen zählt also auch das weitläufige Berg- und Hügelland um das Griffner- und Glödnitztal, die Hochrindl etc.). Höchster Gipfel dieses Bereichs ist der 2441 m hohe Eisenhut.
  • Afritzer Nockberge zwischen dem Millstätter See im Westen, dem westlichen Gegendtal, dem Tal von Bad Kleinkircheim und dem Gurktal zwischen Patergassen und der Ortschaft Gurk im Norden, dem Lauf der Tiebel im Osten sowie dem Ossiachersee und dem Drautal im Süden. Höchster Berg dieses Bereichs ist der 2145 m hohe Wöllaner Nock.

Geomorphologie und Geologie

Im welligen Relief der Nockberge hat sich eine Landschaft aus dem Tertiär erhalten, die sich am besten im Vergleich mit den höheren und schrofferen Hohe Tauern nordwestlich der Nockberge verstehen lässt. Die Tauern heben sich jährlich immer noch um rund einen Millimeter, ihre Gipfel sind dabei wegen der zunehmenden Höhe zunehmend stärker der Erosion ausgesetzt und werden abgetragen, sodass tieferliegende Gesteinsschichten freigelegt werden (vgl. Tauernfenster). Die Nockberge sind von dieser andauernden Hebung und daraus resultierenden stärkeren Abtragung kaum betroffen, ihre Geomorphologie ist das Produkt von über einen langen Zeitraum relativ sanft wirkenden Kräften, die zu einer „ausgeglichenen“ Landschaft führten.[6]

Während der Würm-Kaltzeit bildeten sich nur lokal kleine Gletscher auf den höchsten Gipfeln (ab 2300 m) der Nockberge,[7] folglich gibt es nur wenige Kare, scharfgratige Karlinge oder ähnliche glaziale Landschaftsformen. Sehr wohl aber wurden die Täler durch die aus den höheren Landesteilen herabfließenden Eismassen, die eine Mächtigkeit von über 1000 Metern erreichen konnten, ausgeschürft, Moränen bedecken die Bergflanken in entsprechender Höhe. Die Haupteisströme flossen durch das Drautal von West nach Ost sowie durch das Liesertal von Norden nach Süden, kleinere Eisströme durchzogen die Nockberge vom Murtal her südwärts.[8] Die breiten Gipfel der Nockberge ragten als Nunatakker aus dem Eispanzer. Sie sind die westlichsten Flächen der Ostalpen, die im Pleistozän nicht vollständig glazial überprägt wurden, in diesen s. g. Nockflächen (in Höhenstufen zwischen 1700 m und 2400 m) ist also ein sehr altes Landschaftsbild erhalten.[9]

Der geologische Aufbau der Nockberge ist ungewöhnlich komplex, sie bilden keine Einheit, sondern lassen sich stark vereinfacht in drei Gruppen von Gesteinen teilen (Achtung, deren Grenzen stimmen nicht mit der oben beschriebenen Dreiteilung entlang der Talzonen überein!).

  • Die kristallinen Gesteine des Mittelostalpins im westlichen Teil der Nockberge (Mirnock, Millstätter Alpe, Rosennock, Schwarzwand) sind in der Regel mittelgradig metamorph. Zu ihnen gehört der sogenannte Millstatt-Komplex (Paragneise mit jüngeren Pegmatit-Gängen) und der Radenthein-Komplex (vorherrschend Glimmerschiefer, von wirtschaftlicher Bedeutung waren die enthaltenenen Granate), des Weiteren treten Quarzite, Marmore (historisch bedeutend: Krastaler Marmor, Gummerner Marmor), Amphibolite und Schiefer (Bundschuh-Priedröf-Komplex) auf. Die Ausgangsmaterialien der kristallinen Schiefer sind überwiegend paläozoisch, könnten aber auch noch aus dem Präkambrium stammen; die meisten Gesteine dieser Gruppe wurden mindestens zweimal bei Gebirgsbildungen metamorph überprägt (im Zuge der alpidischen, variszischen, mitunter auch der kaledonischen Gebirgsbildung).[10]
  • Der östliche Teil der Nockberge (Gerlitzen, Wöllaner Nock, Königstuhl, Eisenhut, Berg- und Hügelland nördlich der Gurk) besteht aus der zum Oberostalpin gehörende Gurktaler Decke (vgl. Tektonische Decke) aus nur schwach metamorphen Gesteinen des Paläozoikums und der Variszischen Gebirgsbildung. Hier kommen u. a. Phyllite, Quarzite, Diabase, Grünschiefer und Dolomitmarmore vor. Ungewöhnlich ist eine Orthogneis-Scholle (die s. g. Pfannock-Einheit, zu der auch Hauptdolomit gehört) am Westrand dieser Gruppe. Im Norden der Gruppe (Königstuhl, Turracher Höhe, Nordfuß des Eisenhuts) kommen nicht-metamorphe Ablagerungen aus dem Oberkarbon (also nach-variszisch) vor, eine etwa 400 m mächtige Folge von Quarz-Konglomeraten und Sandsteinen. Innerhalb dieser Ablagerungen finden sich bis mehrere Meter mächtige Tonschiefer sowie Flöze von hochwertiger Anthrazitkohle, die im Bereich der Turrach bis 1964 abgebaut wurde. Hierbei dürfte es sich um Hinterlassenschaften eines mäandrierenden Flusssystems bzw. einer Moorlandschaft handeln, wo in wechselnder Abfolge Sand und organisches Material abgelagert wurde. Sowohl die Tonschiefer als auch die Kohle sind bekannte Fundstätten für fossile Pflanzen.[11]
  • Zwischen diesen beiden Gruppen metamorpher Gesteine zieht sich ein schmales Band von Kalk- und Dolomitgesteinen aus dem Mesozoikum (s. g. Stangalm-Trias) von Norden nach Süden. Die wenigen enthaltenen Fossilien von Algen, Muscheln und Meeresschnecken weisen diese Gesteine als Meeresablagerungen aus.[12] Die in Teilen ebenfalls aus Dolomit bestehende Pfannock-Einheit grenzt östlich an dieses Band an, gilt laut Geologische Karte der Republik Österreich jedoch als Teil der tektonisch höheren Gurktaler Decke.[13] Anders als das kristalline Gestein erodieren Kalk und Dolomit in schroffen, karstartigen Formen, die in auffälligem Gegensatz zu den sonst rundlichem Relief der Nockberge stehen. Ein besonders markantes Beispiel ist die Zunderwand an der Südseite des Predigerstuhls.

Botanik

Montane und subalpine Waldgesellschaften

Den größten Flächenanteil der Nockberge nehmen verschiedene Waldgesellschaften ein, die je nach Höhenstufe unterschiedlich ausgeprägt sind. In den tieferen Lagen der montanen Höhenstufe dominieren Fichtenwälder bzw. durch Forstwirtschaft entstandene Fichtenforste. In feuchten Gräben und tiefen Lagen kommen insbesondere am Südrand der Nockberge Laubmischwälder vor – eventuell handelt es sich bei diesen Flächen um ehemalige Wiesen und Weiden, auf denen sich nach Rückgang der Bewirtschaftung ein neues Ökoystem entwickelte. In der darüber liegenden subalpinen Stufe mischen sich zunehmend Lärchen zwischen die Fichten, insbesondere zwischen 1700 und 1900 m dominieren Wälder aus Lärchen und Zirben, wobei letztere im Nordteil der Nockberge in manchen Bereichen sogar die vorherrschende Baumart bilden. In den südlichen Bereichen treten Zirben eher vereinzelt auf. Größere Flächen von Latschenkiefern finden sich ebenfalls eher im Norden. Die genannten Wälder können in den Nockbergen in geschützten Lagen Höhen bis 2200 m erreichen (s. g. orographische Waldgrenze), sind aber aufgrund von Rodung zur Schaffung von Almweiden zumeist auf 1900 m beschränkt (s. g. anthropogene Waldgrenze).[14] In den höherlegenenen Bereichen bilden die lichter werdenden Wälder einen Unterwuchs aus Alpenrosen, Heidelbeeren, Preiselbeeren, Rauschbeeren, Heidekraut und vereinzelt Alpen-Wacholder aus, der als Zwergstrauchheide über die Waldgrenze hinausreicht. Oft sind diese Heiden Indiz für einen ehemals höher hinaufreichenden Wald.[15]

Rasen der montanen und alpinen Höhenstufe

Auf ehemaligen Waldböden zwischen 1900 und 2050 m sind große Teile der Nockberge vom sogenannten Bürstling-Weiderasen bewachsen. Der namensgebende Bürstling kommt mit den durch Viehtritt verdichteten, luftarmen Böden gut zurecht, außerdem meidet das Weidevieh dessen spitzige Blätter eher und befördert damit seine Ausbreitung noch zusätzlich. Dennoch sind (neben der häufig vorkommenden Besenheide) zahlreiche bekannte Alpenpflanzen im Bürstling-Weiderasen zu finden, etwa Berg-Nelkenwurz, Scheuchzers Glockenblume, Bärtige Glockenblume, Gold-Fingerkraut, Blutwurz, verschiedene Enziane, Kuhschellen, Augentrost, Arnika, Alpen-Prachtnelke und die Silberdistel.[16] Ein weiterer für die Nockberge bedeutender Rasentyp ist der Krummseggenrasen, der in von Natur aus baumfreien Zonen in Höhen über 2100 m gedeiht. Namensgebend ist die Krumm-Segge, die von Kühen als Futter nicht angenommen wird. Blütenpflanzen sind in diesem Rasen seltener, erwähnenswert sind u. a. Teufelskrallen, Speik, Alpenmargerite, Krainer Greiskraut und Zwerg-Primel.[17] Weitere wichtige, aber weniger häufig auftretende Rasentypen sind Mähder (durch Mähen zur Heugewinnung geformte Rasen) oder der an südexponierten Steilhängen auftretende Buntschwingelrasen (dominiert durch verschiedene Schwingel).

Das im obigen Abschnitt zur Geologie erwähnte Band aus Kalk- und Dolomitgesteinen bedingt in seinem Umfeld das Auftreten anderer, kalkanzeigender Pflanzengesellschaften. Die üppigste und blumenreichste Ausbildung eines alpinen Kalkrasens ist die Blaugrasmatte, benannt nach dem Kalk-Blaugras. Die Blaugrasmatte bildet sich an sonnigen, trockenen, früh schneefreien Hängen mit meist humusarmen Böden. Unter den zahlreich auftretenden Blütenpflanzen finden sich Sonnenröschen, Wundklee, Brillenschötchen, Eberrauten-Greiskraut, Enziane, Herzblättrige Kugelblume, Kugelige Teufelskralle, Läusekräuter, Alpenhelm, Nelken, Bittere Schafgarbe, Alpenmaßliebchen, Rotes Kohlröschen…[18] Auf besonders wind- und kälteexponierten Kalkböden gedeihen Pionierpflanzen im Spalierwuchs, etwa die Weiße Silberwurz, in deren Schutz die Entwicklung eines Polsterseggenrasens (namensgebend die Polster-Segge) beginnen kann. Typische Pflanzen dieses oft nur flecken- oder streifenweise im Kalkschutt ausgebildeten Rasens sind Steinbrech-Arten, das Stängellose Leimkraut, aber auch als lokale Besonderheit in den Nockbergen auftretende Pflanzen wie das Dolomiten-Fingerkraut, der Triglav-Pippau oder sehr seltene Enziangewächse wie das Kärntner Tauernblümchen, der Schnee-Enzian oder der Zarte Haarschlund.[19]

Kleinräumige Biotope

Neben den genannten großflächig auftretenden Pflanzengesellschaften gibt es in den Nockbergen freilich noch eine Unzahl kleinräumiger Biotope, deren Pflanzen hier nur beispielhaft vorgestellt werden können. In Felsspalten wachsen gerne Petergstamm, Wulfens Mannsschild und Himmelsherold, in beweglichem Schutt aus Silikatgestein der Alpen-Säuerling, in feuchten, steinigen Rasen die in den Alpen sonst seltene Korianderblättrige Schmuckblume. Das Alpen-Löffelkraut wächst nur an besonders feuchten, nordseitigen Steilhängen, der Gletscher-Hahnenfuß als Relikt der letzten Eiszeit in besonders hochgelegenen, kühlen Bereichen und Bursers Steinbrech besiedelt äußerst windexponierte Standorte. Auch das seltene Kopf-Aschenkraut und Edelweiß kommen vereinzelt in den Nockbergen vor.[20] Unter den kleinräumigen Biotopen besonders hervorzuheben sind jene, die durch Wasser geprägt sind. Die metamorphen Gesteine der Nockberge sind wenig wasserdurchlässig und begünstigen so das Auftreten von kleinen Bächen, Seen und Mooren. An solchen Standorten kommt häufig das Bittere Schaumkraut vergesellschaftet mit Sumpfdotterblume, Bachbunge, Meisterwurz… vor. Im Umfeld der kleinen Seen wächst mitunter großflächig Scheuchzers Wollgras, aber auch das sehr seltene Wechselblütige Tausendblatt. Wo das erwähnte Band aus Kalk- und Dolomitgesteinen die Nockberge durchzieht, kommt im Umfeld kleiner Karstquellen die Zweiteilige Schuppensegge zusammen mit vergesellschafteten Pflanzen vor. In Mooren treten u. a. die Braun-Segge, Simsenlilien, Rasen-Haarsimse und Sumpf-Baldrian auf. Als eiszeitliche Relikte kommen in den Mooren kleine Hügel (Bulten) aus Torfmoosen vor, auf denen Zwerg-Birken gedeihen. Zu den in den Nockbergen auftretenden, seltenen Moorpflanzen gehören verschiedene Arten des Sonnentaus, das Herz-Zweiblatt und die Moor-Rauschbeere.[21]

Zoologie

Tieflagen und Kulturflächen

In bewaldeten Tieflagen der Nockberge kommt die allgemein verbreitete mitteleuropäische Waldfauna vor, doch befindet sich in diesen Tieflagen in den Nockbergen häufig eine Kulturlandschaft mit entsprechenden Kulturfolgern, im Bereich der Vögel sind dies etwa Sperlinge, Elstern oder Schwalben. Die durch menschlichen Eingriff geschaffenen und beständig von Verwaldung freigehaltenen naturnahen Kulturflächen sind ein wichtiger Lebensraum für Schmetterlinge, etwa Scheckenfalter, Bläulinge, Weißlinge oder das Krainer Widderchen. An Wald- oder Bachrändern kommen z. B. Federmotten, Perlmuttfalter oder das Rote Ordensband vor, weitere Schmetterlinge der tiefen Lagen sind das Blaue Ordensband oder das Weidenkarmin. Von den Amphibien kommen in dieser Höhenstufe u. a. die Erdkröte, die Gelbbauchunke, der Springfrosch und der bedrohte Feuersalamander vor. In besonders warmen Gunstlagen gibt es Populationen der Äskulapnatter. Schäden an Kulturpflanzen verursacht neben der eingeschleppten Spanischen Wegschnecke die heimische Genetzte Ackerschnecke, eher abseits des kultivierten Bereichs leben hingegen die Schatten-Laubschnecke oder die Gerippte Bänderschnecke.[22]

Subalpine Wälder

Auch die subalpinen Wälder bis 1700 m sind in Teilen stark menschlich beeinflusst (Fichtenforste). Häufige Säugetierarten dieser Höhenstufe sind Rothirsch, Reh, Fuchs, Dachs, Steinmarder, Baummarder, Iltisse, Eichhörnchen, Siebenschläfer, Haselmaus und Feldhase. Erstmals seit Mitte des 19. Jahrhunderts zog 1993 ein Braunbär durch die Nockberge, seither gibt es vereinzelt weitere Meldungen, jedoch keine dauerhafte Population. In eher naturnahen Nadelwäldern lebt das Auerhuhn, die größte europäische Hühnerart, es benötigt eine dichte, beerenreiche Strauchschicht und alte, ausladende Bäume für Nistplätze. Auch Dreizehenspecht, Sperlingskauz und Haubenmeise bevorzugen naturnahe Fichtenwälder mit durch Lichtungen und Moore aufgelockertem, altem Baumbestand. Häufig anzutreffende Vogelarten des Waldbereichs der Nockberge sind Mäusebussard, Ringeltaube, Kuckuck, Schwarzspecht, Buntspecht, Rotkehlchen, Singdrossel, Misteldrossel, Gartengrasmücke, Mönchsgrasmücke, Fitis, Zilpzalp, Wintergoldhähnchen, Sommergoldhähnchen, Kohlmeise, Tannenmeise, Weidenmeise, Schwanzmeise, Kleiber, Waldbaumläufer, Eichelhäher, Buchfink, Gimpel, Fichtenkreuzschnabel und Erlenzeisig. Seltener kommen Habicht, Sperber, Haselhuhn, Waldschnepfe, Waldkauz, Uhu und Raufußkauz vor.[23]

Einige Arten von Nachtfaltern (Nonne, Wellenlinien-Rindenspanner, Klosterfrau) haben sich auf den für Schmetterlinge sonst ungeeigneten Lebensraum Wald spezialisiert, weitere Arten kommen nur in lichteren Waldabschnitten mit Strauchunterwuchs (dort verschiedene Spanner) oder an südexponierten Felsbändern (z. B. Hellgebänderter Steinspanner) vor. Bedeutende Waldbewohner mit enormen Einfluss im Ökosystem sind die Ameisen, von den kärntenweit 83 Ameisenarten kommen über 30 in den Nockbergen vor. Beispielhaft genannt sei die bis zu zwei Zentimeter große Gebirgswaldameise oder die „Gastameise“ Formicoxenus nitidulus, die winzige Nester in den Hügeln anderer Arten baut, wobei sie auf unbekannte Art deren chemisches Warnsystem überlistet. Naturnahe Waldgebiete zeichnen sich durch ein größeres Vorkommen an Spinnentieren wie dem nur im Ostalpenraum vorkommenden Zweizahnkanker (ein Weberknecht) aus. Vorkommende Schneckenarten sind u. a. verschiedene Schließmundschnecken (Kärntner Schließmundschnecke) und Schnegel.[24]

Lärchen- und Zirbenwälder, Waldgrenze

Charakteristische Tierarten in den schütter werdenden Lärchen- und Zirbenwäldern an der Waldgrenze sind Tannenhäher, Birkhuhn, Steinhuhn, Ringdrossel, Heckenbraunelle, Birkenzeisig und die Bergeidechse. Diese Höhenstufe ist in vielerlei Hinsicht eine Übergangszone, Rehwild zieht sich im Winter hierhin zurück, Rotwild durchwandert sie hingegen auch im Winter in noch höhere Bereiche, um dort auf freigewehten Almflächen zu äsen. Birkhühner brauchen die Mischung aus Strauchwuchs (Beeren als Nahrung), höheren Bäumen (Schlafplätze) und offenen Flächen (Balzplätze) und bleiben ganzjährig in diesem Bereich, der Birkenzeisig hingegen verhält sich nur bei ausreichend Nahrung als Standvogel, der Tannenhäher sorgt vor und legt für den Winter Lager aus Zirbensamen an. Heckenbraunelle, Ringdrossel und auch der in den Nockbergen bervorzugt dort vorkommende Zaunkönig verbringen als Zugvögel nur die warme Jahreszeit in dieser Höhenlage. Für viele der genannten Vögel bieten die dichte Krautschicht bzw. die Krummholzzone (Latschenkiefern, verschiedene Sträucher) gute Nistplätze, so auch für den Baumpieper, der in Österreich hauptsächlich im Gebirge vorkommt.[25]

Die Blütenpflanzen in der dichten Bodenvegegation dieser Höhenstufe bieten für Falter eine weit bessere Lebensgrundlage als die tieferliegenden Wälder, insbesondere zu nennen sind der Schwarze Apollo, der auffällige Pantherspanner oder das Kleine Braunauge. Ein äußerst spezialisierter Bewohner ist der erst 1998 durch Forschung in den Nockbergen als eigene Art erkannte Subalpine Schwarzrückenkanker, ein Weberknecht, dessen Lebensraum sich auf senkrechte bis überhängende (da regengeschützte) Felswände an der Waldgrenze beschränkt. Ein beispiel für die komplexität der ökologischen Zusammenhänge liefert die auf Kalksteinen lebende Felsen-Pyramidenschnecke. Sie ernährt sich von Flechten; erst ihr Kot macht die Spalten, in denen sie sich versteckt hält, für Pflanzen besiedelbar.[26]

Alpine Höhenstufe

Die heutige Tierwelt der alpinen Höhenstufe kann nicht ohne die letzte Eiszeit verstanden werden. Diese verdrängte weitgehend die voreiszeitliche Fauna, einige Tierarten konnten sich jedoch an das rauhe Klima anpassen, zumal die Gipfel der Nockberge eisfrei blieben (s. o. bei Geomorphologie). Als das Klima wieder wärmer wurde, mussten sich diese spezialisierten Arten auf das Hochgebirge beschränken – viele dieser Tierarten kommen in Europa sonst erst wieder in Skandinavien vor, man spricht von nordisch-alpiner Verbreitung (vgl. Arkto-alpine Disjunktion). Tierische Beispiele hierfür sind in den Nockbergen neben verschiedenen Insekten- und Spinnenarten das Schneehuhn, der Schneehase und der äußerst seltene Mornellregenpfeifer. Speziell für die Nockberge zu nennen ist die dort erstmals beschriebene Heuschreckenart Miramella carinthiaca. Als extreme Ausprägung dieses Rückzugs ins Hochgebirges gibt es Arten, deren Verbreitung weltweit auf einen Gebirgszug oder gar Gipfel beschränkt ist; für die Nockberge ist dieses Phänomen bei mehreren Arten von Spinnen, Laufkäfern und Kurzflügelkäfern bekannt.[27]

Neben den gerade genannten Arten sind Alpenbraunelle, Steinschmätzer, Bergpieper, Steinadler, Murmeltier, Gämse, Kreuzotter und Alpensalamander besonders charakteristische Vertreter der alpinen Fauna der Nockberge, in felsigen Bereichen kommen auch Mauerläufer und Schneefink vor. Die Murmeltiere waren aufgrund ihres begehrten Murmeltierfetts fast ausgerottet, ab etwa 1920 wurden die Nockberge aus den Tauern heraus von ihnen quasi neu besiedelt. Da ein Steinadlerpaar ein rund 40 km² großes Jagdrevier benötigt, dürfte der Bestand dieser Art in den Nockbergen auf sehr wenige Exemplare beschränkt sein. An größeren Vögeln sind für die Nockberge noch Kolkrabe und Turmfalke zu nennen; die im Hochgebirge sonst häufige Alpendohle ist in den Nockbergen selten. Als einzige Reptilien erreichen die Bergeidechse und die Kreuzotter (beide sind lebendgebärend) die höchste Zone der Nockberge. Die Kreuzotter kann in einer fast schwarzen Färbung („Höllenotter“) auftreten, eventuell eine Anpassung, um mehr Wärme zu absorbieren. Aus dem Bereich der Amphibien ist zuerst der bis in 2100 m Höhe vorkommende Bergmolch zu erwähnen; eine Population dieser Art wird in den Nockbergen seit 1989 untersucht (umfangreichste Langzeitstudie an Amphibien in den Alpen). Weitere in der alpinen Höhenstufe vorkommende Amphibien sind der Grasfrosch (in den Nockbergen oft eigentümlich dunkel gefärbt) und der Alpensalamander; letzterer erreicht mit einem bis auf 2400 m reichenden Habitat quasi alle Gipfel.[28]

Die blumenreichen alpinen Rasen sind ein gutes Habitat für Schmetterlinge, etwa den Gletscherfalter, den nur an wenigen Orten der Ostalpen vorkommenden Weißpunktierten Mohrenfalter (und weitere Arten der Gattung Erebia), eine seltene Unterart (Euphydryas aurinia debilis) des Skabiosen-Scheckenfalters und den Riesengebirgsspanner. Im alpinen Rasen leben der Gebirgsweberknecht (häufigste Weberknechtart der Nockberge) und u. a. mindestens 15 Arten von Wolfspinnen. Auch die im obigen Abschnitt (Waldgrenze) genannte Pyramidenschnecke und einige weitere Schneckenarten überleben im Hochgebirge.[29]

Gliederung der Nockberge gemäß österreichischem Höhlenverzeichnis

Panorama der Nockberge. Blick vom Sinacher Gupf über das Drautal und die Sattnitz nach Nordwesten. Am linken Bildrand Villach, dort Südende der Nockberge am Oswaldiberg (laut folgender Gliederung zur Untergruppe 2711 Mirnock), quer im Vordergrund mit Nebelfetzen der Zug der Gerlitzen (2712), überragt von den Untergruppen Wöllaner Nock (2713) und Rosennock (2715), ganz rechts/nördlich die Untergruppe 2717 Eisenhut. Die Distanz vom linken zum rechten Bildrand beträgt ungefähr 45 Kilometer.

Die feingliedrige Gebirgsgruppengliederung für das österreichische Höhlenverzeichnis teilt die Nockberge entlang der oben beschriebenen Talfurchen in insgesamt acht Untergruppen. Diese sind (zumeist) nach dem höchsten Gipfel bzw. einem dominanten Bergmassiv benannt und bekommen eine vierstellige Registernummer zugewiesen. Die Nockberge insgesamt haben in dieser Systematik die Nummer 2710. Nach dieser Systematik sind die acht Teilbereiche der Nockberge:[30]

  • 2711 Mirnock, umgrenzt vom Drautal zwischen Spittal an der Drau und Villach, dem gesamten Gegendtal, dem Millstätter See und der Lieser. Neben dem namensgebenden Mirnock (2110 m) und weiteren Gipfeln desselben Bergmassivs (Bodeneck, 2006 m; Rindernock, 2024 m; Palnock, 1901 m; Amberger Alm, 1832 m) umschließt diese Linie auch den Millstätter-See-Rücken (u. a. Geißriegel 988 m; Hochgosch 876 m) sowie die Berge südöstlich des Krastals (Wollanigberg, 1174 m; Oswaldiberg 963 m).
  • 2712 Gerlitzen, umgrenzt vom Ossiacher See, der Tiebel bis nördlich von Himmelberg, der Teuchen und dem Tal des Arriachbachs und Treffnerbachs. Neben der namensgebenden Gerlitzen (1909 m) und weiteren Gipfeln desselben Bergmassivs (u. a. Kanzelhöhe, 1524 m; Grilzwipfel, 1565 m) umschließt diese Linie auch das kleine Hügelland zwischen Feldkirchen in Kärnten und Himmelberg (u. a. Krahkogel, 790 m; Saurachberg 1069 m).
  • 2713 Wöllaner Nock, umgrenzt vom Gegendtal südlich von Afritz am See, der Teuchen, der Tiebel nördlich von Himmelberg, dem Gurktal bis Patergassen und dem Tal von Bad Kleinkirchheim. Diese Linie umschließt ausschließlich das Massiv des Wöllaner Nocks (2145 m) mit weiteren Gipfeln der vom Wöllaner Nock in alle Richtungen abfallenden Bergrücken (u. a. Tobitscher, 1904 m; Kolmnock, 1845 m; Kaiserburg, 2055 m; Vorderer Wöllaner Nock, 2090 m; Buchskopf, 1865 m; Hoferalmkopf, 1631 m).
  • 2714 Millstätter Alpe, umgrenzt vom Millstätter See, dem Gegendtal bis Radenthein, Kaning, der Nöring, dem Liesertal von Eisentratten südwärts bis Seeboden am Millstätter See. Diese Linie umschließt ausschließlich den Bergrücken der namensgebenden Millstätter Alpe (2091 m), weitere markante Gipfel desselben Massivs sind u. a. Kamplnock (2101 m), Hochpaltennock (2099 m), Tschiernock (2088 m), Lammersdorfer Berg (2063 m) und Matzelsdorfer Berg (1661 m).
  • 2715 Rosennock, umgrenzt von Radenthein durch das Tal von Bad Kleinkirchheim nach Patergassen, das Gurktal nordwärts bis Ebene Reichenau, das Tal des Winklbachs (Nockalmstraße Ostteil) bis zum Schneegrubensattel, den Leobengraben, dem Liesertal südwärts bis Eisentratten, die Nöring und Kaning bei Radenthein. Zu dieser sehr weitläufigen Untergruppe gehören:
    1. Der namensgebende Rosennock (2440 m) mit den Gipfeln in seinem unmittelbaren Umfeld, darunter Predigerstuhl (2170 m), Pfannock (2254 m), Plattnock (2316 m), Großleobeneck (2196 m), Stileck (2179 m), Rabenkofel (2059 m) und Gridleck (1887 m). Zusätzlich von dieser Linie umschlossen wird aber auch das recht prominente Massiv…
    2. …des Klomnocks mit seinen nach Norden (Schiestelnock, 2206 m; Koflernock, 2277 m) und weit nach Süden (u. a. Mallnock, 2226 m; Brunnach, 1970 m; Wiesernock, 1974 m; Priedröf, 1963 m) laufenden Rücken, sowie das fast ebenso prominente Massiv…
    3. …des Rödresnocks (2310 m) mit u. a Falkert (2308 m), Steinnock (2197 m) und Schwarzkofel (2168 m).
  • 2716 Königstuhl, umgrenzt von Leobengraben, Stangbach, Schneegrubensattel, Winklbach (Nockalmstraße Ostteil), dem Seebachtal, der Turracher Höhe, dem Turrachbach, dem Murtal westlich von Predlitz, dem Thomatal, dem Tal des Bundschuhbachs südwärts, dessen östlichem Zulauf (Feldbach), dem Sattel zum Kremsbach (Schönfeld), die Innerkrems bis Kremsbrücke und dem Liesertal südwärts bis zum Eingang des Leobengrabens. Zu dieser sehr weitläufigen Untergruppe gehören:
    1. Der namensgebende Königstuhl (2336 m) mit den Gipfeln in seinem unmittelbaren Umfeld, darunter südöstlich Stangnock (2316 m), Gregerlnock (2296 m) und Rinsennock (2334 m), nordöstlich Mühlbacher Nock (2273 m) und Reisseck (2305 m), nordwestlich Seenock (2260 m) und Sauereggnock (2240 m) sowie westlich Eisentalhöhe (2180 m) und Grünleitennock (2160 m). Des Weiteren die sich vom Mühlbacher Nock nach Norden über Ochsenriegel (2282 m) und Kleinen Königstuhl (2254 m) fast 15 km weit bis ans Thomatal hinziehenden Rücken mit einer Vielzahl eher schwächer ausgeprägter Gipfel zwischen 1800 und 2215 m. Zusätzlich von dieser Linie umschlossen wird auch das recht prominente Massiv...
    2. ...der Hohen Pressing (2370 m) mit umliegenden Gipfeln, darunter Peitlernock (2244 m), Dörerköpfl (2056 m) und Bodenlucken (2023 m), sowie...
    3. ...der Kilnprein (2408 m) mit einem sich nordöstlich bis Predlitz hinstreckenden Rücken (u. a. Vorderhütteneck, 2204 m; Rotofen, 1999 m; Presseck, 1500 m).
  • 2717 Eisenhut, umgrenzt vom Gurktal von Ebene Reichenauf flussabwärts bis Kleinglödnitz, dem Glödnitztal, der Flattnitzer Höhe, dem Paalbach, dem Murtal zwischen Stadl an der Mur und Predlitz und der Turracher Höhe. Zu dieser Untergruppe gehört:
    1. Zum einen das Massiv des namensgebenden Eisenhuts (2441 m) mit dem nahen Wintertalernock (2394 m), dem nach Süden hin mehrere Bergrücken mit Gipfeln höher als 2000 m vorgelagert sind, u a. südwestlich Hoazhöhe (2319 m), Gruft (2232 m) und Schoberriegel (2208 m) sowie südlich Bretthöhe (2320 m) und Großer Speikkofel (2270 m). Nördlich folgt nach einem ca. 1750 m tiefen Sattel ein zum Gamskogel (2210 m) und Tschaudinock (2200 m) ansteigender Rücken, der bis an das Murtal heranreicht.
    2. Zum anderen das südlich und südöstlich anschließende, weitläufige und stark zergliederte Berg- und Hügelland nördlich der Gurk mit Teuchen-, Griffner- und Glödnitztal. Hierzu zählt etwa auch die Umgebung der Hochrindl (Kruckenspitz, 1886 m und Kegel, 1745 m).
  • 2718 Schwarzwand, umgrenzt von Liesertal bei Kremsbrücke, der Innerkrems, dem Tal des Feldbachs und Bundschuhbachs bis kurz vor Thomatal, der Mur flussaufwärts bis St. Michael im Lungau, dem Katschberg und dem Liesertal abwärts bis Kremsbrücke. Neben dem namensgebenden Massiv der Schwarzwand (2214 m) mit einigen umgebenden, wenig dominanten Gipfeln (u. a. Gaipahöhe, 2192 m; Wirtsnock, 2013 m; Speiereck, 2087 m und Turnhöhe, 2078 m) umschließt diese Linie auch das recht deutlich (Sattel Lausnitzhöhe, 1695 m) abgesetzte Aineck (2210 m) mit dem nahen Teuerlnock (2145 m).

Literatur

  • Alexander Kimmer, Helmut Lang, Gerhard Baumhackl: Nockberge Biosphärenpark - Gurktaler Alpen - Maltatal. 51 Touren. Mit GPS-Daten. 7. Auflage. Bergverlag Rother, Oberhaching 2023, ISBN 978-3-7633-4512-0.
  • Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, ISBN 978-3-85328-058-4.
Commons: Nockberge – Album mit Bildern

Einzelnachweise

  1. a b Heinz Pohl: Bergnamen in Österreich (auf members.chello.at), unter Lagenamen nach der Form und insbesondere Eintrag Nockberge unter 2. Die Namen der bekanntesten Kärntner Berge.
  2. dort auch eine Nockquelle bei Schönberg im Stubaital
  3. Etwa: nockalmstrasse.at (Memento des Originals vom 6. April 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nockalmstrasse.at, merian.de, wienerzeitung.at, bz-berlin.de
  4. a b Martin Seger: Geographische Einführung. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Natuführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 9 f.
  5. Martin Seger: Landeskundliche Einführung und geographische Gliederung. In: Paul Mildner, Helmut Zwander (Hrsg.): Kärnten – Natur. Die Vielfalt eines Landes im Süden Österreichs. 2., erweiterte Auflage. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 1999, S. 34.
  6. Friedrich Hans Ucik: Geologie. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 60.
  7. Martin Seger: Geographische Einführung. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 8.
  8. Friedrich Hans Ucik: Die Eiszeit. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 68 f.
  9. Martin Masten, Kurt Stüwe: Die Paläooberflächen in den Nockbergen. In: Mitteilungen des naturwissenschaftlichen Vereins für Steiermark. Band 151. Graz 2021, S. u. a. 80, 85 (zobodat.at [PDF; 8,4 MB]).
  10. Friedrich Hans Ucik: Geologie. In: Paul Mildner, Helmut Zwander (Hrsg.): Kärnten – Natur. Die Vielfalt eines Landes im Süden Österreichs. 2., erweiterte Auflage. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 1999, S. 61.
  11. Friedrich Hans Ucik: Geologie. In: Paul Mildner, Helmut Zwander (Hrsg.): Kärnten – Natur. Die Vielfalt eines Landes im Süden Österreichs. 2., erweiterte Auflage. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 1999, S. 62 f.
  12. Friedrich Hans Ucik: Geologie. In: Paul Mildner, Helmut Zwander (Hrsg.): Kärnten – Natur. Die Vielfalt eines Landes im Süden Österreichs. 2., erweiterte Auflage. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 1999, S. 64.
  13. Geologische Karten 1:50.000 und 1:25.000. In: maps.geosphere.at. Abgerufen am 4. September 2025.
  14. Wilfried Robert Franz, Helmut Hartl, Gerfried Horand Leute: Botanik. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 101–108.
  15. Wilfried Robert Franz, Helmut Hartl, Gerfried Horand Leute: Botanik. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 120 f.
  16. Wilfried Robert Franz, Helmut Hartl, Gerfried Horand Leute: Botanik. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 129–132.
  17. Wilfried Robert Franz, Helmut Hartl, Gerfried Horand Leute: Botanik. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 141.
  18. Wilfried Robert Franz, Helmut Hartl, Gerfried Horand Leute: Botanik. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 141–145.
  19. Wilfried Robert Franz, Helmut Hartl, Gerfried Horand Leute: Botanik. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 145–149.
  20. Wilfried Robert Franz, Helmut Hartl, Gerfried Horand Leute: Botanik. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 152–170.
  21. Wilfried Robert Franz, Helmut Hartl, Gerfried Horand Leute: Botanik. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 170–179.
  22. WThomas Friess, Bernhard Gutleb, Franz Hafner, Wolfgang Honsig-Erlenburg, Christian Komposch, Brigitte Komposch, Paul Mildner, Wolfgang Paill, Hans Sampl, Birgit C. Schlich-Steiner, Florian M. Steiner, Dietmar Streitmaier, Peter Wiedner, Christian Wieser: Tierwelt. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 256–260.
  23. Thomas Friess, Bernhard Gutleb, Franz Hafner, Wolfgang Honsig-Erlenburg, Christian Komposch, Brigitte Komposch, Paul Mildner, Wolfgang Paill, Hans Sampl, Birgit C. Schlich-Steiner, Florian M. Steiner, Dietmar Streitmaier, Peter Wiedner, Christian Wieser: Tierwelt. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 261–266.
  24. Thomas Friess, Bernhard Gutleb, Franz Hafner, Wolfgang Honsig-Erlenburg, Christian Komposch, Brigitte Komposch, Paul Mildner, Wolfgang Paill, Hans Sampl, Birgit C. Schlich-Steiner, Florian M. Steiner, Dietmar Streitmaier, Peter Wiedner, Christian Wieser: Tierwelt. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 266–270.
  25. Thomas Friess, Bernhard Gutleb, Franz Hafner, Wolfgang Honsig-Erlenburg, Christian Komposch, Brigitte Komposch, Paul Mildner, Wolfgang Paill, Hans Sampl, Birgit C. Schlich-Steiner, Florian M. Steiner, Dietmar Streitmaier, Peter Wiedner, Christian Wieser: Tierwelt. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 270–276.
  26. Thomas Friess, Bernhard Gutleb, Franz Hafner, Wolfgang Honsig-Erlenburg, Christian Komposch, Brigitte Komposch, Paul Mildner, Wolfgang Paill, Hans Sampl, Birgit C. Schlich-Steiner, Florian M. Steiner, Dietmar Streitmaier, Peter Wiedner, Christian Wieser: Tierwelt. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 276–278.
  27. Thomas Friess, Bernhard Gutleb, Franz Hafner, Wolfgang Honsig-Erlenburg, Christian Komposch, Brigitte Komposch, Paul Mildner, Wolfgang Paill, Hans Sampl, Birgit C. Schlich-Steiner, Florian M. Steiner, Dietmar Streitmaier, Peter Wiedner, Christian Wieser: Tierwelt. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 251 f.
  28. Thomas Friess, Bernhard Gutleb, Franz Hafner, Wolfgang Honsig-Erlenburg, Christian Komposch, Brigitte Komposch, Paul Mildner, Wolfgang Paill, Hans Sampl, Birgit C. Schlich-Steiner, Florian M. Steiner, Dietmar Streitmaier, Peter Wiedner, Christian Wieser: Tierwelt. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 278–289.
  29. Thomas Friess, Bernhard Gutleb, Franz Hafner, Wolfgang Honsig-Erlenburg, Christian Komposch, Brigitte Komposch, Paul Mildner, Wolfgang Paill, Hans Sampl, Birgit C. Schlich-Steiner, Florian M. Steiner, Dietmar Streitmaier, Peter Wiedner, Christian Wieser: Tierwelt. In: Helmut Zwander (Hrsg.): Die Nockberge. Ein Naturführer. Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Klagenfurt 2012, S. 290–292.
  30. Günter Stummer, Lukas Plan: Handbuch zum Österreichischen Höhlenverzeichnis inklusive bayerischer Alpenraum. Hrsg.: Verband Österreichischer Höhlenforscher und karst- und höhlenkundliche Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien (= Speldok 10). Wien 2002, S. 95 f. (hoehle.org [PDF; 2,0 MB; abgerufen am 28. August 2025]).