Das verworfene Erbe

Das verworfene Erbe (ursprünglicher Originaltitel Go down, Moses and Other Stories, späterer Originaltitel Go down, Moses, deutschsprachige Übersetzung ab 1974[1] teilweise ebenfalls unter dem Titel Go down, Moses) ist ein Erzählband des US-amerikanischen Schriftstellers und späteren Nobelpreisträgers William Faulkner. Das Buch erschien erstmals 1942 im Verlag Random House und enthält teilweise bereits zuvor publizierte, für die Buchveröffentlichung überarbeitete Texte. Der Erzählband firmiert teils als Sammlung lose verknüpfter[2] Kurzgeschichten, teils als Roman.[3] Die erste deutschsprachige Übersetzung des Erzählbandes von Hermann Stresau erschien 1953 unter dem Titel Das verworfene Erbe bei Fretz & Wasmuth sowie im gleichen Jahr als Lizenzausgabe[4] in Deutschland beim Stuttgarter Verlag Scherz & Goverts. Die Erzählung Pantaloon in black (deutsch: Schwarzer Harlekin), die im englischen Original an dritter Stelle des Erzählbandes platziert ist und „am wenigsten zur erzählerischen Einheit beiträgt“,[5] fehlt in dieser deutschsprachigen Übersetzung.

Kurzbeschreibung

Das verworfene Erbe ist ein Erzählband aus sieben lose miteinander verknüpften Episoden, die die Geschichte der Nachfahren des Sklavenhalters Carothers McCaslin über mehrere Generationen hinweg beleuchten. Im Zentrum vieler Episoden stehen Carothers‘ weißer Enkel Ike McCaslin und Carothers‘ illegitimer farbiger Enkel Lucas Beauchamp. Die Geschichten thematisieren die komplexen Beziehungen zwischen Weißen und Schwarzen im amerikanischen Süden, insbesondere die Verstrickungen von Familie, Besitz und Rassismus.

Inhalt der einzelnen Episoden

Es war

Der Südstaaten-Landeigner Buck McCaslin reitet mit seinem Neffen Cass Edmonds zur benachbarten Plantage von Hubert Beauchamp, um den entflohenen Sklaven Tomeys Turl zu verfolgen, der Tennie besuchen will, eine Sklavin der Beauchamps, in die er verliebt ist. Weil die Verfolgung unter Erfolglosigkeit leidet, müssen Buck und sein Neffe Cass die Nacht im Beauchamp-Haus verbringen, landen ohne böse Absicht im Schlafzimmer der altjüngferlichen Schwester Huberts: Sophonisba. Sie wacht schreiend auf, und Hubert nutzt die Situation, um Buck zu drängen, Sophonsiba zu heiraten. Die beiden Männer spielen Karten, um zu entscheiden, ob Buck tatsächlich Sophonsiba heiraten muss und ob Tennie oder Turl den Besitzer wechselt, da deren Liebesgeplänkel ohnehin unkontrollierbar ist. Buck verliert die Runde, Bucks Bruder Buddy überredet Hubert zu einer Revanchepartie, und wieder gewinnt Hubert das Spiel: Buck und Sophonisba sowie Tennie und Tomeys Turl werden heiraten.

Das Herdfeuer

Der Schwarzbrenner Lucas Beauchamp, Sohn von Tomeys Turl und Tennie, möchte verhindern, dass der einfältige George Wilkins seine Tochter Nat heiratet, und plant deshalb eine Anzeige gegen ihn wegen Schwarzbrennerei. Beim Vergraben seiner eigenen Brennerei-Ausrüstung entdeckt Lucas eine Goldmünze und wird vom Schatzsucherfieber gepackt. Die Anzeige führt zur Entdeckung erst von Lucas’ Ausrüstung, dann von Georges Ausrüstung, die George auf Lucas‘ Veranda versteckt hatte. Nat sowie George belasten Lucas gegenüber der Polizei. Durch eine rückdatierte Heiratsvereinbarung verhindern die drei jedoch, vor Gericht gegeneinander aussagen zu müssen. Lucas versucht später, einen Metalldetektor zu erwerben, und bringt den Detektoren-Händler durch einen inszenierten Silberfund ebenfalls in Schatzsucherlaune. Als Beauchamps Frau Molly wegen seiner Schatzsuch-Besessenheit die Scheidung einreichen will, erkennt Lucas, dass sie ihm wichtiger ist als der Detektor, und gibt den Detektor fort.

Schwarzer Harlekin

Die Frau des schwarzen Sägewerks-Vorarbeiters Rider ist verstorben, eines Mieters von Roth Edmonds, dem nunmehrigen Eigentümer der McCaslin-Plantage. Nach der Beerdigung seiner Gattin glaubt Rider, ihren Geist zu sehen, kehrt zur Arbeit ins Sägewerk zurück, verlässt sie vorzeitig, kauft sich einen Krug Whisky, den er in großen Mengen trinkt. Nach einer weiteren gespenstischen Erscheinung geht er zu einem nächtlichen Würfelspiel und stellt einen Weißen namens Birdsong, der seit vielen Jahren die Schwarzen beim Würfeln betrügt. Rider schneidet Birdsong die Kehle durch, ehe Birdsong ihn erschießen kann. Am Folgetag wird Rider verhaftet, in der Folgenacht aus der Zelle geholt und gelyncht.

Das alte Volk

Der junge Ike McCaslin, Sohn von Buck McCaslin und Sophonisba Beauchamp, erlegt seinen ersten Hirschbock, und sein halbindianischer Mentor Sam Fathers salbt ihn rituell mit dessen Blut. Auf dem Rückweg von der Jagd kommt der Jagdhelfer Boon Hogganbeck angeritten und verkündet, er habe gerade einen riesigen Hirschbock gesehen. Die Gruppe zerstreut sich, um den großen Hirsch zu jagen. Sam und Ike hören ein Horn, und Ike nimmt an, der Bock sei erlegt. Doch dann kommt ein riesiger Bock den Hang herunter und blickt Ike und Sam Fathers ernst und würdevoll an. Sie sehen davon ab, ihn zu erschießen. In dieser Nacht berichtet Ike seinem Cousin Cass Edmonds von dem Bock, und Cass erzählt ihm, dass auch er den Bock gesehen hat: Sam hatte Cass an dem Tag, an dem er seinen ersten Hirsch erlegt hatte, auf dieselbe Lichtung geführt.

Der Bär

Erzählt wird die Initiationsgeschichte des jungen Plantagenbesitzer-Sohns Ike McCaslin, der auf jährlichen Ausflügen unter Anleitung des erfahrenen Halb-Indianers Sam Fathers das Jagen lernt. Im Zentrum der Erzählung steht die mystische Figur des Bären Old Ben, der über Jahre hinweg nicht zu bezwingen ist, zum Symbol für die unzähmbare Wildnis und letztlich doch erlegt wird. In einer Nebenhandlung der Erzählung entdeckt Ike die dunkle Geschichte seiner Familie, geprägt von Sklaverei, Inzest und seinem skrupellosen Großvater Carothers McCaslin. Ike lehnt aufgrund der Art, wie sein Wohlstand zustande kam, sein Erbe ab zugunsten seines Cousins Cass Edmonds.

Herbst im Delta

Der greise Ike McCaslin macht mit Freunden einen Jagdausflug, darunter seinem Verwandten Roth Edmonds, einem Enkel von Ikes Cousin Cass Edmonds und Eigentümer der McCaslin-Plantage. Im Lager deutet Roth an, dass eine Frau kommen werde, und übergibt Ike heimlich einen Umschlag mit Geld. Am nächsten Morgen erscheint die junge Frau mit einem Baby und entpuppt sich als Großnichte von Lucas Beauchamp und heimliche Liebhaberin von Roth Edmonds. Ike ist erschüttert über das Vorhandensein eines Kindes, „in dem zum ersten Mal beide Zweige der McCaslins vereint sind.“[6]

Geh hin, Moses

Der Enkel von Lucas Beauchamp und Todeszellen-Insasse Samuel Worsham Beauchamp wird im Rahmen einer Volkszählung interviewt und gibt seine wahre Identität preis. Gleichzeitig hat Lucas‘ Frau Molly eine Vorahnung von Unheil im Zusammenhang mit ihrem lange verschollenen Enkel. Molly bittet den Anwalt Gavin Stevens, Samuels Aufenthaltsort und Befinden zu ermitteln. Stevens erfährt bald, dass Samuel Beauchamp in den nächsten Stunden hingerichtet werden soll, spendet und sammelt genug Geld, um Samuels Leichnam für die Beerdigung nach Hause zu bringen. Als Stevens bei der Trauerfeier vorbeischaut, verlässt sie schnell wieder, weil er sich fehl am Platz fühlt.

Episodenübergreifende Textanalyse

Bei Das verworfene Erbe handelt es sich um eine auktorial erzählte „heterogene Ansammlung“ verschiedener als Kapitel oder Erzählungen firmierender Episoden, „die immer wieder die Frage nach ihrem eigenen Zusammenhalt aufwirft“,[7] wobei die Inhalte der einzelnen Episoden „zusammenlaufen, sich kreuzen und auseinanderlaufen, sich gegenseitig verflechten, aufeinander reagieren, sich gegenseitig widerstehen und einander überarbeiten“.[8] Ort der Handlung ist weitgehend der fiktive Yoknapatawpha County. Der Berichtszeitraum des Erzählbandes erstreckt sich von 1859 bis in die 1940er Jahre, in Rückblenden bis ins erste Drittel des 19. Jahrhunderts zurück, wobei die einzelnen Episoden nicht chronologisch aufeinander folgen.[9]

Episodenübergreifende Themen

„Der offensichtlichste gemeinsame Schwerpunkt“ von Das verworfene Erbe ist „die Frage der Rassenbeziehungen“, so der Literaturwissenschaftler Mark R. Winchell (Clemson University): „Drei der Erzählungen konzentrieren sich auf schwarze Charaktere, während die anderen vier in unterschiedlichem Maße die Interaktion zwischen der weißen Familie McCaslin-Edmonds und verschiedenen Schwarzen behandeln. In ‚Das alte Volk‘ und vier von fünf Abschnitten von ‚Der Bär‘ allerdings ist die Rassenfrage eindeutig weniger wichtig als die Zerstörung der Wildnis“,[10] was Das verworfene Erbe nach Ansicht des britischen Anglisten John Lennard (University of the West Indies) zu einem „Schlüsselwerk der Ökokritik“ macht.[11] Als Ganzes betrachtet bilden die sieben Episoden laut des Literaturwissenschaftlers David H. Evans (Dalhousie University) ein „immenses Gewirr aus gegenseitiger Abhängigkeit und Schuld, lang anhaltendem Zorn und schmerzhafter Liebe, Verwirrung und Verzweiflung, Vergebung und Trauer und Hoffnung“,[12] eine „Geschichte der Armut, des Elends und der zerbrochenen Familien“, eine „Geschichte der Ausbeutung und des Unverständnisses, die das Verhältnis der Rassen in den Südstaaten geprägt hat“.[13]

Episodenübergreifende Figuren (Auswahl)

Zwar haben die sieben Episoden keine „einheitliche Besetzung“,[14] doch die Figuren des Ike McCaslin und des Lucas Beauchamp sind auf den Gesamtband bezogen „zentrale Figuren“,[15] und die letztliche Ursache der Handlung in den einzelnen Episoden ist ihr Großvater Carothers McCaslin:

  • Lucius Quintus Carothers McCaslin: Dieser „dämonische“ Sklavenhalter[16] war „rücksichtslos, grausam“[17] und übte seine „priapische Gewalt“[18] unter anderem dadurch aus, dass er erst eine schwarze Sklavin, dann die so gezeugte Tochter vergewaltigte und somit eine auf Inzest basierende genealogische Linie begründete, der unter anderem Lucas Beauchamp angehört. Carothers McCaslin war somit „nicht nur der Habgier schuldig, sondern auch eines doppelten Verbrechens, das Inzest, den Höhepunkt der Endogamie, mit Rassenmischung, den Höhepunkt der Exogamie, vereinte“.[19] Diese Familienschuld wird seinen legitimen Enkel Ike McCaslin dazu bringen, das Erbe zugunsten seines Cousins Cass Edmonds zu verweigern. Somit ist Carothers McCaslin zwar zum Zeitpunkt der Handlung des Erzählbandes tot, „dominiert aber das Werk“.[20]
  • Isaac „Ike“ McCaslin: Dieser legitime Enkel des Carothers McCaslin hat sich durch die Verweigerung des Erbes ein höheres Maß an Freiheit und Unschuld erhofft, doch „seine Freiheit ist bloß eine Illusion, seine Unschuld ist einfach die Weigerung, sich der Realität in jeglicher Weise zu stellen“, so der französische Anglist André Bleikasten (Universität Straßburg).[21] Am Ende des Buches ist Ike nach Meinung des Literaturwissenschaftlers Noel Polk (Mississippi State University) „ein gescheiterter Held, dessen edle Absichten und hohes Urteil nichts an der harten Realität des Rassismus ändern konnten“,[22] wobei der Literaturwissenschaftler David H. Evans im Jahr 2008 für die Deutung des Erbverzichts feststellte: „Die entscheidende Tat seines Lebens, der Verzicht auf sein Erbe, einst gesehen als authentisches Sühneritual eines ethischen Vorbilds, dem es gelingt, die grausamen Konventionen seiner Gesellschaft zu überwinden, [...] wird heute eher als selbstmystifizierende Geste eines vorsätzlich Unschuldigen verurteilt.“[23]
  • Lucas Beauchamp: Dieser illegitime Enkel und gleichzeitig Urenkel des Carothers McCaslin ist wie dieser geldverliebt,[24] „praktisch, dominant, egoistisch“[25] und „scheint die Fähigkeit zu besitzen, sich in rassische Kategorien einzufügen und sie wieder zu überwinden“.[26] Seine Rollenmodelle findet Beauchamp in weißen Patriarchen, nicht bei den Schwarzen,[27] und er schafft es tatsächlich, „seine komplexe Individualität als schwarzer McCaslin zum Ausdruck zu bringen“.[28] Der US-Anglist Ted Atkinson (Mississippi State University) sieht in Beauchamp „eine der eindringlichsten Figuren“ von Das verworfene Erbe,[29] und das Nachschlagewerk Critical companion to William Faulkner stellt fest, am Endes des Buches habe sich „Lucas als mächtige Figur erwiesen, mit dem Stolz, der Stärke und der Unabhängigkeit des alten Lucius Quintus Carothers McCaslin selbst.“[30]

Rezeption

Die zeitgenössische Kritik an Das verworfene Erbe war zwiegespalten. So empfand The New Republic die Qualität der einzelnen Erzählungen als zweitrangig.[31] Die nach Meinung der US-Tageszeitung The Commercial Appeal „aufgeblasene, massierte, strauchelnde Rhetorik“,[32] die laut Times Literary Supplement „schwindelerregend aufsteigende Weitschweifigkeit“[33] und die Tatsache, dass Faulkner nach Auffassung der Sacramento Bee die Handlung unter einer Materialfülle begraben habe,[34] mache die Lektüre des laut The New Statesman and Nation langweiligen und ermattenden[35] Buches nach Meinung der New York Sun „oft sehr anstrengend“,[36] nach Meinung des Spectator „schwerfällig“,[37] und The Nation konstatierte: „Faulkners literarische Manierismen [...] sind Fehler“.[38] Allerdings fanden The Salt Lake Tribune,[39] The Boston Globe[40] und sogar die kritischere Sacramento Bee,[41] dass sich der erhöhte Lektüreaufwand dieses schwierigen Buches lohne, das The Plain Dealer für eines der besten Werke Faulkners hielt,[42] die US-Tageszeitung The Times (Trenton) für „außergewöhnlich gut“,[43] und die einstige US-Tageszeitung Columbus Citizen für „interessant, verständlich und mehr als nur literarisch wertvoll“.[44] Die Wochenzeitung Capital Times (Madison) hielt Das verworfene Erbe sogar für „eine der besten Kurzgeschichtensammlungen der Vierzigerjahre in Amerika“.[45]

Positiver als die zeitgenössische Kritik zeigt sich die Literaturwissenschaft. So hält der Literaturwissenschaftler David H. Evans Das verworfene Erbe für eines von Faulkners großen Werken,[46] für den Historiker Richard H. King (University of Nottingham) stellt das Buch „eine nahezu perfekte Verschmelzung von Stil, Heraufbeschwören von Zeit und Ort und Beachtung des moralischen Kontexts“ dar,[47] und der Critical companion to William Faulkner nennt Das verworfene Erbe Faulkners „wichtigste Untersuchung der Beziehungen zwischen Schwarzen und Weißen und nach kritischer Übereinstimmung die letzte seiner wirklich großen Errungenschaften“.[48] Auch die US-Anglistin Catherine G. Kodat (Lawrence University) hält das Buch für „einen weitaus wichtigeren Text als allgemein anerkannt“,[49] kritisiert aber Faulkners unzureichende literarische Darstellung afroamerikanischer Figuren und Erfahrungen,[50] eine Einschätzung, die der Anglist Ahmed Honeini (Royal Holloway College) teilt: „Faulkner, ein weißer Südstaatler, gibt eine äußerst begrenzte und wohl rassistisch voreingenommene Einschätzung darüber ab, wie schwarze Stimmen aus dem Süden wahrgenommen werden.“[51]

Deutschsprachige Textausgaben

  • Das verworfene Erbe. Chronik einer Familie. Lizenzausgabe. Aus dem Amerikanischen von Hermann Stresau. Deutscher Bücherbund, Stuttgart 1998.
  • Go down, Moses. Chronik einer Familie. (= detebe-Klassiker, Band 20149.) Aus dem Amerikanischen von Hermann Stresau. 8. Auflage. Diogenes, Zürich 1990. ISBN 3-257-20149-4.
  • Das verworfene Erbe. Chronik einer Familie. Lizenzausgabe. Aus dem Amerikanischen von Hermann Stresau. Buchclub Ex Libris, Zürich 1977.
  • Das verworfene Erbe. Chronik einer Familie. In: Das verworfene Erbe. Griff in den Staub. Lizenzausgabe. Aus dem Amerikanischen von Hermann Stresau und Harry Kahn. Deutscher Bücherbund, Stuttgart 1975. S. 5–293.
  • Go down, Moses. Chronik einer Familie. (= Diogenes-Taschenbücher, Band 30,11.) Aus dem Amerikanischen von Hermann Stresau. Diogenes, Zürich 1974. ISBN 3-257-20149-4.
  • Das verworfene Erbe. Chronik einer Familie. (=Fischer-Bücherei, Band 626.) Aus dem Amerikanischen übertragen von Hermann Stresau. Fischer, Frankfurt am Main 1964.
  • Das verworfene Erbe. Chronik einer Familie. Lizenzausgabe. Aus dem Amerikanischen von Hermann Stresau. Scherz & Goverts, Stuttgart 1953.
  • Das verworfene Erbe. Chronik einer Familie. Aus dem Amerikanischen von Hermann Stresau. Fretz & Wasmuth, Zürich 1953.

Literatur (Auswahl)

  • Ted Atkinson: The impenetrable lightness of being. Miscegenation imagery and the anxiety of whiteness in „Go Down, Moses“. In: Annette Trefzer et al. (Hrsg.): Faulkner and formalism : returns of the text. Faulkner and Yoknapatawpha, 2008. University Press of Mississippi, Jackson MS 2012. ISBN 978-1-61703-256-1. S. 126–138.
  • Bernard W. Bell: „The Negro“ as metonym, metaphor, and marginal man in William Faulkner’s „Go Down, Moses“. In: Bernard W. Bell: Bearing witness to African American literature. Validating and valorizing its authority, authenticity, and agency. Wayne State University Press, Detroit MI 2012. ISBN 978-0-8143-3714-1. S. 275–282.
  • André Bleikasten: Legacies. Go down, Moses. In: André Bleikasten: William Faulkner. A life through novels. Indiana University Press, Bloomington IN 2017. ISBN 978-0-253-02284-4. S. 308–323.
  • David H. Evans: A great story. Pathfinding and providence in „Go Down, Moses“. In: David H. Evans: William Faulkner, William James, and the American pragmatic tradition. Louisiana State University Press, Baton Rouge LA 2008. ISBN 0-8071-3315-9. S. 193–234.
  • A. Nicholas Fargnoli, Michael Golay, Robert W. Hamblin: Go Down, Moses. In: A. Nicholas Fargnoli, Michael Golay, Robert W. Hamblin: Critical companion to William Faulkner. A literary reference to his life and work. Facts On File, New York NY 2008. ISBN 0-8160-6432-6. S. 97–113.
  • Ahmed Honeini: Ah’m goan home. Narration, homegoing, and whiteness in „Go Down, Moses“. In: Ahmed Honeini: William Faulkner and mortality. A fine dead sound. Taylor & Francis, London 2022. ISBN 978-0-367-50132-7. S. 144–173.
  • Richard H. King: Working through. Faulkner's „Go Down, Moses“. In: Richard H. King: A southern Renaissance. The cultural awakening of the American south, 1930–1955. Oxford University Press, Oxford 1982. ISBN 0-19-503043-5. S. 130–145.
  • Catherine G. Kodat: Making camp. Go Down, Moses. In: Catherine G. Kodat: Faulknerista. Louisiana State University Press, Baton Rouge LA 2023. ISBN 978-0-8071-7849-2. S. 156–179.
  • John Lennard: Go Down, Moses (1942). In: John Lennard: Reading William Faulkner. „Go down, Moses“ & „Big Woods“. Humanities-Ebooks, Tirril 2012. ISBN 978-1-84760-198-8. S. 57–91.
  • Noel Polk: Reading blood and history in „Go Down, Moses“. In: Noel Polk: Faulkner and Welty and the southern literary tradition. University Press of Mississippi, Jackson MS 2008. ISBN 978-1-934110-84-3. S. 68–81.
  • Mark Royden Winchell: Family Values in „Go Down, Moses“. In: Mark Royden Winchell: Reinventing the South. Versions of a literary region. University of Missouri Press, Columbia MO 2006. ISBN 0-8262-1618-8. S. 139–160.

Rezensionen-Sammlungen

  • John Bassett (Red.): Go Down, Moses and Other Stories (1942). In: John Bassett (Hrsg.): William Faulkner. The critical heritage. Routledge & Kegan Paul, 1975. ISBN 0-7100-8124-3. S. 296–331.
  • Milton Thomas Inge (Red.): Go Down, Moses and Other Stories (1942). In: Milton Thomas Inge (Hrsg.): William Faulkner. The contemporary reviews. Cambridge University Press, Cambridge 1995. ISBN 0-521-38377-3. S. 227–244.

Bibliografien

  • John Earl Bassett (Red.): Go Down, Moses. In: John Earl Bassett (Hrsg.): Faulkner in the Eighties. An annotated critical bibliography. Scarecrow Press, Metuchen NJ 1991. ISBN 0-8108-2485-X. S. 140–153.
  • John Earl Bassett (Red.): Go Down, Moses. In: John Earl Bassett (Hrsg.): William Faulkner. An annotated bibliography of criticism since 1988. Scarecrow Press, Lanham MD 2009. ISBN 978-0-8108-6741-3. S. 243–275.

Einzelnachweise

  1. Gateway Bayern: Datensatz zu „Go down, Moses“. In: gateway-bayern.de. Abgerufen am 12. November 2025.
  2. „collection of previously published material revised and loosely bound together“ – Ted Atkinson: The impenetrable lightness of being. Miscegenation imagery and the anxiety of whiteness in „Go Down, Moses“. In: Annette Trefzer et al. (Hrsg.): Faulkner and formalism : returns of the text. Faulkner and Yoknapatawpha, 2008. University Press of Mississippi, Jackson MS 2012. ISBN 978-1-61703-256-1. S. 126–138. Hier S. 133.
  3. „At the University of Mississippi in 1947, for example, he [=Faulkner] told a class, ‚it is simply a collection of short stories.‘ To his editor Robert K. Haas, however, he wrote in 1949 that ‚Moses is indeed a novel‘“ – David H. Evans: A great story. Pathfinding and providence in „Go Down, Moses“. David H. Evans: William Faulkner, William James, and the American pragmatic tradition. Louisiana State University Press, Baton Rouge LA 2008. ISBN 0-8071-3315-9. S. 193–234. Hier S. 201.
  4. Deutsche Nationalbibliothek: Datensatz zu „Das verworfene Erbe“. In: d-nb.info. Abgerufen am 12. November 2025.
  5. „the chapter that does least to enhance the narrative unity of Go down, Moses“ – Mark Royden Winchell: Family Values in „Go Down, Moses“. In: Mark Royden Winchell: Reinventing the South. Versions of a literary region. University of Missouri Press, Columbia MO 2006. ISBN 0-8262-1618-8. S. 139–160. Hier S. 156.
  6. „the child in whom, for the first time, both branches of the McCaslins have been joined“ – André Bleikasten: Legacies. Go down, Moses. In: André Bleikasten: William Faulkner. A life through novels. Indiana University Press, Bloomington IN 2017. ISBN 978-0-253-02284-4. S. 308–323. Hier S. 320.
  7. „a heterogeneous assemblage that insistently raises the issue of his own coherence“ – Evans, A great story, S. 227.
  8. „partial stories that run together, decussating and diverging, mutually interlacing, responding to, resisting, and revising one another“ – Evans, A great story, S. 234.
  9. „chronology is scrambled“ – John Lennard: Go Down, Moses (1942). In: John Lennard: Reading William Faulkner. „Go down, Moses“ & „Big Woods“. Humanities-Ebooks, Tirril 2012. ISBN 978-1-84760-198-8. S. 57–91. Hier S. 58.
  10. „The most obvious unifying focus of this ‚novel‘ is the issue of race relations. Three of the narratives concentrate on black characters, whereas the other four deal in varying degrees with the interaction between the white McCaslin Family and various blacks. Yet in ‚The Old People‘ and four of the five sections of ‚The Bear‘, the race question is clearly a less prominent concern than the destruction of the wilderness“ – Winchell, Family Values in „Go Down, Moses“, S. 140.
  11. „a key-work for ecocriticism“ – Lennard, Go Down, Moses (1942), S. 74.
  12. „immense tangled skein of interdependence and indebtness, long anger and painful love, confusion and despair, and forgiveness and grief and hope“ – Evans, A great story, S. 234.
  13. „history of poverty, misery, and broken family [...] history of exploitation and incomprehension that has defined the relation of the races in the South“ – Evans, A great story, S. 232.
  14. „seven stories [...] have neither a single narrator nor a consistent cast“ – Lennard, Go Down, Moses (1942), S. 58.
  15. „Faulkner develops Lucas Beauchamp and Isaac McCaslin, black and white descendants of the original McCaslin, as the central figures of Go down, Moses“ – A. Nicholas Fargnoli, Michael Golay, Robert W. Hamblin: Go Down, Moses. In: A. Nicholas Fargnoli, Michael Golay, Robert W. Hamblin: Critical companion to William Faulkner. A literary reference to his life and work. Facts On File, New York NY 2008. ISBN 0-8160-6432-6. S. 97–113. Hier S. 99.
  16. „demonic Old Carothers“ – Evans, A great story, S. 227.
  17. „ruthless, cruel“ – Richard H. King: Working through. Faulkner's „Go Down, Moses“. In: Richard H. King: A southern Renaissance. The cultural awakening of the American south, 1930–1955. Oxford University Press, Oxford 1982. ISBN 0-19-503043-5. S. 130–145. Hier S. 143.
  18. „priapic violence“ – Lennard, Go Down, Moses (1942), S. 90.
  19. „guilty not only of greed but of a double crime combining incest, the culmination of endogamy, and miscegenation, the culmination of exogamy“ – Bleikasten, Legacies, S. 317.
  20. „dead […] yet dominating the work“ – David L. Vanderwerken: Go Down, Moses. In: Robert W. Hamblin et al. (Hrsg.): A William Faulkner Encyclopedia. Greenwood Press, Westport CT 1999. ISBN 0-313-29851-3. S. 148–152. Hier S. 149.
  21. „his freedom is just a delusion, his innocence is simply refusal to confront reality in any way“ –Bleikasten, Legacies, S. 319.
  22. „a failed hero whose noble intentions and high sentence failed to alter the stark realities of racism“ – Noel Polk: Reading blood and history in „Go Down, Moses“. In: Noel Polk: Faulkner and Welty and the southern literary tradition. University Press of Mississippi, Jackson MS 2008. ISBN 978-1-934110-84-3. S. 68–81. Hier S. 68.
  23. „The defining act of his life, the renunciation of his patrimony, once seen as an authentic ritual of atonement by an ethical exemplar who succeeds in transcending the cruel conventions of his society [...] is now more likely to be condemned as the self-mystifying gesture of a willful innocent“ – Evans, A great story, S. 315.
  24. „like his forbear, Lucas loves money“ – Terrell L .Tebbetts: I’m the man here. „Go Down, Moses“ and masculine identity. In: John N. Duvall and Ann J. Abadie (Hrsg.): Faulkner and postmodernism. Faulkner and Yoknapatawpha, 1999. University Press of Mississippi, Jackson MS 2002. ISBN 1-57806-460-0. S. 79–89. Hier S. 85.
  25. „practical, dominating, selfish“ – Bernard W. Bell: „The Negro“ as metonym, metaphor, and marginal man in William Faulkner’s „Go Down, Moses“. In: Bernard W. Bell: Bearing witness to African American literature. Validating and valorizing its authority, authenticity, and agency. Wayne State University Press, Detroit MI 2012. ISBN 978-0-8143-3714-1. S. 275–282. Hier S. 281.
  26. „seemingly possesses the capacity to glide in and put of racial categories“ – Atkinson, The impenetrable lightness of being, S. 131.
  27. „Lucas's role models are white patriarchs, not black“ – Bell, „The Negro“ as metonym, metaphor, and marginal man in William Faulkner’s „Go Down, Moses“, S. 280.
  28. „succeeds […] in asserting his complex individuality as a black McCaslin“ – Bell, „The Negro“ as metonym, metaphor, and marginal man in William Faulkner’s „Go Down, Moses“, S. 278.
  29. „one of the most forceful characters in Go down, Moses“ – Atkinson, The impenetrable lightness of being, S. 130.
  30. „By the novel's end, Lucas has emerged as a powerful figure, with the pride, strength, and Independence of old Lucius Quintus Carothers McCaslin himself“ – Fargnoli et al., Go Down, Moses, S. 99.
  31. „stories [...] second best“ – Malcolm Cowley: Go down to Faulkners land. In: The New Republic, 29. Juni 1942, S. 900, zitiert nach Fargnoli et al., Go Down, Moses, S. 103.
  32. „turgid, massed, floundering rhetoric“ – James Robert Peery: Critic outfalkners Faulkner in praise of new stories. In: The Commercial Appeal, 10. Mai 1942, Section IV, S. 10, zitiert nach Milton Thomas Inge (Red.): Go Down, Moses and Other Stories (1942). In: Milton Thomas Inge (Hrsg.): William Faulkner. The contemporary reviews. Cambridge University Press, Cambridge 1995. ISBN 0-521-38377-3. S. 227–244. Hier S. 234.
  33. „dizzily soaring wordiness“ – Times Literary Supplement, 10. Oktober 1942, S. 497, zitiert nach John Bassett (Red.): Go Down, Moses and Other Stories (1942). In: John Bassett (Hrsg.): William Faulkner. The critical heritage. Routledge & Kegan Paul, 1975. ISBN 0-7100-8124-3. S. 296–331. Hier S. 300.
  34. „[Faulkner] incorporates much which seems irrelevant, and expands his material until plot is buried beneath an overload of crisscrossing patterns“ – Plantation of Southlands Scene of new Faulkner tales. In: The Sacramento Bee, 16. Mai 1942, S. 17, zitiert nach Inge, Go Down, Moses and Other Stories (1942), S. 236.
  35. „dull […] the faults of exhaustion“ – Rezension von Phillip Toynbee. In: The New Statesman and Nation, 31. Oktober 1942, S. 293, zitiert nach Fargnoli et al., Go Down, Moses, S. 103.
  36. „often very hard going“ – Robert Molloy: The book of the day: William Faulkner writes about the deep South he has made familiar. In: The New York Sun, 19. Mai 1942, S. 40, zitiert nach Inge, Go Down, Moses and Other Stories (1942), S. 238.
  37. „ponderous“ – Rezension von Kate O'Brien. In: The Spectator, 30. Oktober 1942, Fiction, S. 418, zitiert nach Fargnoli et al., Go Down, Moses, S. 103.
  38. „Faulkner's literary mannerisms [...] are faults“ – Lionel Trilling: The McCaslins of Mississippi. In: The Nation, 30. Mai 1942, S. 632–633, zitiert nach Inge, Go Down, Moses and Other Stories (1942), S. 239.
  39. „difficult [...] but they repay reading“ – George Snell: New Faulkner tales keep to tradition. In: The Salt Lake Tribune, 7. Juni 1942, S. 13-C, zitiert nach Inge, Go Down, Moses and Other Stories (1942), S. 242.
  40. „difficult reading [...] sufficiently rewarding to justify the close attention required“ – William Abrahams: William Faulkner at his best in collection of seven stories. In: The Boston Globe, 6. Mai 1942, S. 19, zitiert nach Inge, Go Down, Moses and Other Stories (1942), S. 231.
  41. „worth the effort it takes to read his material“ – Plantation of Southlands Scene of new Faulkner tales. In: The Sacramento Bee, 16. Mai 1942, S. 17, zitiert nach Inge, Go Down, Moses and Other Stories (1942), S. 236.
  42. „some of the best of Faulkner is in this volume“ – Ted Robinson: Go down, Moses. In: The Plain Dealer, 12. April 1942, All Feature Section S. 3, zitiert nach Inge, Go Down, Moses and Other Stories (1942), S. 229.
  43. „uncommonly good stories“ – Harry A. Weissblat: Book fog: William Faulkner. In: The Times (Trenton NJ), 9. Mai 1942, zitiert nach Inge, Go Down, Moses and Other Stories (1942), S. 233.
  44. „the stories are interesting, understandable and of some other value than literary“ – Jack Keller: Faulkner southern stories gather under one title. In: The Columbus Citizen, 24. Mai 1942, Magazine Section S. 4, zitiert nach Inge, Go Down, Moses and Other Stories (1942), S. 238.
  45. „one of the best collection of short stories to come out of the Forties in America“ – August Derleth: The new books: excellent short stories. In: The Capital Times, 19. Juli 1942, S. 22, zitiert nach Inge, Go Down, Moses and Other Stories (1942), S. 243.
  46. „great novels“ – Evans, A great story, S. 200.
  47. „represents a near perfect fusion of style, evocation of time and place, and attention to moral context“ – King, Working through, S. 130.
  48. „most important exploration of black-white relations, and by critical consensus the last of his truly great achievements“ – Fargnoli et al., Go Down, Moses, S. 97.
  49. „a far more important text than generally acknowledged“ – Catherine G. Kodat: Making camp. Go Down, Moses. In: Catherine G. Kodat: Faulknerista. Louisiana State University Press, Baton Rouge LA 2023. ISBN 978-0-8071-7849-2. S. 156–179. Hier S. 158.
  50. „failure to enter into complete communion with the Black lives it purports to represent“ – Kodat, Making camp, S. 178.
  51. „Faulkner, as a white Southerner, gives an extremely limited, and arguably racially prejudiced, estimation of what black southern voices are perceived to sound like“ – Ahmed Honeini: Ah’m goan home. Narration, homegoing, and whiteness in „Go Down, Moses“. In: Ahmed Honeini: William Faulkner and mortality. A fine dead sound. Taylor & Francis, London 2022. ISBN 978-0-367-50132-7. S. 144–173. Hier S. 148.